Gäste aus Lübbecke und Minden informieren sich bei den Espelkampern Stadtführer wollen zusammenarbeiten

Espelkamp (WB). Stadtführungen gewinnen in Espelkamp und Umgebung mehr und mehr an Reiz. Es sind die Orte und die Stadtführer, die die Veranstaltungen zum Erfolg in der Stadt und für die Region machen.

Von Andreas Kokemoor
Die Stadtführer und ihre Gäste vor historischer Kulisse auf Schloss Benkhausen.
Die Stadtführer und ihre Gäste vor historischer Kulisse auf Schloss Benkhausen. Foto: Kokemoor

Sie sind keine echten Historiker oder Geschichtsexperten: die Stadtführer aus Espelkamp, Lübbecke und Minden. Mit ihrem gesammelten Wissen und voller Ideen wissen sie aber immer wieder zu faszinieren, in den Bann zu ziehen und das Interesse nach weiteren Führungen zu wecken.

Espelkamp ist eine junge Stadt, umgeben von jahrhunderte alten Ortschaften. Die Stadtführer wissen mit diesen verbindenden Eigenschaften seit vielen Jahren tausende Besucher zu begeistern, die somit die Stadt in guter Erinnerung behalten und gerne wiederkommen.

Farbiges Espelkamp

Immer wieder gefragt ist das farbige Espelkamp – auf neuen Wegen, natürlich auch das »histoirsche« Espelkamp, »Aus einer Munitionsfabrik entsteht eine Stadt«, sowie Unternehmen, örtliche Einrichtungen und Museen, Fahrradtouren, bis hin zu landwirtschaftlichen Betrieben.

Seit fünf Jahren stehen die Espelkamper Stadtführer im Erfahrungsaustausch mit den Kollegen in Lübbecke und seit vier Jahren mit den Stadtführern in Minden. Zu einem erneuten Treffen kam es jetzt am Freitag auf Schloss Benkhausen mit anschließendem Besuch des »Alten Ladens« sowie der Alten Schule in Fabbenstedt mit einer historischen Schulstunde gehalten von Fritz Lusmöller.

Neue Ideen gesammelt

Karl-Heinz Tiemeier von den Stadtführern Espelkamp nahm beim anschließendem gemütlichen Beisammensein mit Kaffee und Kuchen, serviert von den Landfrauen aus Fabbenstedt aus den Reihen der Lübbecker Kollegen die Idee von Stadtführungen mit Demenzkranken mit. Der Gedanke dabei ist, dass sich Menschen mit dieser Erkrankung, an bestimmten Orten vielleicht an früher erinnern könnten. Wie und ob vergleichbare Führungen in Espelkamp umgesetzt werden könnten, darüber wollten sich die Stadführer noch intensiver unterhalten, erklärte Tiemeier.

Mit den Mindener Kollegen möchte Tiemeier konkreter über die Umsetzung von Stadtführungen mit so genannten »Segways« reden. Anstatt zu Fuß oder mit dem Fahrrad, oder Bus könnten Teilnehmer die nähere Umgebung per Segway, einem zweirädrigen Elektro-Scooter, »erfahren«, sagt Tiemeier.

Interesse an kulinarischen Führungen

Die geführte Tour könnte durch die Stadt, vorbei an zahlreichen Bauwerken, sogar durch enge Gassen führen. Die Gäste interessierten sich in Espelkamp insbesondere für das »Fünf-Gänge-Menü«, den kulinarischen Rundgang, durch das »köstiche Epelkamp«, vorbei an an erzählens- und berichtenswerten Häusern mit Stopps an ausgewählten gastronomischen Betrieben. Im vergangenen Jahr haben 100 Interessierte daran teilgenommen.

Tiemeier könnte sich mit Blick in die Zukunft vorstellen, dass die Ortschaften bei den Espelkamper Stadtführungen eine größere Rolle einnehmen könnten.

»Die Mindenener und Lübbecker sind überrascht, wie die junge Stadt Espelkamp – ohne Altstadt – mit ihren bunten Häusern Neugierde wecken kann«, sagte Tiemeier.

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