Soziale Stadt: Regierungspräsidentin übergibt Bescheid über 1,5 Millionen Euro »Espelkamp ist eine sichere Bank«

Espelkamp (WB). Das Quartiersmanagement und der Bau des Mehrgenerationenparks – dies sind nur zwei elementare Punkte, die im zweiten Teil des Förderprogramms »Soziale Stadt« in Espelkamp unterstützt werden sollen.

Sie freuen sich über die Fördermittel, unter anderem für den Mehrgenerationenpark im Borås-Park: Reinhard Bösch (SPD-Fraktionsvorsitzender, von links), Marianne Thomann-Stahl, Heinrich Vieker, Kämmerer Jens Röhe, Hans-Jörg Schmidt, Wilfried Windhorst (CDU Fraktionsvorsitzender), Gisela Vorwerg (stellvertretende Bürgermeisterin, FDP) und Gunther Kramer.
Sie freuen sich über die Fördermittel, unter anderem für den Mehrgenerationenpark im Borås-Park: Reinhard Bösch (SPD-Fraktionsvorsitzender, von links), Marianne Thomann-Stahl, Heinrich Vieker, Kämmerer Jens Röhe, Hans-Jörg Schmidt, Wilfried Windhorst (CDU Fraktionsvorsitzender), Gisela Vorwerg (stellvertretende Bürgermeisterin, FDP) und Gunther Kramer. Foto: Felix Quebbemann

Moderne, bunte Stadt

Um dies umsetzen zu können, hat am Freitagvormittag Marianne Thomann-Stahl den Bewilligungsbescheid für eine Förderung in Höhe von 1,5 Millionen Euro im Rathaus übergeben. »Das ist ein Augenblick, dem wir entgegengefiebert haben«, sagte Bürgermeister Heinrich Vieker. 2007 habe die Stadt bereits eine Förderung im Rahmen des Programms »Soziale Stadt« erhalten und nur gute Erfahrungen gemacht. Espelkamp hat sich dadurch nicht nur zu einer modernen, bunten Stadt entwickelt. Die damals bewilligten 7,7 Millionen Euro Fördermittel hätten die zehnfache Menge an Investitionen nach sich gezogen, so Vieker.

Er lobte die guten Beziehungen der Stadt Espelkamp zur Bezirksregierung und betonte, dass Espelkamp auch in der Lage sei, die Gegenfinanzierung für zugesagte Fördermittel darzustellen, »so dass das Geld hier bleibt«. Einer Förderung durch öffentliche Mittel muss grundsätzlich eine bestimmte Summe an Investitionen durch den kommunalen Haushalt gegenüberstehen.

Gegenfinanzierung

Marianne Thomann-Stahl zeigte sich bei der Übergabe ebenfalls glücklich, dass die Mittel aus der Förderung im Bezirk Ostwestfalen-Lippe bleiben. Espelkamp sei in dieser Beziehung »eine sichere Bank«. »Es ist eine schöne Sache, wenn man so verlässliche Partner hat. Wenn Espelkamp etwas beantragt, hat das Hand und Fuß«, lobte die Regierungspräsidentin. Die Stadt sei immer in der Lage, die Gegenfinanzierung darzustellen.

Die Förderung von 1,545 Millionen Euro sei ganz schön viel Geld. Das bedeute auch für die Stadt, dass sie viel Geld in die Hand nehmen müsse. Thomann-Stahl erklärte, dass Espelkamp von 2007 bis ins Jahr 2020 beinahe 48 Millionen Euro an Investitionen vorgesehen habe. 14,3 Millionen Euro seien davon Fördermittel. Mehr als 30 Millionen müssten von der Stadt selbst geschultert werden. »Das ist gut angelegtes Geld«, sagte Thomann-Stahl. Denn sie höre immer wieder, das Espelkamp eine »liebenswerte Stadt« sei.

Quartiersmanagement

Von den Fördermitteln sind 380 000 Euro für das Quartiersmanagement vorgesehen. Hans-Jörg Schmidt, Geschäftsführer der Aufbaugemeinschaft, erläuterte, dass es beim Quartiersmanagement das Ziel sei, das Erreichte gemeinsam mit den Bürgern zu verfestigen. »Wir wollen die Menschen zueinander bringen und vieles reaktivieren.« Schmidt sprach von »Heimat schaffen«. Hierfür soll es künftig »einen Kümmerer vor Ort« geben. »Ab Oktober soll ein Quartiersbüro fertig sein.« Die Aufbau will »Präsenz vor Ort« zeigen. Zudem soll das Quartiersmanagement in Zusammenarbeit mit der Ruhr-Universität Bochum auch wissenschaftlich begleitet werden.

Die Quartiere Burano, Brandenburger Ring und Gabelhorst werden durch das Quartiersmanagement betreut. Die Aufbau will mit den Einwohnern zeigen, wie »schön miteinander leben sein kann und Wünsche aktivieren«.

Schmidt sprach auch das neue Wohnhaus für 13 behinderte Menschen im Glatzer Garten an. Dort sei ein Inklusionspark denkbar, in dem man Quartiersfeste feiern könne.

Mehrgenerationenpark

Heinrich Vieker sprach ebenfalls den Bau des Mehrgenerationenparks im Borås-Park an. Dafür seien mehr als 500 000 Euro aus den Fördermitteln vorgesehen, sagte er. Die bislang getätigten Arbeiten dort, die von vielen Bürgern kritisch begleitet worden waren, fielen noch nicht in die Förderung. Sie dienten lediglich zur Herrichtung des Platzes. Für das Abholzen der Bäume haben die Verwaltung und die Politik viel Kritik einstecken müssen. »Dabei haben wir im Vorfeld die Bürger in Workshops befragt. Und es ist genauso gemacht worden, wie die Bürger es gesagt haben«, sagte Vieker.

Die Regierungspräsidentin Thomann-Stahl überzeugte sich schließlich vor Ort im Borås-Park über das Projekt.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.