370 Schüler beim Berufsorientierungsparcours im Espelkamper Bürgerhaus »Der BOP ist ein Selbstläufer«

Espelkamp (WB). Leises Gemurmel und gedämpfte Stimmen erfüllen den großen Saal im Bürgerhaus. Es wird deutlich: Im Saal werden Dinge vorgestellt, die großes Interesse wecken.

Von Felix Quebbemann
Sintje Nobbe (rechts) und Annalena Möller, beide 14 Jahre und aus der Klasse 8c des Söderblom-Gymnasiums, haben sich am Stand des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Minden über die dortigen Berufe informiert.
Sintje Nobbe (rechts) und Annalena Möller, beide 14 Jahre und aus der Klasse 8c des Söderblom-Gymnasiums, haben sich am Stand des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Minden über die dortigen Berufe informiert. Foto: Felix Quebbemann

14. Auflage

370 Schüler aus den achten Klassen dreier Espelkamper Schulen – Söderblom-Gymnasium, Birger-Forell-Sekundarschule und Bischof-Hermann-Kunst-Schule – haben den Berufsorientierungsparcours (BOP) besucht.

Zum 14. Mal hat der Stadtmarketingverein mit dem Technikzentrum Minden-Lübbecke den BOP ausgerichtet. »20 Unternehmen stellen mehr als 30 Berufe vor«, sagte Bärbel Rahn vom Technikzentrum. In insgesamt zwei Durchgängen konnten sich die Jugendlichen über verschiedene Berufsbilder informieren.

Schaltkreise

Sintje Nobbe und Annalena Möller hatten am Tisch des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Minden Platz genommen. Die beiden 14-jährigen Söderblomerinnen seien noch relativ unentschlossen, was die künftige Berufswahl angeht, sagten sie. »Ich würde gerne etwas mit Menschen machen«, erklärte Annalena, während sie sich über die verschiedensten Tätigkeiten im Schifffahrtsamt informieren ließ.

Ruben Detering und Justin Holin von der 8e des Söderbloms ließen sich am Stand der Firma Plümat die Schaltkreise erläutern. Auszubildender Felix Kammann erklärte den beiden Schülern, worauf sie beim Verbinden der Schaltkreise achten mussten, damit am Ende alle Lampen auf dem Bord leuchteten. Ruben Detering findet den BOP-Tag gut. Man könne schauen, was es für verschiedene Berufe gebe, sagte er. Genau das sei das Hauptziel des BOPs, erklärte Dirk Engelmann-Homölle vom Stadtmarketingverein.

Großes Interesse

Bärbel Rahn ergänzte, dass sie die Erprobungsphase der Schüler »sehr schön findet«. Jedes Unternehmen habe an seinem Tisch viel Liebe zur Gestaltung bewiesen. Birgitt Hafer, Ausbildungsleitung bei der Rahdener Firma Kolbus, ergänzte, dass »der Beruf im Vordergrund stehen soll. Heute bleiben die Fähnchen und die Firmenwerbung mal im Hintergrund«, sagte sie. Der Berufsorientierungsparcours sei ein Selbstläufer geworden, wie Rahn weiter erzählte. Der Espelkamper BOP sei einer der ersten überhaupt in der Richtung gewesen. Das Interesse der Schüler und der Unternehmen sei nach wie vor groß.

Hafer erläuterte weiter, dass man den Schülern verdeutlichen müsse, dass es nicht nur darauf ankomme, immer nach dem Abitur zu streben. Auch mit einem Real- oder Hauptschulabschluss könne man nicht nur gute Jobs finden sondern auch neben der Ausbildung noch das Abitur bauen. Die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Senckel unterstützte diese These und sagte, dass auch die Mittlere Reife eine gute Basis für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben sei.

Notensystem

Währenddessen gingen die Schüler von Station zu Station. Auf einem Laufzettel konnten sie sich notieren, welcher Beruf ihnen gut gefallen hat und welcher weniger – mit dem gleichen Notensystem wie in der Schule.

Der BOP bildet den Auftakt für die Berufsausbildungswoche. Die Berufsausbildungsmesse BAM wird am Mittwochabend im Neuen Theater eröffnet. Am Donnerstag und Freitag hat die BAM ab 8.30 Uhr im Bürgerhaus geöffnet. Am Samstag ab 10 Uhr. Dann gibt es auch die Möglichkeit, beim Speed-Dating noch einen freien Ausbildungsplatz zu bekommen.

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