Aktionswoche »Bunt statt schwarz-weiß« ist im Schulzentrum eröffnet worden Für mehr Vielfalt und Toleranz

Espelkamp (ko). Als »richtig gut« hat Bürgermeister Heinrich Vieker die von Stadtjugendpfleger Frank Engelhardt koordinierte Veranstaltungswoche »Bunt statt schwarz-weiß« (BSSW) bezeichnet.

Das Motto lautet »Bunt statt schwarz-weiß«. Das haben die Schüler der Birger-Forell-Sekundarschule wörtlich genommen. Mit bunten Shirts sind sie zur Eröffnung der Woche für mehr Toleranz und Vielfalt auf die Bühne getreten
Das Motto lautet »Bunt statt schwarz-weiß«. Das haben die Schüler der Birger-Forell-Sekundarschule wörtlich genommen. Mit bunten Shirts sind sie zur Eröffnung der Woche für mehr Toleranz und Vielfalt auf die Bühne getreten Foto: Andreas Kokemoor

200 Besucher

Die BSSW begann am Sonntagnachmittag in der Aula der Sekundarschule Espelkamp. 200 Gäste besuchten die Auftaktveranstaltung, die für Mitmenschlichkeit, Vielfalt, Toleranz und Demokratie in Espelkamp werben möchte. »Ich bin dankbar für die Fülle der Angebote und dankbar, dass sich so viele Einrichtungen in unserer Stadt kreativ und engagiert einbringen«, sagte Vieker in seiner Eröffnungsrede.

Denn neben der Stadt unterstützen noch zahlreiche andere Institutionen – wie der Jugendmigrationsdienst und der Verein Real Life – die BSSW.

Bühne frei!

»Bühne frei« hieß es dann für etwa 50 Schüler der fünften und siebten Klassen der Sekundarschule. Junge Musikschüler von Sabine Matthäus und Niko Hass sowie Kinder und Jugendliche der Arbeitsgruppe Darstellen und Gestalten von Claudia Schröder boten ein tolles Bühnenprogramm. Mit dabei waren auch die Crazy Pop Girls von Sabine Matthäus. Mit Tanz, Theater und Gesangseinlagen setzten sie ein Zeichen gegen Rassismus und für kulturelle Vielfalt. »Lasst uns aufstehen und die Hände reichen für eine bessere Welt. Im Herzen sind alle Menschen gleich«, lauteten die Botschaften.

»Ein weltoffenes, tolerantes, auf Vielfalt setzendes Espelkamp ist mir ein Herzensanliegen«, sagte Vieker. Die BSSW bilde sozusagen seit Anbeginn die DNA der Stadt. Der Bürgermeister appellierte an die Besucher und Akteure: »Das Anliegen unserer Veranstaltungsreihe ist eine Haltung, die sich an 365 Tagen im Jahr bewähren muss, im Alltag, in der Schule oder im Sportverein: überall da, wo Menschen aus verschiedenen Kulturen aufeinandertreffen.« Über die Aktionswoche hinausblickend sagte Vieker deswegen: »Und so finde ich es auch gut, dass über die heute beginnende Aktionswoche hinaus das ganze Jahr über Angebote zu diesem Thema in Espelkamp veranstaltet werden.«

»Die Rote Karte zeigen«

Heinrich Vieker wies auf die Ausstellung »Die Rote Karte zeigen« im Isy 7 hin – eine Präsentation, die sich mit den Ausprägungen von Rassismus und Vorurteilen beschäftigt. Die Ausstellung ist während der gesamten Woche im Jugendzentrum zu besichtigen.

Ein Besuch im Isy 7 bietet sich morgen sowieso an. Neben der Ausstellung gibt es dort zudem das Kontakt-Café, bei dem Flüchtlinge und Ehrenamtliche zusammentreffen. Dann besteht die Gelegenheit, nicht nur die interaktive Ausstellung zu besichtigen, sondern auch mit Asylsuchenden und Ehrenamtlichen ins Gespräch zu kommen.

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