Treffen der Frauenhilfen: Diakone berichten über ihre Tätigkeit »Die Arbeit hat sich verändert«

Espelkamp-Frotheim/Altkreis Lübbecke (WB). Mit vergnüglichen Stunden in der Gemeinschaft Kraft tanken, sich manchmal auch aufrichten lassen und mit guter Laune nach Hause gehen – das gelingt bei den Treffen der Frauenhilfen und Abendkreise immer wieder. So auch beim großen Frühjahrstreffen aller Gruppen und Abendkreise des Kirchenkreises Lübbecke am Mittwoch im Frotheimer Gasthaus Albersmeyer.

Von Anja Schubert
Planten und gestalteten das beliebte Frühlingstreffen der Frauenhilfen: Superintendent Dr. Uwe Gryczan, Doris Tegeler, Pfarrerin Sabine Heinrich, Margarete Jürgensen, Christa Aussieker, Thomas Dullweber sowie (vorn) Gisela Gräber und Peter Dürr.
Planten und gestalteten das beliebte Frühlingstreffen der Frauenhilfen: Superintendent Dr. Uwe Gryczan, Doris Tegeler, Pfarrerin Sabine Heinrich, Margarete Jürgensen, Christa Aussieker, Thomas Dullweber sowie (vorn) Gisela Gräber und Peter Dürr. Foto: Anja Schubert

100 Mitglieder waren der Einladung des Bezirksvorstandes gefolgt und erlebten gesellige, besinnliche und informative Stunden, die ausreichend Zeit für einen gemütlichen Plausch bei Kaffee und Kuchen boten.

Wenn Gisela Gräber auch durch einen Sturz etwas gehandicapt war, brauchten die Frauen auf das lieb gewordene Auftaktgedicht von ihr nicht zu verzichten. Die Bezirksvorsitzende hatte sich in diesem Jahr für die Weisen »Liebe Sonne« von Heinz Erhardt entschieden, denen die Gäste gebannt lauschten.

Superintendent liest vor

Mit der Geschichte »Der Mai und die Kinder« von James Krüss zog Superintendent Dr. Uwe Gryczan in seiner kurzen Andacht einen Vergleich zwischen der Bedeutung des Wonnemonats und der Lebenszeit im christlichen Glauben. So sehr der Wettstreit der Monate auch amüsierte, ließen sich unschwer viele Körnchen Wahrheit erkennen.

»Das Grau ist vorüber, das Trübe gewichen, die Vögel fangen an zu zwitschern und die Knospen blühen auf. Wer die Kälte kennen gelernt hat, weiß die Wärme schätzen. Das Wechselspiel ist ein Geschenk der Schöpfung Gottes«, ermutigte der Superintendent, dem Herrn für diese die Seele beeinflussenden Naturereignisse zu danken und mahnte pfleglich damit umzugehen, um Katastrophen zu vermeiden.

»Auf den Winter folgt ein neuer Frühling und genauso ist es mit dem Leben«, verdeutlichte er, dass dem Weg von Geburt, Jugend, Erwachsenenalter und der irgendwann nahenden Erwartung des Todes der Beginn eines neuen ewigen Lebens in Gottes Reich folge.

Interessanter Vortrag

Als Referenten hatte der Bezirksvorstand dieses Mal die evangelischen Diakone Peter Dürr und Thomas Dullweber gewinnen können, die unter dem Motto »Es ist normal, verschieden zu sein« aus ihrer Erfahrung mit Veränderungen in der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen berichteten.

So unterschiedlich die Biografien der beiden Diakone – zugleich Mitarbeiter des Wittekindshofes (der eine von Geburt an als Pfarrsohn christlich geprägt, der andere als kirchenfremder auf den Glaubenspfad gebracht – auch sind: »Die menschlichen Begegnungen sind das Wesentliche und Ermutigende«, zeigten sie unterhaltsam auf.

Gesellschaft hat sich verändert

»Die Gesellschaft hat sich geöffnet, Pflegekonzepte haben sich komplett gewandelt. Die Bedürfnisse der Menschen stehen heute im Vordergrund.« Die Verabschiedung neuer Behindertenkonventionen in 2009 und der Inklusionsgedanke hätten Türen geöffnet, damit Menschen mit Behinderungen ihren Platz an der Seite Nichtbehinderter fänden.

Musikalisch wurde der Nachmittag von Pfarrerin Sabine Heinrich an der Gitarre und vom Hausmusikkreis Benkhausen umrahmt. Schon jetzt freuen sich die Damen aus allen Kirchengemeinden des Kirchenkreises Lübbecke auf das Herbsttreffen mit Abendmahlsgottesdienst am 27. September in Wehdem.

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