Förderprogramm Thema im Rat Preußisch Oldendorf – Stadt stellt keinen Antrag – Bürger werden informiert
Begrünung für eine kühlere Stadt

Preußisch Oldendorf - WB -

Wer seine Hausfassade oder das Dach begrünen möchte, kann unter Umständen bald auf Förderung hoffen – auch in Preußisch Oldendorf. Denn solche Maßnahmen kommen dem Klimaschutz zugute.

Freitag, 05.02.2021, 06:00 Uhr
Wird Fassaden- oder Dachbegrünung – etwa mit Wildem Wein – auch in Preußisch Oldendorf gefördert? Sie könnte zum besserem Klima in der Stadt beitragen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Wer seine Hausfassade oder das Dach begrünen möchte, kann unter Umständen bald auf Förderung hoffen – auch in Preußisch Oldendorf. Denn solche Maßnahmen kommen dem Klimaschutz zugute. „Der Kreis will sich auf eine Förderprogramm des Landes NRW bewerben“, informierte Maren Heidenreich, Stadtbauamtsleiterin die Politiker in der jüngsten Ratssitzung.

Nun habe der Kreis bei allen Kommunen angefragt, ob diese sich selbst auf das Sonderprogramm „Klimaresilienz in Kommunen“ bewerben. So sollten Doppelförderungen vermieden werden. Der Kreis hatte um Rückmeldung bis Ende Januar gebeten, weshalb Maren Heidenreich die Information kurzfristig unter dem Punkt „Bekanntmachungen“ vorstellte.

„Die Frage ist, wollen wir uns dem anschließen oder einen eigenen Antrag stellen?“, erklärte Heidenreich. Denn nicht nur Kreise, sondern auch einzelne Kommunen könnten sich auf eine Förderung des Landes bewerben. Das Programm sieht eine Höchstsumme von 300.000 Euro auf Kreisebene vor. „Würden wir einen eigenen Antrag stellen, würde das gegebenenfalls diesen Betrag senken“ sagte Heidenreich. Sie stellte zwei Möglichkeiten dar. Laufe die Förderung über den Kreis, hieße das für die interessierten Bürger, dass sie einen Antrag beim Kreis stellen müssten, falls dieser im Programm berücksichtigt werde. „Die Alternative wäre, dass sich die Stadt selbst bewirbt und Äntrage dann über uns liefen“, sagte die Bauamtsleiterin. Sie gab aber auch zu bedenken, dass es bereits seit 2019 im Zusammenhang mit dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) in Preußisch Oldendorf ein Programm zur Fassaden- und Umfeldgestaltung privater Gebäude gebe. Dieses gilt allerdings nur im ISEK-Gebiet (wir berichteten).

Bürger informieren

Iris Pfeiff (SPD) und Claus Klipker (UEB) forderten die Verwaltung dazu auf, die Bürger auf jeden Fall zur gegebenen Zeit über die Möglichkeiten der Förderung zu informieren – etwa auf der Homepage der Stadt und im „Rundblick“.

Jan Henrik Maschke (SPD) meinte, dass bei Kreisförderprogrammen der Westkreis bisher „gerne mal vergessen“ worden sei. Wegen der Kürze der Zeit bat er darum, dass Maren Heidenreich sich erkundigen möge, ob eine Rückmeldung auch nach dem 31. Januar möglich sei. Die Fraktionen kündigten an, sich diesbezüglich bei der Bauamtsleiterin melden zu wollen.

Auf Anfrage dieser Zeitung sagte Maren Heidenreich am Donnerstag, dass der Kreis eine Rückmeldung spätestens bis Freitag, 5. Februar, wünsche. Daher habe sie mit fast allen Fraktionen Rücksprache gehalten. Diese hätten sich dafür ausgesprochen, dass die Stadt nicht selbst einen Antrag stellen solle.

„Es ist auch so, dass wir als Antragsteller den Bedarf für die Förderung nachweisen müssten – und das mit entsprechenden Analysen belegen“, sagte Heidenreich. Das Programm scheine allerdings eher auf Ballungsräume zugeschnitten, auch wenn der Klimawandel auch auf dem Land spürbar sei. Ländliche Kommunen hätten es schwer, einen Bedarf nachzuweisen. „Ich werde aber die Klimamanagerin des Kreises bitten, Rückmeldung zu geben, sollte es zu einer Förderung kommen“, sagte die Preußisch Oldendorfer Bauamtsleiterin. „Dann würden wir unsere Bürger über die zur Verfügung stehenden Kanäle informieren.“

 

Das Förderprogramm

Das Sonderprogramm „Klimaresilienz in Kommunen“ wurde im Oktober 2020 im Rahmen der Corona-Hilfe des Landes NRW aufgelegt. Gefördert werden „Klimaanpassungsmaßnahmen, insbesondere Herstellung hitzemindernder Strukturen“. Das Programm gliedert sich in den Baustein „Städte und Hitze“, der Maßnahmen zur Dach- und Fassadenbegrünung und „coole“ öffentliche Räume beinhaltet, sowie den zweiten Baustein „Klimaresiliente Schulen: Coole Schulhöfe“. Anträge müssen bis Ende 2021 gestellt sein.

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