In Frotheim treffen sich Musikfans zum Festival an der Stellerieger Straße Tolles Open Air mit großartigen Bands

Espelkamp (WB/ko). Das Open Air in Esspelkamp-Frotheim hat auch bei seiner achten Auflagen die Musikfans begeistert.

Die Band Mondo Mashup Soundsystem hat für richtig gute Laune beim Frotheim Open Air gesorgt. Mit ihrem Mix aus Reggae, Hip-Hop, Rap, Jazz, Funk und Soul haben sie bei der achten Auflage des Festivals überzeugt.
Die Band Mondo Mashup Soundsystem hat für richtig gute Laune beim Frotheim Open Air gesorgt. Mit ihrem Mix aus Reggae, Hip-Hop, Rap, Jazz, Funk und Soul haben sie bei der achten Auflage des Festivals überzeugt. Foto: Andreas Kokemoor

Die tolle Atmosphäre auf dem Hof Riechmann in der Stellerieger Straße ist bereits seit vielen Jahren bekannt und sorgte dafür, dass sich auch am vergangenen Wochenende die etwa 450 Besucher sehr wohl gefühlt haben. Im Zentrum des Open Airs standen aber natürlich die elf Bands. Und die haben für jede Menge Abwechslung gesorgt.

Zwei Bühnen

Erstmals gab es diesmal sogar zwei Bühnen. Lukas Riechmann – der bei der Planung, dem Aufbau und während der Veranstaltung von vielen Freunden unterstützt wurde –

hat das Festival unter dem Motto »Umsonst und Draußen« direkt am Mittellandkanal organisiert.

Familiär war das Musikfest aus gleich mehreren Gründen. Gleich in der ersten Band »Heroes of Tomorrow« aus Essen stand mit Leonard Berner als Bassist ein gebürtiger Frotheimer und langjähriger Helfer des Frotheimer Open-Air-Festivals auf der Bühne. Der 21-Jährige ehemalige Söderblomer, der 2013 sein Abi machte, spielte einst selbstverständlich in der Big-Band des Espelkamper Gymnasiums –gerne hätte er das Jahreskonzert in der Schulaula am Vorabend seines Auftrittes in Frotheim besucht. Das klappte aber nicht.

Ein besonderes Erlebnis

Des Weiteren war er Mitglied der Kirchenband No Name VIPs der Kirchengemeinde Isenstedt-Frotheim. Leonard Berner studiert seit eineinhalb Jahren in Bochum Umweltmanagement.

Für Berner war es ein besonderes Erlebnis, einmal auf der Frotheimer Bühne zu stehen, anstatt davor: »Man schwitzt mehr. Und die Atmosphäre ist auch von oben richtig Klasse.«

Moritz Herrmann aus Paderborn eröffnete das Frotheim Open-Air auf der Zeltbühne. Auch er kannte das Festival vom »Hörensagen«. Denn in Frotheim lebt seine Oma Frieda. Moritz Herrmann, der in Paderborn Popmusik studiert und dessen Künstlername Moe lautet, bewarb sich und erhielt den Zuschlag. Als er dies schließlich seiner Verwandtschaft erzählte, organisierte die spontan ein großes Familienfest auf dem Frotheimer Open Air. Moes Devise lautet »Jeder Song ist ein Liebeslied«.

Newcomer

Kapodesaster aus Frotheim und Herford war die nächste Band mit heimischer Besetzung. »Es ist uns ein großes Anliegen, Newcomer-Bands die Möglichkeit zu einem Auftritt vor großem Publikum zu geben«, sagte Lukas Riechmann. Mittlerweile würden sich aber auch schon die großen Bands aus ganz Deutschland um einen Auftritt auf den Frotheimer Bühnen bewerben.

Und der Veranstalter traf die richtige Auswahl. Gute Laune war garantiert. Die Mischung stimmte. Punk traf auf Akustik-Klänge, Rock auf Elektrobeats. Der Funke sprang von jeder Gruppe auf das Publikum über – und umgekehrt.

Höhepunkt

Ein Höhepunkt am Abend war die zehnköpfige Band Mondo Mashup Soundsystem aus Krefeld, die mit den weitesten Anreiseweg hatten. Und ihr Name war Programm. Mondo Mashup Soundsystem bot eine tolle Mischung aus Reggae, Hip-Hop, Rap Jazz, Funk und Soul. Mit ihrer Bühnenperformance in Kostümen und Masken waren die dicht an dicht stehenden und hüpfenden Musiker zudem ein echter Hingucker.

Wohlfühlen

Die Band, die es liebt, all die großen und kleinen Bühnen der Welt zu bespielen, fühlte sich in Frotheim richtig wohl und brachte das Publikum zum Tanzen und Springen. »Danke an Lukas Riechmann. Es ist cool, wenn sich Leute zusammentun, Festivals organisieren und besuchen. Es müsste noch viel mehr Live-Musik geben, damit Leute Spaß haben und tanzen. Es ist schön in Frotheim sein zu dürfen.« So wie den Mitgliedern von Mondo Mashup-Soundsystem erging es auch den anderen Formationen. Sie alle fühlten sich, wie die Besucher, auf dem Festival-Gelände sehr wohl. Dies war auch den vielen ehrenamtlichen Helfern zu verdanken, die unter anderem Merch- und Essensstände betreuten.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.