Denios AG: Bis Ende 2021 soll etwa 4200 Quadratmeter große Montage- und Lager-Einheit entstehen
Neue Halle, neue Jobs

Bad Oeynhausen -

Die Denios AG – 950 Mitarbeiter in der Unternehmensgruppe, 450 am Hauptstandort Dehme – investiert in ihre Keimzelle. Bis Ende 2021 soll dort eine neue Montage- und Lagerhalle entstehen, alles auch unter dem Vorzeichen der weiteren Digitalisierung der Abläufe im Unternehmen. Auf einen „mittleren einstelligen Millionenbetrag“ beziffert Vorstandsvorsitzender Helmut Dennig das Investitionsvolumen.

Samstag, 09.01.2021, 17:24 Uhr aktualisiert: 09.01.2021, 17:26 Uhr
Dieser Blick auf die etwa 4200 Quadratmeter große neue Halle und das Entrée zum Denios-Komplex in Dehme soll sich Ende 2021 bieten, wenn die neue Fertigungs- und Lagerhalle unter den Vorzeichen der weiteren Digitalisierung des Unternehmens fertiggestellt ist. Die Arbeiten sollen in Kürze beginnen. Foto: Büro Pape Architekten

 

Im Sommer 2021 wird es 35 Jahre her sein, dass er das Unternehmen gegründet hat. Seitdem ist es ständig gewachsen und die Produktionsfläche erweitert worden. Denios ist nach eigenen Angaben Marktführer für Gefahrstofflagerung und Arbeitssicherheit.

Als Projektleiter begleitet Damian Bulka das Bauvorhaben „Halle Süd“. Es handelt sich um die 13. auf dem gesamten Areal. Entstehen wird sie dem Namen entsprechend auf der Südspitze des Standortes, mit einem vorgelagerten Regenrückhaltebecken (Fassungsvermögen knapp 290 Kubikmeter). Dennig geht davon aus, dass das Becken sich als ansprechend gestaltete Wiesen- und Grünfläche in das Entrée zum Unternehmensgelände einfügt. Für ihn ist es wichtig, dass sich die neue Halle und auch das vorgelagerte Gelände harmonisch sowohl in die vorhandene Gebäudesubstanz, aber auch in das Umfeld in Dehme einpasst. „Sie muss das Image der Firma widerspiegeln. Bei unseren Produkten geht es um Umweltschutz, um Sicherheit. Das muss rüberkommen.“ Eine Hochglanz-Fassade passe dazu nicht.

Zur Aufteilung der Halle erklärte er, dass vor dem Hintergrund der angestrebten Optimierung von Abläufen und der Erweiterung der Fertigung sich unter ihrem Dach auf etwa 2100 Quadratmetern ein digitales Lager, auf etwa 300 Quadratmetern Kunststoffformgebung, auf etwa 1000 Quadratmetern Kunststoffmontage und auf etwa 800 Quadratmetern eine umfassende Servicefläche befinden werde. Letzterem Bereich komme mit Blick auf die Kunden, so gerade bei angebotenen Wartungen, wachsende Bedeutung zu. Hinzu komme ein kleines Verwaltungsgebäude. Nach aktueller Schätzung des Unternehmens könnte mit dem Bau der Halle die Schaffung von etwa 80 Arbeitsplätzen einhergehen.

Unabhängig von diesem Projekt ist der Ansatz des Mittelständlers zu sehen, auf einer 20.000 Quadratmeter großen Fläche, südwestlich angrenzend, das Potenzial für weitere Produktions- und Lagerkapazitäten zu schaffen. Der Stadtrat hatte im Herbst 2020 grünes Licht gegeben, das Areal aus planerischer Sicht als Gewerbefläche auszuweisen. Aktuelle Pläne gibt es dafür laut Vorstand aber nicht. Mit Blick auf die Zukunft meint Dennig: „Wir müssen international wachsen.“ Dazu passen Pläne, am Standort in China ebenfalls eine neue Halle bauen zu wollen und das Werk in Tschechien zu erweitern.

Blick auf die Umsatzentwicklung

Für 2020 beziffert Denios-Vorstand Helmut Dennig das Umsatzminus auf fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Er liege bei knapp 190 Millionen Euro. Im April 2020, im ersten Lockdown, habe er noch bei minus 40 Prozent im Vergleich zu April 2019 gelegen. Dennig: „Dann muss man in den nächsten Monaten schon einiges an Plus machen, um am Ende diesen Wert zu erreichen. Er rechnet mit einer „stabilen wirtschaftlichen Lage“ in 2021. Beim Umsatz hofft er auf eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent. Er möchte die 200-Millionen-Euro-Marke knacken.

Corona und die Kommunikation

Auch bei der Denios AG hat sich im Corona-Jahr 2020 die interne Kommunikation verändert. Jedes Jahr gebe es in der Gruppe zwei große Tagungen, in der Regel im Mai und November. Rückblickend sei es beispielsweise gelungen, „mit 40 Personen eine Tagung digital abzuhalten, mit großer Disziplin, aus vielen Ländern zugeschaltet“. Vom Grundsatz her werde diese Form des Austausches in der Zukunft eine größere Rolle spielen. Dennoch betont Vorstand Helmut Dennig, dass man auf den Präsenz-Austausch nicht werde verzichten können: „Ich kann nicht virtuell durch ein Unternehmen, einen Standort gehen, und ein Gefühl dafür entwickeln zur Frage: Wo stehen wir?“ In diesem Zusammenhang gehe er davon aus, „dass Präsenz-Veranstaltungen, das Persönliche auch zurückkommt“. Video-Konferenzen seien eine sinnvolle Ergänzung. 2020 habe er nur zwei der 18 Tochtergesellschaften besuchen können.

 

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