Ensemble des Altonaer Theaters spielt »Die Feuerzangenbowle« in Espelkamp Die Streiche des Primaners Pfeiffer

Espelkamp (WB/wbh). »Die Feuerzangenbowle« ist ein Klassiker, der sich vor allem zu Weihnachten bei Alt und Jung einer großen Beliebtheit erfreut.

Die Aufführung der Feuerzangenbowle im Neuen Theater ist ein großer Erfolg gewesen. Der »Knabenchor« im Musikunterricht von Referendarin Eva lauscht sehr gebannt den Ausführungen der Lehrkraft.
Die Aufführung der Feuerzangenbowle im Neuen Theater ist ein großer Erfolg gewesen. Der »Knabenchor« im Musikunterricht von Referendarin Eva lauscht sehr gebannt den Ausführungen der Lehrkraft. Foto: Wiebke Henke

Ein wahrer Glücksgriff

Dies hat sich auch das Volksbildungswerk gedacht, und das Stück auf die Espelkamper Theaterbühne gebracht. Dies war ein wahrer Glücksgriff. Denn das Ensemble des Altonaer Theaters griff den Flair des Originals auf. Den Schauspielern gelang es, den Klamauk hinreißend-schön, rasant und mit viel Pfiff auf die Bühne zu bringen.

So manche Lachsalve wurde abgefeuert und traf genau ins Zwerchfell der Besucher im restlos ausverkauften Neuen Theater. Der Stoff ist alt-bekannt. Dem Ensemble gelang es aber trotzdem, jeden Witz und jeden Sketch frisch rüberzubringen, so dass die Zuschauer gar nicht anders konnten, als sich so manches Mal auf die Schenkel zu klopfen vor Lachen.

Bekannte Geschichte

Während eines Abends mit Feuerzangenbowle – an dem Justiziar Fleisch (Klaus Falkhausen), Bankier Etzel (Franz-Joseph Dieken) und Apotheker Fröbel (Ole Schlosshauer) teilnehmen – entsteht die Schnapsidee Dr. Johannes Pfeiffer (Tommaso Cacciapuoti) auf »die Penne« zu schicke. Denn das hat der ehemalige Privatschüler nie erlebt.

Pfeiffer soll das Versäumte nachholen – inklusive der »guten alten Streiche«. Die Idee hat ihren Reiz – und das dann gebotene Schauspiel auf der Bühne des Neuen Theaters ebenso. Das Ensemble des Altonaer Theaters zeigte »Die Feuerzangenbowle« vor ausverkauftem Haus und begeistertem Publikum.

Pfeiffer mit drei »F«

Und so kommt Dr. Johannes Pfeiffer als junger Hans Pfeiffer nach Babenberg. Einquartiert im Gasthaus der fürsorglich-aufdringlichen Witwe Windscheid (amüsant gespielt von Hannelore Dröge) lernt er Land und Leute und die »Penne« kennen. Als Pfeiffer mit drei »F« lernt er bei Professor Crey, genannt Schnauz, (Ole Schlosshauer) Naturwissenschaftliches, beim nicht zu strengen »Bömmel« die Lehre von der Dampfmaschine (Franz-Joseph Dieken) und Musisches bei der schönen Referendarin Eva Knauer (Verena Wolfien) kennen.

Doch rund um den nicht immer allzu ernsten Unterricht stehen die Streiche der pubertierenden Lausbuben Rudi Knebel (Ole Bielefeldt), Husemann (Steffen Köster), Rosen (Marc Laade), Ackermann (Tim Albers), Melworm (Thomas Franz) und dem kleinen Luck (Karsten Kramer) im Mittelpunkt des Geschehens.

Wunderschöne Tochter

Die wunderschöne Tochter des Direktors, Eva, verdreht den Bengeln zudem sichtlich den Kopf – insbesondere dem jungen Pfeiffer, sehr zum Missfallen von Pfeiffers Freundin Marion (ebenfalls gespielt von Verena Wolfien). Der scheinen die Felle davon zu schwimmen, denn Pfeiffer entscheidet sich, in Babenberg zu bleiben.

»Die Feuerzangenbowle« hat alles, was es für einen humorvollen, unterhaltsamen, entspannten Abend im Theater braucht. Eine amüsante Geschichte, in die sich jeder hineinversetzten kann. Wer hat schließlich nicht die Schulbank gedrückt und den Paukern so manchen Streich gespielt. Das spürbar losgelöste Publikum dankte mit viel Applaus und lauten »Bravo«-Rufen den Schauspielern aus der Hansestadt für die Darbietung, die Jung und Alt gleichermaßen begeisterte.

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