5840 abgegebene Stimmen – IG verfehlt Quorum - Kritik vom Bürgermeister Die Waldschule kann kommen

Espelkamp (WB). Die Waldschule wird demnächst die neue Grundschule im Westen der Stadt werden.

Von Felix Quebbemann
Die Wahlhelfer haben die Stimmen ausgewertet. Insgesamt haben 56 Mitarbeiter der Verwaltung bis Viertel vor vier für die Auszählung benötigt.
Die Wahlhelfer haben die Stimmen ausgewertet. Insgesamt haben 56 Mitarbeiter der Verwaltung bis Viertel vor vier für die Auszählung benötigt. Foto: Arndt Hoppe

Denn obwohl der Bürgerentscheid zugunsten der Interessengemeinschaft und der Opposition ausgefallen ist, haben sie doch keinen Grund zum Feiern. Das Quorum von 3906 Ja-Stimmen, das notwendig gewesen wäre, um ein berechtigtes Interesse am Erhalt der beiden Grundschulstandorte Ernst-Moritz-Arndt (EMA) und Erlengrund nachweisen und eine Gültigkeit im Entscheid erlangen zu können, wurde mit 3552 Stimmen verfehlt.

Bürgermeister Heinrich Vieker verkündete das Ergebnis um Viertel vor vier. Demnach stimmten 3552 Wähler (64,81 Prozent) für den Erhalt der beiden kleinen Grundschulen. 1929 (35,19 Prozent) waren für den Zusammenzug in die Waldgrundschule. Von den 19 529 Wahlberechtigten nahmen lediglich 5840 Bürger an der Abstimmung teil. Die Wahlbeteiligung liegt damit nur bei 29,9 Prozent.

Klare Worte vom Bürgermeister

Bürgermeister Heinrich Vieker fand klare Worte in Richtung der Interessengemeinschaft. Doch zunächst einmal zeigte er sich zufrieden damit, dass das Quorum nicht erreicht wurde und somit der Verwaltungsvorschlag für die Wald-Grundschule nun umgesetzt werden kann.

In Richtung Opposition gewandt, sagte er, dass er es gut finde, dass es dem »Bündnis der Inhalte« nicht gelungen sei, das Schulthema in den Kommunalwahlkampf zu verschleppen. »Von der Agitation der Interessengemeinschaft bin ich sehr enttäuscht«, fuhr das Stadtoberhaupt weiter fort. Die IG-Mitglieder seien auch in diesem Bürgerentscheid nach dem Motto »Der Zweck heiligt die Mittel« vorgegangen.

Die Auszählung des Entscheids begann um 13 Uhr. 56 Mitarbeiter der Verwaltung haben die Stimmzettel ausgezählt.

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