Marcus und Janette Berger aus Bad Oeynhausen geben Tipps zum sicheren Radfahren in der nasskalten Jahreszeit
Damit es Radler nicht eiskalt erwischt

Bad Oeynhausen-Werste -

„Das Fahrrad hat keine wirkliche Saison mehr, gefahren wird inzwischen ganzjährig“, sagt Marcus Berger. Damit Radler und Bike sicher durch die kalte Jahreszeit kommen, hat der Fahrrad-Experte Tipps auf Lager. Seit 2008 betreibt Marcus Berger mit seiner Frau Janette das gleichnamige Fahrradgeschäft an der Werster Straße.

Dienstag, 01.12.2020, 17:27 Uhr aktualisiert: 01.12.2020, 17:30 Uhr
Im Bereich Beleuchtung hat sich bei Fahrrädern viel getan: Marcus Berger aus Werste empfiehlt statt der alten Elektrik neue, hellere LED-Lampen, wie sie hier bereits am Fahrrad montiert ist. Foto: Lydia Böhne

 

 

Beleuchtung ist in der Dunkelheit nicht nur unerlässlich, sondern auch gesetzlich festgeschrieben. Ein Verstoß kann mit bis zu 35 Euro Bußgeld geahndet werden. Pflicht sind neben elektrischem Licht laut Straßenverkehrszulassungsverordnung (StVZO) auch Reflektoren, die vorne und hinten am Rad sowie an den Pedalen angebracht sein müssen. Hinzu kommen ein Reflexstreifen am Reifen oder Speichenreflektoren.

Marcus Berger empfiehlt, die Reflektoren regelmäßig zu säubern. Unzureichendes Licht können Radfahrer laut Marcus Berger leicht nachrüsten. Zum Beispiel in Form von LED. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, kann durch Helme mit eingebauter Beleuchtung, reflektierenden Klettbändern oder Warnwesten nachrüsten. Sogar Räder mit integriertem Bremslicht sind erhältlich. Der unverzichtbare Kopfschutz ist inzwischen nicht nur in modischer Vielfalt erhältlich, sondern auch technisch ausgestattet: zum Beispiel mit eingebautem Blinker.

Damit das Rad auf nassem Laub oder gefrorenem Untergrund nicht ins Schlingern gerät, sollte das Reifenprofil stimmen. Etwa zwei Millimeter empfiehlt der Experte. „Zum Winter sollte der Luftdruck für eine bessere Bodenhaftung reduziert werden“, sagt Marcus Berger. Spezielle Winterreifen, die mit Spikes ausgestattet sind, empfiehlt der Fahrradhändler nur Kunden, die im Schnee und bei Eis fahren: „Für den Asphalt sind sie ungeeignet. Da es bei uns kaum schneit, braucht man sie nicht.“

Bremsen und Bremsbeläge sollten regelmäßig kontrolliert werden. „Durch die niedrigen Temperaturen lahmt alles ein bisschen und der Bremsweg verlängert sich“, sagt Marcus Berger. Wer sich nicht selbst ans Rad traut, sollte den Weg in die Werkstatt suchen: „Einfach Termin vereinbaren, in der Regel dauert ein Winter-Check-up zwei bis drei Stunden“, sagt Berger.

Fahrradketten sollten vor dem Winter gereinigt, geölt oder gefettet werden. Ein Verschleiß macht sich oft durch Rost oder Quietschgeräusche bemerkbar.

„Der Akku mag es im Winter warm und sollte nicht mehr draußen geladen werden“, sagt Janette Berger. Er sollte im Warmen gelagert und erst vor Gebrauch eingesetzt werden. Allgemein haben Akkus bei niedrigen Temperaturen unter zehn Grad weniger Leistung als im warmen Zustand. Bei normalen Touren kann das Pedelec samt Akku laut der Expertin aber problemlos draußen geparkt werden.

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