Schützenverein Babbenhausen-Oberbecksen erhält bis zu 56.122 Euro Fördermittel zur Schützenhaus-Sanierung
Finanzspritze sichert Fortbestehen

Bad Oeynhausen-Babbenhausen -

Das Dach marode, die Sanitäranlagen in die Jahre gekommen – vieles in der Trainingsstätte des Schützenvereins Babbenhausen-Oberbecksen befindet sich auf dem Stand der 1970er Jahre. Mit Hilfe von Landesfördermitteln aus dem Programm „Moderne Sportstätte 2022“ soll sich das nun ändern.

Montag, 01.02.2021, 05:04 Uhr aktualisiert: 01.02.2021, 05:10 Uhr
1974 haben die Mitglieder das Schützenhaus in der Steinkuhle in Eigenleistung gebaut. Das Dach hat nach fast 50 Jahren ausgedient. Foto: Lydia Böhne

Um die in Aussicht gestellten 56.122 Euro in vollem Umfang zu erhalten, muss der Vorstand allerdings buchhalterisches Geschick beweisen.

Bereits im Sommer 2019 hatte der Schützenverein seine Bewerbung um die Fördermittel vorbereitet. „Für 2020 waren die Gelder damals leider schon erschöpft“, berichtet Stefan Saß. „Anfang des Jahres haben wir dann eine schriftliche Bestätigung der Staatskanzlei des Landes NRW für 2021 erhalten“, ergänzt der erste Vorsitzende.

Bis der Verein die Fördergelder erhält, könnte es laut Stefan Saß noch einmal bis zu sechs Wochen dauern: „Wir mussten noch einen Antrag ausfüllen, der unter anderem die Liquidität des Vereins bestätigt. Damit soll sichergestellt werden, dass wir unsere zehn Prozent Eigenleistung stemmen können – das letzte Wort hat jetzt die NRW-Bank.“

Finanziert werden soll von den Fördergeldern die bauliche und energetische Sanierung des 1974 in der Babbenhausener Steinkuhle erbauten Schützenhauses. „Wegen der schlechten Dämmung herrscht hier immer ein leicht muffiger Geruch, und wir müssen permanent heizen“, berichtet der zweite Vorsitzende Hans-Ulrich Tak.

Durch die Sanierung erhofft sich der Verein, seinen größten Kostenfaktor, die Heizkosten, reduzieren zu können. „Unser Schützenfest deckt etwa die Kosten für die jährliche Füllung des 4000-Liter-Heizöltanks“, sagt Stefan Saß. Mit dem übrigen Drittel der Fördergelder möchte der Verein seine Sanitäranlagen auf Stand bringen, Leitungen und Fliesen erneuern und die Kapazitäten erweitern.

Kostenvoranschläge habe man laut Stefan Saß bereits eingeholt, sollte alles reibungslos verlaufen, sei der Arbeitsbeginn für April geplant. Für Ausgaben, die das bewilligte Budget übersteigen, muss der Verein selbst aufkommen. „80 Prozent erhalten wir im Vorfeld. Die restlichen 20 Prozent des Geldes erst, wenn alle Rechnungen eingereicht sind“, erläutert Stefan Saß.

„Wir erhalten nur, was wir auch ausgegeben haben. Wenn wir unter dem Betrag von 56.122 Euro bleiben, erhalten wir am Ende nicht die volle Summe“, fügt der Vorsitzende hinzu. Vom Restgeld Renovierungen über die im Antrag genannten Posten hinaus vorzunehmen, ist laut Kassierer Rüdiger Henke nicht möglich.

Trotzdem freut sich der Verein über die Unterstützung: „Allein mit Mitgliedsbeiträgen und Spenden hätten wir das nicht stemmen können. Wenn die CO2-Steuer kommt, wären wir bei unseren Heizkosten irgendwann pleite gegangen“, bringt es Stefan Saß auf den Punkt. Die Gelder seien ein wesentlicher Beitrag für den Fortbestand des 1900 gegründeten Vereins, der nach Angaben des Vereinsvorsitzenden mit 35 Mitgliedern einer der kleinsten in der Schützengilde ist.

Seine Rechnungen zahle der Verein aktuell von einem finanziellen Puffer: „Wir hoffen, dass wir im August oder September ein Schützenfest organisieren können, um wieder Einnahmen zu generieren“, ergänzt Stefan Saß.

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