Dorothea Goudefroy wird im Kirchenkreis Vlotho Nachfolgerin von Andreas Huneke
Neue Superintendentin gewählt

Bad Oeynhausen (WB). Der Evangelische Kirchenkreis Vlotho hat eine neue Superintendentin: Dorothea Goudefroy aus der Kirchengemeinde Menden tritt im nächsten Jahr die Nachfolge von Superintendent Andreas Huneke an. Die Wahl durch die stimmberechtigten Mitglieder der Kreissynode, angesichts der Pandemie im digitalen Format abgehalten, war ein regelrechter Marathon: Erst im siebten Wahlgang erreichte Dorothea Goudefroy die für ihre Wahl erforderliche Zahl von 37 Stimmen.

Freitag, 06.11.2020, 17:03 Uhr aktualisiert: 06.11.2020, 19:38 Uhr
Der scheidende Superintendent Andreas Huneke gratuliert Dorothea Goudefroy aus der Kirchengemeinde Menden vor dem Kreiskirchenamt in Bad Oeynhausen zur Wahl zur Superintendentin. Foto: Kirchenkreis Vlotho

Mitbewerber Lars Kunkel aus der Bad Oeynhausener Altstadtgemeinde hatte in diesem finalen Wahlgang 25 Stimmen erhalten. Wäre die Wahl in dieser Abstimmungsrunde nicht mit der erforderlichen Stimmenzahl erfolgt, wäre das gesamte Wahlverfahren an den Nominierungsausschuss für die Superintendentenwahl zurückgegangen. Dann hätte man zur Wahl des Superintendenten einen Neustart auf den Weg bringen müssen.

Bei vorherigen Wahlgängen hatte Lars Kunkel in absoluter Zahl sogar mehr Stimmen als seine Mitbewerberin erhalten, nicht aber die notwendige Zahl von 37 Stimmen für eine Wahl zum Superintendenten. Bevor die Wahl startete, hatten sich beide Bewerber für das Amt im Zuge der im Internet gestreamten Synode noch einmal den Wahlberechtigten vorgestellt, jeweils auf zehn Minuten begrenzt. Mehrfach unterbrach der Superintendent zwischenzeitlich den Wahlvorgang, auch um mit den beiden Bewerbern zu sprechen.

Dorothea Goudefroy nahm die Wahl nach dem siebten Durchgang an. Auch mit Blick auf das denkbar knappe Ergebnis bedankte sie sich bei Mitbewerber Lars Kunkel für den fairen Wettbewerb im Vorfeld des Wahltags. Sie hoffe auf eine gute Zusammenarbeit. Der scheidende Superintendent bedankte sich bei dem Seelsorger aus der Altstadt-Gemeinde ausdrücklich für seine Kandidatur, dafür, zur Verfügung gestanden zu haben, und auch dafür, wie er sich eingebracht habe.

Ursprünglich war geplant, die Synode als Präsenzveranstaltung im Wasserschloss Ovelgönne in Bad Oeynhausen-Eidinghausen unter Beachtung aller notwendigen Hygienevorschriften auszurichten. Die zugespitzte Corona-Lage hat diese Pläne durchkreuzt. Formal war nach einer vorausgehenden Beratung mit den Synodalen schließlich vom Kreissynodal-Vorstand im Vorfeld der Veranstaltung der Beschluss gefasst worden, die Synode digital auszurichten, inklusive der Superintendenten-Wahl.

Der Kirchenkreis Vlotho hat mit dieser Form der Synode für sich Neuland betreten. Zuvor gab es schon Beispiele, wo es genau so funktioniert hat. Mitte September hatte der Kirchenkreis Dortmund seine Synode als eine der ersten in der westfälischen Landeskirche komplett digital gehalten.

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