Corona: Lieferstopp führt zur Verzögerung des Starts am Impfzentrum Hille
Impfwillige brauchen Geduld

Hille (WB) -

Der Impfstopp in Nordrhein-Westfalen bremst auch die Impfkampagne im Mühlenkreis hart aus. Eine Woche später als zuletzt geplant soll es mit den Corona-Impfungen im Impfzentrum in Hille-Unterlübbe losgehen, sagte am Mittwoch die Leiterin des Krisenstabes des Kreises, Cornelia Schöder. Grund sind Lieferengpässe des Herstellers, die sich auf die Planungen im ganzen Land auswirken. Schöder: „Aktuell gehen wir davon aus, dass der Impfstart im Impfzentrum Minden-Lübbecke erst ab Montag, 8. Februar, beginnen kann.“

Donnerstag, 21.01.2021, 13:28 Uhr
Sie werben für eine hohe Beteiligung an der Impfaktion, aber auch um Geduld, weil sich jetzt alles um eine Woche verzögert: (von links) Gesundheitsdezernent Hans-Joerg Deichholz, Landrätin Anna Bölling, Anke Richter-Scheer (medizinischen Leiterin des Zentrums), Michael Schäfer (organsatorischer Leiter des Zentrums) und Hilles Bürgermeister Michael Schweiß. Foto: Friederike Niemeyer

 

An alle diejenigen, die im Mühlenkreis bereits einmal geimpft worden sind, ist aber gedacht worden. „Die Zweitimpfungen, die etwa drei Wochen nach der ersten Impfung erfolgen, sind gesichert und werden termingerecht durchgeführt“, betonte Cornelia Schöder. „Weitere Impfungen folgen, sobald der Impfstoff zur Verfügung steht.“

Die Impfungen im Zentrum in der Sporthalle Unterlübbe werden ab 8. Februar nur nach Terminvergabe durchgeführt. Der Kreis Minden-Lübbecke verschickt derzeit die angekündigten Anschreiben zur Corona-Schutzimpfung an über 80-jährige Menschen, die zu Hause leben. Erst nach Erhalt kann man sich um einen konkreten Termin kümmern. Etwa 23.000 Briefe mit der Einladung haben am Mittwoch das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe in Lemgo verlassen, das diese Aufgabe für den Kreis Minden-Lübbecke übernommen hat.

Die Briefe enthalten das Anschreiben des NRW-Gesundheitsministers Karl-Josef Laumann sowie einen Brief der Landrätin Anna Katharina Bölling mit weiteren Informationen zum Impfzentrum des Kreises und zum Ablauf der Impfung. „Dass wir jetzt diese Schreiben verschicken können, zeigt, dass die Impfung für die über 80-Jährigen in greifbare Nähe rückt“, sagt Landrätin Anna Bölling. „Ich würde mich sehr freuen, wenn möglichst viele Menschen die Gelegenheit wahrnehmen und sich impfen lassen. Durch die knappe Menge von Impfstoff, die uns zur Verfügung gestellt wird, wird das Impfen der priorisierten Gruppen allerdings noch einige Zeit in Anspruch nehmen.“

Die Terminvergabe ab dem 25. Januar wird von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) organisiert: telefonisch unter der kostenlosen Nummer 116117 oder online unter www.116117.de. Ohne einen vorher vereinbarten Termin darf das Impfzentrum nicht betreten werden. Die Ärztevereinigung weist außerdem darauf hin, dass es mit dem ersten Termin gleich einen zweiten Impftermin gibt. Denn damit die Corona-Schutzimpfung ihre volle Wirksamkeit entfaltet, ist eine zweite Impfung im Abstand von drei Wochen erforderlich.

Die organisatorische Leitung des Impfzentrums liegt beim Kreis, die medizinische Leitung hat für die Kassenärztliche Vereinigung Anke Richter-Scheer aus Bad Oeynhausen, Sie sorgt beispielsweise dafür, dass genug medizinisches Personal zum Impfen zur Verfügung steht. Aktuell konzentriert sich die KVWL aber noch auf die mobilen Impfungen in den etwa 170 stationären Pflegeeinrichtungen im Kreisgebiet. Anke Richter-Scheer ist niedergelassene Allgemeinmedizinerin und Vorsitzende des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe und selbst Teil eines mobilen Impfteams.

Bis einschließlich Dienstag konnten in den Pflegeeinrichtungen im Kreis nach Angaben der KVWL 3257 Menschen geimpft werden, davon 52 Prozent (1678) betagte Bewohner sowie 48 Prozent (1579) Pflegekräfte. „Das Impfen in Westfalen-Lippe in den Heimen ist dank aller Beteiligten bisher sehr gut gelaufen“, sagte Richter-Scheer noch vor einigen Tagen. Jetzt verzögert sich auch das Impfen durch die mobilen Teams.

Das Impfzentrum befindet sich in der Sporthalle in Hille-Unterlübbe, Schulstraße 18, nahe der B 65. Direkt vor dem Impfzentrum liegt eine Bushaltestelle des ÖPNV. Autofahrer können Parkplätze auf dem Gelände und in unmittelbarer Nähe nutzen. Der Zugang ist auch für Menschen mit Rollstuhl oder Rollator gewährleistet.

Für einen reibungslosen Ablauf werden alle, die einen Termin haben, gebeten, pünktlich zu erscheinen. Und: Ohne Termin ist eine Impfung nicht möglich.

Mitzubringen sind: Personalausweis oder Reisepass, elektronische Gesundheitskarte (falls vorhanden), Impfausweis (falls vorhanden), ausgefüllter Aufklärungsbogen (nicht unterschrieben) und die dem Einladungsschreiben beigefügte Einwilligungserklärung (nicht unterschrieben).

Fragen beantwortet die Kassenärztliche Vereinigung unter Telefon 116117 oder auf der Homepage www.kvwl.de.

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