Ursache für Lübbecker Corona-Ausbruch noch ungeklärt
Keine Virus-Varianten am Krankenhaus

Lübbecke -

Die Coronaviren, die einen größeren Ausbruch am Krankenhaus Lübbecke ausgelöst haben, gehören nicht zu den neuen, infektiöseren Varianten aus England und Südafrika.

Donnerstag, 21.01.2021, 16:28 Uhr aktualisiert: 21.01.2021, 16:32 Uhr
Coronaviren unter dem Mikroskop: Eine genaue Untersuchung von Virusproben aus dem Lübbecker Krankenhaus hat ergeben, dass die neuartigen Varianten dort nicht ausgebrochen sind. Foto: NIAID-RML/AP/dpa

Das ist das Ergebnis von Labor-Untersuchungen der Berliner Charité.

Die RNA-Proben aus dem Krankenhaus Lübbecke weisen keine Spuren einer neuartigen SARS-CoV-2-Variante auf, teilten die Mühlenkreiskliniken am Donnerstag mit, nachdem sie den Laborbefund der Charité erhalten hatten. Zwölf Proben des Corona-Ausbruchs wurden – wie berichtet – in dem Berliner Labor sequenziert.

Die betroffene Station 4 West am Krankenhaus Lübbecke wurde bereits in der vergangenen Woche komplett geschlossen. In enger Absprache mit dem Gesundheitsamt ist zur Vorsicht auch die Nachbarstation 4 Ost geschlossen worden. Die Patienten konnten entlassen werden. Bei mehrfachen Testungen im gesamten Haus wurde eine Ausweitung des Ausbruchs auf andere Bereiche bislang ausgeschlossen. Lediglich einige Einzelinfektionen von symptomfreien Personen sind dabei ermittelt worden.

Seit dem Ausbruch sind nach Angaben der Mühlenkreiskliniken weit mehr als tausend PCR-Tests im Krankenhaus Lübbecke bei Patientinnen und Patienten sowie den Mitarbeitern durchgeführt worden. Die Suche nach der Ursache für den Ausbruch geht weiter. In einer Vielzahl von Mitarbeitergesprächen konnten keinerlei Hinweise auf Verstöße gegen die strengen Hygienevorschriften ermittelt werden. Auch eine Überprüfung der Raumlufttechnik sowie eine wissenschaftliche Analyse der verwendeten FFP2-Masken ergaben keine Auffälligkeiten.

Im Krankenhaus Lübbecke haben sich in zwei Tagen bereits 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegen Corona impfen lassen. Geschäftsführerin Tanja Nestler: „Das Interesse unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Impfung ist riesig. Deshalb hoffen wir, dass die Impfkampagne an den Krankenhäusern sehr bald wieder starten kann.“

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