Winterchaos in Bad Oeynhausen: Besonders Lastwagen haben mit äußerst schwierigen Straßenverhältnissen zu kämpfen
Ohne „Schiebung“ geht fast nichts

Bad Oeynhausen -

Der Winter hat Bad Oeynhausen im Griff. Während am Sonntag bei starken Schnellfällen viele Menschen dem Rat folgen konnten, zu Haus zu bleiben und das Auto stehen zu lassen, sah dies am Montagmorgen mit dem auch in der Pandemie und trotz mancher Homeoffice-Regelung einsetzenden Berufsverkehr in Bad Oeynhausen und im Kreis anders aus. Allerorten gab es auf Eis und Schnee teils massive Probleme im Straßenverkehr.

Montag, 08.02.2021, 20:08 Uhr aktualisiert: 08.02.2021, 20:11 Uhr
Schneechaos in Bad Oeynhausen: Vor der Median-Klinik am Park am Westkorso schieben Passanten einen Rettungswagen an. Foto: Frank Dominik Lemke

 

„Wir haben weiterhin sehr schwierige Straßenverhältnisse“, sagte Ralf Steinmeyer, Sprecher der Kreispolizeibehörde. Hinzu komme neben dem Berufsverkehr, dass es mit der Anfahrt zum Impfzentrum in Hille oder einem regulären Arztbesuch Anfang der Woche auch Termine gebe, die sich kaum oder nur schwer aufschieben ließen. Dennoch appellierte er daran, dass Auto, „wenn nur eben möglich“, stehen zu lassen und nur unaufschiebbare Fahrten zu unternehmen. Diese Em­pfehlung gab er auch für die nächsten Tage.

Winterchaos in Bad Oeynhausen

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  • Winterchaos in Bad Oeynhausen am 08.02.2021 - Fotos in der Innenstadt und im Kurpark

    Winterchaos in Bad Oeynhausen am 08.02.2021 - Fotos in der Innenstadt und im Kurpark

    Foto: Frank Dominik Lemke
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    Foto: Frank Dominik Lemke
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    Foto: Frank Dominik Lemke
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  • Winterchaos in Bad Oeynhausen am 08.02.2021 - Fotos in der Innenstadt und im Kurpark

    Foto: Frank Dominik Lemke
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    Foto: Frank Dominik Lemke
  • Auf der Bergstraße/Triftenstraße bleibt am Montag, 8. Februar 2021, ein Lastwagen liegen.

    Foto: Wilhelm Adam
  • Winterchaos in Bad Oeynhausen am 08.02.2021 - Fotos in der Innenstadt und im Kurpark

    Foto: Frank Dominik Lemke

Er wies auf Straßensperrungen hin, die nach seiner Einschätzung – bei weiter anhaltenden Schneefällen –, auch noch an den nächsten Tagen Bestand haben könnten. Demnach sind, Stand Montag, Verbindungsstraßen über das Wiehengebirge teilweise gesperrt. Steinmeyer: „Dies betrifft neben den Serpentinen zwischen Rothenuffeln und Bad Oeynhausen auch die Bergstraße zwischen Lübbecke-Nettelstedt und Hüllhorst-Schnathorst.“ Die B239 „Horst Höhe“ sei weiter befahrbar, „wenn auch nicht einfach“. Gleiches gelte für den Kahle-Wart-Weg zwischen Lübbecke-Obermehnen und Hüllhorst-Oberbauerschaft. Sein Appell: „Wir bitten alle Autofahrer, einen vergrößerten Sicherheitsabstand zum Vorausfahrenden einzuhalten.“

Auch im Stadtgebiet gab es am Montag viele Beeinträchtigungen. Gegen kurz nach 11 Uhr stand laut Steinmeyer an der Ecke Niederbecksener Straße/Brunhildestraße ein Lkw quer, „der sich in einer Schneewehe festgefahren hatte. Ein Klassiker bei solchen Straßenverhältnissen.“ Auf der Wiesenstraße habe gegen 11 Uhr ein Lkw festgesessen, gegen 10 Uhr habe man im Bereich Bergstraße/Triftenstraße einen Abschleppdienst rufen müssen. Dort saß zu diesem Zeitpunkt ein 40-Tonner fest, nannte Steinmeyer drei Beispiele dafür, das besonders Lkw mit den Straßenverhältnissen zu kämpfen hatten.

Seit Sonntag sind auch Mitarbeiter der Stadtwerke Bad Oeynhausen (SBO) im Dauer-Wintereinsatz. Ebenso wie bereits in der Nacht zum Sonntag, in der es um 4 Uhr losging, versuchte das Winterdienst-Team in der Nacht zu Montag bereits von 3 Uhr an Herr der Schneemassen zu werden. Rüdiger Ernst, Sprecher der SBO: „Wir sind mit 23 Leuten und mehr als zehn Fahrzeugen im Einsatz.“ Dazu zählten allein vier große Fahrzeuge, Lastwagen, die mit einem Räumschild ausgestattet sind, fünf Traktoren, die ebenso über ein Räumschild verfügen, sowie auch mehrere Bullis, deren Besatzung sich unterem anderem auch zu Fuß darum kümmert, Straßenübergänge, wie zum Beispiel Zebrastreifen, passierbar zu machen.

Der Wintereinsatz erfolgt unter anderem auch auf der Grundlage der Straßenreinigungssatzung, in der es vier Räumklassen gibt. Vorrang haben laut Ernst die Hauptverkehrsstraßen und die damit wichtigsten Verbindungen in der Klasse I, teils mit Gefahrenlagen durch Gefälle. Es folgen denen untergeordnete Straßen in den Klassen II und III. Als Beispiele nannte er die Straße Am Osterbach, an der eine Klinik liegt, oder die Straße Am Kokturkanal, die zur Auguste-Viktoria-Klinik führt. Ernst versicherte: „Die Mitarbeiter tun, was sie können.“ Für Anliegerstraßen (Klasse IV) bestehe keine Räumpflicht. Die liege bei den Anwohnern. Ernst: „Auf besondere Situationen versuchen wir zu reagieren, soweit es möglich ist.“ Die Länge des Straßennetzes, auf dem von den SBO geräumt werden müsse, liege bei etwa 180 Kilometern.

Auch bei der Stadt meldeten sich am Montag immer wieder Bürger telefonisch. Stadtsprecher Volker Müller-Ulrich unterstrich die für Anliegerstraßen geltende Regelung. Ausnahme: Alle Anlieger haben sich in der Vergangenheit darauf verständigt, für den Winterdienst eine Gebühr zu entrichten. Als Beispiel nannte er die Straße Am Hang in Wulferdingsen.

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