Schüler des Espelkamper Söderblom-Gymnasiums sammeln für einen guten Zweck Kunststoffdeckel gegen Kinderlähmung

Espelkamp (WB). Mit einem Deckelprojekt wollen die Söderblomer Gymnasiasten einen Beitrag zur Bekämpfung der Kinderlähmung leisten.

Die Söderblomer sammeln fleißig Kunststoffdeckel und leisten damit einen Beitrag zur Bekämpfung der Kinderlähmung. Die Mitglieder der Schülervertretung Moritz, Vanessa, Judith, Jule und Cedric zeigen einen Teil der gesammelten Deckel.
Die Söderblomer sammeln fleißig Kunststoffdeckel und leisten damit einen Beitrag zur Bekämpfung der Kinderlähmung. Die Mitglieder der Schülervertretung Moritz, Vanessa, Judith, Jule und Cedric zeigen einen Teil der gesammelten Deckel.

Und dabei spielt der Kunststoff eine wichtige Rolle. »Seit Beginn des Schuljahres unterstützt das Gymnasium die Sammlung von Verschlussdeckeln aus hochwertigen Kunststoffen (HDPE und PP). Deren anschließender Verkauf kommt dem Programm des Rotary Clubs ›End Polio now‹ zugute«, erläutert Lehrerin Elisabeth Müller-Prunsche.

Weltweite Aktion

Ziel dieser weltweiten Aktion sei es, die Kinderlähmung (Poliomyelitis), eine durch Polioviren hervorgerufene Infektionskrankheit, endgültig zu besiegen. Diese Krankheit befällt hauptsächlich Kinder unter fünf Jahren. Sie kann Lähmungserscheinungen hervorrufen und bis hin zum Tod führen. »In Deutschland gilt die Krankheit als ausgerottet, aber in einigen Ländern tritt sie noch auf, und so lange Polioviren noch generell aktiv sind, besteht die Gefahr der Verbreitung auch weiterhin. Polio ist nicht heilbar. Nur durch Impfung können Kinder zuverlässig geschützt werden.«

Und dabei setzt das Deckel-Projekt an. »Für je 500 Deckel wird eine Impfdosis ermöglicht, die ein Kind vor dieser furchtbaren Krankheit bewahren kann. In Frage kommen alle Kunststoffdeckel von Ein- und Mehrwegflaschen, Shampoo-Flaschen, Getränkekartons für Milch oder Saft, Zahnpastatuben oder auch Verpackungen von Überraschungseiern.«

Frei von Rückständen

Metalldeckel, Kronkorken und Deckel, die nicht die Bezeichnung HDPE oder PP tragen, seien nicht erlaubt, um die Sortenreinheit nicht zu gefährden. Auch müssten die Deckel frei von Rückständen (Lebensmittel, Aufkleber oder ähnlichem) sein, so Müller-Prunsche.

Inzwischen wurden am Söderblom-Gymnasium schon mehr als 50 000 Deckel gesammelt – das entspreche etwa 100 Impfdosen, und darauf sei die Schülervertretung stolz, die diese Aktion an der Schule betreut.

Etwas Gutes bewirken

»Woher weiß man, dass es schon so viele sind? Sie werden in Säcken gesammelt und gewogen. Dann werden ein paar Kilo ausgezählt und auf das Gesamtgewicht hochgerechnet«, erläutert Müller-Prunsche das Vorgehen bei der Aktion.

Und das Deckelsammeln, erklärt die Schülervertretung (SV) des Söderblom Gymnasiums, gehe weiter. »Auf diese Weise kann mit einfachen Mitteln etwas Gutes bewirkt werden«, sagen die Jugendlichen.

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