Im Pastoralen Raum Werre-Weser werden am Wochenende wieder Messen gefeiert – mit Voranmeldung
„Unsere Gottesdienste sind sicher“

Bad Oeynhausen/Vlotho/Löhne -

Unter den bekannten und strengen Hygieneauflagen sollen an diesem Wochenende wieder Gottesdienste in den katholischen Gemeinden im Pastoralen Raum Werre-Weser gefeiert werden. Neben Abstand halten, Maske tragen und Hände desinfizieren sorgt in den Gottesdiensten in Bad Oeynhausen, Vlotho und Löhne seit einigen Wochen auch ein Ordnungsdienst für deren sicheren Ablauf.

Dienstag, 05.01.2021, 17:17 Uhr aktualisiert: 05.01.2021, 17:22 Uhr
Krzysztof Plaza wird während des Gottesdienstes ein wachsames Auge auf die Besucher bei der Einhaltung der Hygieneregeln haben. Foto: Foto: Louis Ruthe

 

„Unsere Gottesdienste sind sicher“, sagt Pfarrer Manfred Pollmeier. Das erarbeitete Hygienekonzept habe sich in den Wochen vor Weihnachten bewährt. „Das ist unser großer Vorteil im Vergleich zum vergangenem Jahr“, sagt der Leiter des Pastoralen Raumes. Ohne bestehenden Ordnungsdienst gebe es in Zukunft vorerst keinen Gottesdienst. Die Ordnungsdienste werden laut Manfred Pollmeier von jeder Gemeinde selbst organisiert. Meist setzen sie sich aus ehrenamtlich tätigen Kräften zusammen.

Von der Begrüßung der Besucher im Gottesdienst mit Datenerfassung sowie damit einhergehender Handdesinfektion bis hin zur Begleitung zum Platz sorgen am Sonntag, 10. Januar, drei Ordnungskräfte beispielsweise in der Kirche St. Peter und Paul am Kurpark vor, während und nach dem Gottesdienst für die Einhaltung der derzeitigen Hygieneregeln.

42 Sitzgelegenheiten gibt es in dieser Kirche in Bad Oeynhausen. „Jede dürften wir rein theoretisch mit drei Personen aus einem Haushalt besetzen“, sagt Küster und Pfarrgemeindesekräter Michael Hofs in diesem Zusammenhang. Mit einer eineinhalb Meter langen Holzlatte hat er die Abstände bemessen. „Wo sonst 400 Personen ihren Platz gefunden haben, können wir nun höchstens 120 unterbringen“, berichtet Michael Hofs. Und die Plätze seien meist belegt.

„Das freut leider nicht jeden Besucher“, berichtet Sonja Quast. Sie ist Lektorin und Mitglied im Pfarrgemeinderat in St. Peter und Paul und engagiert sich ehrenamtlich im Ordnungsdienst. „Die meisten Diskussionen kommen auf, wenn sich Besucher nicht im Vorfeld angemeldet haben, die Kirche voll ist und wir darum bitten müssen, dass sich die abgewiesen Besucher wieder auf den Heimweg machen müssen“, sagt sie. Bisher habe sie während eines Gottesdienstes noch nicht eingreifen müssen. „Die Besucher, die in den vergangenen Monaten bei uns waren, haben sich alle vorbildlich verhalten“, sagt Sonja Quast.

Damit kein Besucher an der Tür abgewiesen werden muss, bittet Pfarrer Manfred Pollmeier um eine vorherige Anmeldung. Diese kann jeweils bis freitags über die Internetseite des Pastoralen Raumes – www.pr-werreweser.de/anmeldung-gottesdienst – vorgenommen werden sowie per Anruf im Pfarrbüro, Telefon 05731/29976, erfolgen. „Natürlich kann man sich auch direkt im Anschluss an den Gottesdienst für die kommende Woche beim Ordnungsdienst oder dem Küster anmelden“, sagt Manfred Pollmeier. Er hält es in dieser Zeit für besonders wichtig, Menschen durch die Gottesdienste einen Raum zur Andacht, zur Trauer und zum Beten zu geben.

Ab einem Inzidenzwert von 200 würden zudem verschärfte Hygieneregeln gelten. „Die Plätze werden um ein Drittel verringert und der Gottesdienst zeitlich beschränkt“, erklärt Manfred Pollmeier. Ab einem Inzidenzwert von 250 und mehr, werde komplett auf einen Gottesdienst verzichtet. Man befinde sich immer in enger Absprache mit dem Ordnungsamt. „Singen wird weiterhin nur der Organist“, sagt Pollmeier.

Stand Dienstagnachmittag wird es in den Gemeinden des evangelischen Kirchenkreises Vlotho an diesem Sonntag, 10. Januar, Gottesdienste noch nicht wieder geben. Ausschlaggebend dafür ist eine Empfehlung der Westfälischen Landeskirche, auf Präsenz-Gottesdienste zu verzichten, die bis zum diesem Datum Gültigkeit hat. Das hat auf Anfrage Friedrich-Wilhelm Nagel, Verwaltungsleiter im Kreiskirchenamt in Bad Oeynhausen, erklärt.

Vor dem Hintergrund der am Dienstag in Berlin laufenden politischen Gespräche zur möglichen Verlängerung des Lockdowns geht Nagel davon aus, dass in den nächsten Tagen auf Ebene der Landeskirche erneut zum Thema Gottesdienste beraten wird.

 

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