Geflügelpest im Kreis Minden-Lübbecke – Putenbetrieb in Preußisch Oldendorf betroffen
Tiere werden vorsorglich getötet

Preußisch Oldendorf -

7000 Puten eines Mastbetriebs im Altkreis Lübbecke müssen jetzt auf Anordnung des Kreisveterinäramtes getötet werden. Aus Vorsicht.

Donnerstag, 04.03.2021, 19:23 Uhr aktualisiert: 05.03.2021, 11:20 Uhr
Der betroffene Putenmastbetrieb in Preußisch Oldendorf ist abgesperrt. Die hochansteckende Geflügelpest wird als Ursache der Krankheitsfälle in dem Tierbestand angenommen. Das Kreisveterinäramt hat die vorsorgliche Tötung der Tiere Foto: Peter Götz

Es besteht der dringende Verdacht, dass Tiere in dem Stall an der hochansteckenden Geflügelpest erkrankt sind.

Das Untersuchungsamt in Detmold hat den Nachweis des Virus (Influenza-Virus) bestätigt, teilte nun am Donnerstagnachmittag der Kreis Minden-Lübbecke mit. „Das finale und notwendige Testergebnis des zuständigen Friedrich-Loeffler-Instituts – FLI – steht aber noch aus“, sagte Kreissprecher Florian Hemann. Erst dann gilt ein Ausbruch der Geflügelpest als gesichert. Das Ergebnis wird nicht vor Freitag erwartet.

Betrieb in Preußisch Oldendorf

Für Geflügel gilt seit Mittwoch in ganz Ostwestfalen die Aufstallpflicht , auch für Hobbyhalter. In mehreren Kreisen besteht der Verdacht auf Ausbruch der Geflügelpest. Bei dem Betrieb im Altkreis Lübbecke – das Landesamt für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz (Lanuv) hatte von einem Betrieb mit 7000 Puten gesprochen – handelt es sich nach Informationen der LÜBBECKER KREISZEITUNG um einen Putenmastbetrieb in Preußisch Oldendorf. Von Seiten des Betriebs selbst wurde keine Auskunft gegeben, sondern an das zuständige Kreis-Veterinäramt verwiesen.

Das Veterinäramt hat aufgrund des dringenden Seuchenverdachts und auch aus Tierschutzgründen „die sofortige Räumung des Betriebes und weitere notwendige Maßnahmen“ veranlasst. Das bedeutet, dass die dort gehaltenen etwa 200 Tage alten Tiere mit Kohlendioxid betäubt und getötet werden. Anschließend übernimmt eine Tierbeseitigungsanstalt die Vernichtung der potenziell verseuchten Kadaver.

Überwachungszone eingerichtet

Sollte der Befund bestätigt werden, handelt es sich um den dritten Ausbruch in Nutzgeflügelbeständen in NRW in kurzer Zeit. In dem Fall wird das Veterinäramt des Kreises einen Sperrbezirk sowie ein Beobachtungsgebiet um den Seuchenbetrieb einrichten, kündigte der Kreis an. In diesem Gebiet sind dann von jedem Geflügelhalter Einschränkungen bezüglich des Tierverkehrs sowie der Abgabe von Produkten, die vom Geflügel stammen, zu beachten.

Bis zur Einrichtung eines Sperrbezirkes beziehungsweise Beobachtungsgebietes wird vom Lanuv eine sogenannte Überwachungszone eingerichtet, in der ebenfalls schon Einschränkungen bestehen, um die weitere Ausbreitung der Geflügelpest zu verhindern, bis das endgültige Ergebnis vorliegt.

Auch ein Nachbarhof des betroffenen Betriebes in Preußisch Oldendorf hat seine Hühner eingestallt. Dieser war bereits am Dienstag vom Kreis informiert worden.

Straßensperren eingerichtet

Wie es zu der Infektion in dem Stall gekommen ist, ist unklar. Alarmiert durch erhöhte Tierverluste hatte der Tierhalter selbst erste Laboruntersuchungen beauftragt und dann den Erkrankungsverdacht dem Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises gemeldet. Am Dienstagnachmittag untersuchte ein amtlicher Tierarzt den Bestand und nahm Proben. Da das Grippevirus nachgewiesen wurde, nahm der Kreis Minden-Lübbecke umgehend Kontakt mit den zuständigen Landesbehörden auf, um den Verdacht zu melden und die weitere Vorgehensweise abzustimmen.

Rund um den Stall sind nun Straßensperren aufgestellt. Sicherheitspersonal kontrolliert, dass sich Unbefugte nicht nähern. Denn sowohl über andere Tiere wie Vögel und Nager als auch über den Kontakt zu unbelebten Objekten kann der Erreger weitergetragen werden.

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