Modellhubschraubertreffen des MSC Falke lockt Besucher nach Frotheim Ein Hobby mit großer Fangemeinde

Espelkamp-Frotheim (WB/ko). Im Osterwald am Kleiholzweg in Espelkamp sind die Blicke am vergangenen Wochenende wieder nach oben gegangen.

Ralph Kayser hat so manch neugierigen Blick auf sich gezogen. Er lässt seinen gondelgesteuerten, mit vier Rotoren ausgestatteten Hubschrauber, so wie er im Kino-Blockbuster »Avatar – Aufbruch nach Pandora« zu sehen ist, in die Luft steigen.
Ralph Kayser hat so manch neugierigen Blick auf sich gezogen. Er lässt seinen gondelgesteuerten, mit vier Rotoren ausgestatteten Hubschrauber, so wie er im Kino-Blockbuster »Avatar – Aufbruch nach Pandora« zu sehen ist, in die Luft steigen. Foto: Andreas Kokemoor

Neuheiten

Der Modellsportclub (MSC) Falke hat auf seinem Flugplatz in Frotheim zum Modellhubschraubertreffen eingeladen. Besondere Aufmerksamkeit hat Ralph Kayser aus Petershagen genossen. Die Besucher und Modellbaufreunde, die an diesem Tag aufgebrochen sind, um in Frotheim das Hobby Modellhubschrauber kennenzulernen oder Neuheiten zu sehen, fühlen sich am Ausstellungstisch des 53-Jährigen fast so, als wären sie im Kino: Kayser, der seit 40 Jahren Modellhubschrauber baut und fliegen lässt, zeigt einen gondelgesteuerten, mit vier Rotoren ausgestatteten Hubschrauber, so wie er im Kino-Blockbuster »Avatar – Aufbruch nach Pandora« zu sehen ist. Kayser erklärt, dass sein Fluggerät keine Drohne und kein Quadrokopter sei.

Als Stammgast hat sich selbstverständlich Thomas Czygan aus Gelsenkirchen das Treffen in Frotheim nicht entgehen lassen. Seit 35 Jahren sei er mit dabei. Für ihn stehen die Kontakte zu Gleichgesinnten im Vordergrund. »Ich kenne die meisten Leute und freue mich, neue kennenzulernen.«

Nachbauten

Czygan lässt ausschließlich originalgetreue Nachbauten fliegen. In Frotheim hat der 53-jährige Modellflieger unter anderem einen Transporthubschrauber, mit dem einst Waldarbeiter in Kanada zu ihrer Arbeit flogen, sowie im Kontrast dazu einen Hubschrauber für VIP-Flüge präsentiert. Früher sei er selbst Hubschrauber-Pilot gewesen und habe den Rettungshubschrauber Chri­stoph Duisburg geflogen.

Benjamin Fischer aus Rahden hat seinen Black Thunder ebenfalls abheben lassen. Er ist seit zehn Jahren Vereinsmitglied beim MSC Falke und fliegt seit 15 Jahren ausschließlich 3D-Modelle. »Ich möchte nicht nur nach links und rechts fliegen. Ich möchte mehr zeigen können«, lautet sein Anspruch. Er führt unter anderem Loopings, Pirouetten und Achten vor. Sein Sohn Phineus (11) ist ebenfalls Modellflieger. Er ist zudem Liebhaber der Segelfliegerei.

100 Mitglieder

»Das Hobby Modellfliegen hat nach wie vor viele Anhänger jeden Alters«, sagt Vereinsvorsitzender Hans-Jürgen Müller. Seit 1982 ist er Vorsitzender des MSC Falke Frotheim. Er zeigt sich mit dem Besuch beim Hubschraubertreffen zufrieden. 100 Mitglieder zähle der Verein, der sich 1964 gegründet habe. 15 Jugendliche habe der Verein. Ihnen kann er aus Erfahrung sagen, dass es einen Anfängerhubschrauber nicht gibt. »Lernen muss man es sowieso.« Für ihn persönlich habe aber das Bauen der Modelle einen großen Stellenwert. Dennoch weiß Müller: »Es gibt für relativ wenig Geld gute Modell-Hubschrauber zu kaufen.« Geflogen werde praktisch jeden Tag. Haupttage seien die Samstage und Sonntage. Die weiteren Termine des MSC Falke sind: Sonntag, 25. Juni – Segelfliegen. Samstag und Sonntag, 19. und 20. August – Freundschaftsfliegen.

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