Trotz Verzögerungen hat Umzugstermin Sommer 2022 Bestand
Schul-Neubau in Corona-Zeiten

Bad Oeynhausen (WB). „Jede Pause ist derzeit ein Highlight für die Kinder“, berichtet Anke Lehmann, Schulleiterin der Grundschule Eidinghausen. Gemeint ist damit, dass die Schüler dann die Baustelle mit großen Baggern und Radladern direkt vor der Tür der Grundschule beobachten. Im Sommer 2022 soll in Eidinghausen ein Neubau das bestehende Schulgebäude ersetzen (diese Zeitung berichtete).

Dienstag, 10.11.2020, 08:11 Uhr aktualisiert: 10.11.2020, 08:14 Uhr
Stück für Stück verschwindet das alte Bürgerhaus in Eidinghausen. Bis Ende November soll das Gebäude dem Erdboden gleich gemacht werden. Anschließend soll mit dem Bau des neuen Schulgebäudes begonnen werden. Im Sommer 2022 soll, trotz Verzögerungen, der Einzug ins neue Gebäude erfolgen. Foto: Louis Ruthe

Derzeit wird das benachbarte Bürgerhaus abgerissen, damit Platz für den Neubau geschaffen wird. Ende November sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. „Damit sind wir etwa elf Wochen in Verzug“, sagt Rainer Freymuth, projektleitender Architekt der Stadt Bad Oeynhausen. Diese Verzögerung sei aufgrund der coronabedingt verspäteten Lieferung der Übergangscontainer für den Offenen Ganztag entstanden. „Wir sind jedoch zuversichtlich, dass wir an dem geplanten Umzug aus dem alten Gebäude in den Neubau im Sommer 2022 festhalten können“, sagt Dieter Hinzmann vom Gebäudemanagement der Stadt.

Container später geliefert

Die Container sollten eigentlich schon in den Sommerferien an Ort und Stelle stehen, nun sind es die Herbstferien geworden. Bis auf „Kleinigkeiten im Innenausbau“, so Hinzmann, sind die vier großen Räume für den täglichen Betreuungsbedarf hergerichtet. Im großen Aufenthaltraum hat zudem die ehemalige Küchenzeile aus dem Bürgerhaus ihren Platz gefunden. Einen Raum weiter tut die Haubenspülmaschine aus dem Nachbargebäude weiterhin ihre Dienste. Für zwei Jahre hat die Stadt Bad Oeynhausen die Container fest gemietet. „Diese Mietdauer kann jedoch jederzeit auch erweitert werden, wenn Bedarf besteht“, sagt Dieter Hinzmann.

Fund von möglicher Kriegsmunition

Für etwas Aufregung hat vor kurzem der Fund von möglicher Kriegsmunition auf dem Baugelände gesorgt. „Im Bereich des ehemaligen Wohnhauses an der Kirchbreite ist nachgewiesen eine Flugabwehrstellung in der Kriegszeit gewesen“, sagt Rainer Freymuth. Ein Grund, weshalb der Kampfmittelräumdienst aus Arnsberg vorsorglich die Stelle untersucht hat, bevor dort mit den Bohrungen für die neue Erdwärmeanlage begonnen wird. „In den kommenden Tagen wird es eine zweite Untersuchung geben“, sagt Dieter Hinzmann. Nach Einschätzung der Spezialisten seien dort gegebenenfalls ungefährliche Munitionsreste vergraben.

Keine Schadstoffe

Deshalb kann der Abriss des Bürgerhauses fortgesetzt werden. „Beim Abriss sind keinerlei unerwartete Schadstoffe vorgefunden worden, die nicht im Gutachten bereits aufgelistet worden sind, so dass alles nach Plan läuft“, sagt Rainer Freymuth. Nach einer anfänglich „schwierigen Situation“ lobt die Schulleiterin den Austausch mit der Stadt: „Die Fortschritte sind zu erkennen und wir können den Unterricht unabhängig von der Baustelle so normal, wie in diesen Zeiten möglich, gestalten.“

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