Politiker geben Ausblick auf wichtige Aufgaben 2018 CDU will »Espelkamper Modell«

Espelkamp (aha). Die Stadt Espelkamp hat sich in den vergangenen Jahren schneller und positiver entwickelt als von vielen erwartet. Darauf haben Vertreter der Espelkamper CDU jetzt bei einem Pressegespräch zum neuen Jahr (wir berichteten) hingewiesen.

Espelkamper CDU-Politiker haben einen Ausblick auf die Aufgaben für 2018 gegeben (von links): Detlef Beckschewe, Gerd-Udo Sasten, Oliver Vogt und Wilfried Windhorst.
Espelkamper CDU-Politiker haben einen Ausblick auf die Aufgaben für 2018 gegeben (von links): Detlef Beckschewe, Gerd-Udo Sasten, Oliver Vogt und Wilfried Windhorst. Foto: Arndt Hoppe

Wichtiges Projekt

Ein sehr wichtiges Projekt für die Zukunft sei ein Ärzte- oder Gesundheitszentrum. »Wir müssen dabei allerdings einen eigenen Weg finden, wir brauchen sozusagen ein ›Espelkamper Modell‹«, sagte Oliver Vogt und erteilte dem von der SPD in die Diskussion gebrachten »Büsumer Modell« eine Absage. Es gelte, dass mit den Ärzten und der Kammer gemeinsam gearbeitet werde. »Wir können die politischen Weichen stellen, aber nicht die Praxis eröffnen«, sagte Vogt. Jeden Monat »Wasserstandmeldungen« zu den Diskussionen herauszugeben, halte er für kontraproduktiv.

Handeln wolle die CDU auch für ein positives Zusammenleben in der Stadt. »Auch am ›Bündnis für Espelkamp‹ wollen wir uns weiterhin beteiligen«, erklärte Wilfried Windhorst. »Wir schmollen nicht, auch wenn ich mich über die Veröffentlichung meiner E-Mail-Korrespondenz sehr geärgert habe«, sagte er (wir berichteten). »Wir sind dabei, wenn es darum geht politische Bildung, Integration und Bürgerbeteiligung voranzubringen«, sagte Vogt. »Wir wollen aber nicht darüber diskutieren, wie wir die AfD bekämpfen. Das ist nicht die Aufgabe eines solchen Bündnisses.« Die CDU wolle sich vielmehr inhaltlich mit der AfD auseinandersetzen. »Wir sind uns sicher, dass wir die besseren Argumente haben«, sagte Oliver Vogt. Bestimmte Bevölkerungsgruppen auszugrenzen und »Klientelpolitik« zu betreiben, sei nicht zielführend.

Positive Entwicklung

Einig waren sich Vogt und Windhorst mit Gerd-Udo Sasten und Detlef Beckschewe, dass Espelkamp eine moderne, bunte Stadt sei, an deren Gestaltung die CDU seit fast 20 Jahren als Mehrheitsfraktion wesentlichen Anteil habe. »Wir reden und schreiben nicht so viel wie andere, wir handeln mehr«, sagte Vogt.

»Das beste Beispiel für die positive Entwicklung ist das neue Baugebiet am Fabbenstedter Graben«, sagte Vogt. »Das Areal sollte bis 2022 ausreichen. Aber jetzt ist es schon vergeben und es gibt weitere 150 Interessenten für Baugrundstücke in Espelkamp.« Wie Wilfried Windhorst ergänzte, sei die Politik gefordert, Lösungen für die innerstädtische Entwicklung zu finden. »Nach außen hin sind uns Grenzen gesteckt«, betonte er. In den Ortschaften müsse zum Beispiel auch darüber gesprochen werden, wo landwirtschaftliche Flächen, Wohn- oder Ausgleichsflächen zu entwickeln seien.

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