Umbau der Thomaskirche: Presbyterium lädt zur Gemeindeversammlung ein Presbyterium: »Wir bleiben im Budget«

Espelkamp (WB). Der Umbau der Thomaskirche rückt näher. Das Presbyterium hat für nächste Woche zu einer weiteren Gemeindeversammlung eingeladen.

Von Felix Quebbemann
Die Front der Thomaskirche wird sich wahrscheinlich in naher Zukunft verändern. Während einer Gemeindeversammlung wird am kommenden Dienstag noch einmal über die Umbaupläne gesprochen.
Die Front der Thomaskirche wird sich wahrscheinlich in naher Zukunft verändern. Während einer Gemeindeversammlung wird am kommenden Dienstag noch einmal über die Umbaupläne gesprochen.

Dort soll den Gemeindemitgliedern noch einmal die Gelegenheit gegeben werden, sich zu den Plänen zu äußern, die bereits von kirchlicher Seite das »Okay« bekommen haben.

Genehmigung

In der Einladung des Presbyteriums heißt es: »Die Vorbereitungen und Planungen für den Bau des Thomaszentrums sind abgeschlossen. Die Baugenehmigung und die kirchenaufsichtliche Genehmigung sind erteilt, und der Kostendeckungsplan ist erstellt und beschlossen. Vor dem Ausführungs-Beschluss wird das Presbyterium in der Gemeindeversammlung noch einmal öffentlich über das Projekt informieren.« Die Versammlung wird am kommenden Dienstag ab 18.30 Uhr im Thomashaus ausgerichtet.

Pfarrer Falk Becker erläuterte im Gespräch mit dieser Zeitung, dass die Pläne im Großen und Ganzen so bleiben würden, wie sie ursprünglich vorgesehen waren. Diese Pläne wurden bereits in der jüngeren Vergangenheit in einigen Gemeindeversammlungen vorgestellt (wir berichteten). Demnach sollen rechts und links vor der Thomaskirche zwei Flügel als Entree gebaut werden. Diese beiden Gebäude sollen künftig gemeinsam mit der Kirche das Gemeindezentrum bilden. Das Thomashaus hinter der Kirche ist baufällig und soll abgerissen werden.

Fassade

Becker erklärte, dass die Sandsteinplatten im Eingangsbereich, die im Original verlegt wurden, auch im Anbau wieder eingelegt würden. Zudem werde zwar die Fassaden-Front neu gebaut. »Sie wird sich aber optisch nicht von der alten unterscheiden«, so Becker. Der künftige Vorteil liege jedoch darin, dass die Fassade nach energetischen Gesichtspunkten auf dem neuesten Stand ist.

Beim Umbau der Thomaskirche muss vorsichtig vorgegangen werden, da das Gebäude unter Denkmalschutz steht. Die Orgel werde im Übrigen in der Kirche bleiben, erklärte der Pfarrer, der auch Vorsitzender des Presbyteriums ist.

Umbaukosten

Insgesamt sind für den Umbau 1,4 Millionen Euro vorgesehen. Die Auflage des Kirchenkreises sei gewesen, dass mindestens 70 Prozent der Angebote der Handwerker vorliegen müssten, um zu schauen, ob man im Budget bleibe. Dies sei nun der Fall, erklärte Becker gegenüber dieser Zeitung. »Und unser Architekt hat erklärt, dass wir auch im Budget bleiben.«

Durch die Gemeindeversammlung in der kommenden Woche solle noch einmal den Befürwortern des Projekts wie auch den Gegnern des Vorhabens Gelegenheit gegeben werden, sich zu äußern, sagte Becker. Das Presbyterium setzt sich nach der planmäßig angesetzten Gemeindeversammlung zusammen, um abschließend über den Ausführungs-Beschluss abzustimmen. Becker erklärte, dass die Äußerungen in der Gemeindeversammlung in der Sitzung des Presbyteriums berücksichtigt würden.

Verkauf der Michaelskirche

Mit dem Neubau des Gemeindezentrums an der Thomaskirche soll das Gemeindeleben in der Martinskirchengemeinde zentraler gestaltet werden. Die Michaelskirche wird verkauft. Dort konnte Becker schon beinahe Vollzug vermelden. »Die Nachfolgenutzung ist so gut wie in trockenen Tüchern.« Bevor jedoch der Vertrag noch nicht unterschrieben sei, wolle er keine weiteren Angaben machen.

Fest steht jedoch bereits, dass den Mitgliedern der Martinskirchengemeinde einmal im Monat die Möglichkeit gegeben werden soll, in der Michaelskirche noch einen Gottesdienst feiern zu können, ebenso zu Weihnachten.

Kirchenbus

»Wir sind derzeit dabei, einen Kirchenbus zu organisieren, der vor allem die älteren Mitglieder zu den Gottesdiensten in der Thomaskirche fahren soll«, sagte Becker. Es gebe viele ältere Gemeindemitglieder im Westen der Stadt, die nicht so mobil seien. Sie soll der Kirchenbus künftig zu den Gottesdiensten im neuen Thomasgemeindezentrum bringen und im Anschluss auch wieder nach Hause fahren.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.