Das Immanuel-Kant-Gymnasium aus Bad Oeynhausen verleiht den Kulturpreis
Das Corona-Virus ist ein Teil des Lebens

Bad Oeynhausen (WB). Das Corona-Virus beeinflusst den Alltag vieler Menschen. Aber die Kreativität der Schüler des Immanuel-Kant-Gymnasiums (IKG) kann es nicht beeinträchtigen. Dies hat die Verleihung des Kulturpreises in der Aula deutlich gemacht. In den Kategorien Kunst, Literatur, Musik und Sonstiges konnten Schüler aller Altersgruppen Preise für ihre besonderen Werke gewinnen.

Samstag, 10.10.2020, 04:00 Uhr
Schüler aus allen Jahrgangsstufen des Immanuel-Kant-Gymnasiums konnten am Kulturpreis teilnehmen. Sie haben mit ihren Werken die Jury überzeugt und die oberen drei Plätze der vier Kategorien erreicht. Foto: Kristin Wennemacher

„Die Jury hat sich schwergetan“, sagte Lehrerin Sina Haubrock. Der Aussage kann man nur zustimmen. Denn alle Werke – ob Bilder, Gedichte oder sogar Filme – sind äußerst sehenswert. Sie alle befassen sich mit der Situation des Frühjahres. Daher hat das Corona-Virus überall seinen Platz gefunden.

Auch während der Preisverleihung erhielten die Besucher einen Einblick in die Werke. Beeindruckend war dabei unter anderem das „School Movie“ von Yusif Shafaggatov. Darin stellte er die Entwicklung des Virus in den Medien dar. Doch auch die verheerenden Waldbrände in Australien machten einen Teil aus. Mit dem Satz „Jeder kann ein Held sein“ endet der Film und bringt die Zuschauer zum Nachdenken.

Scharfe Kritik am Corona-Virus

Auch das sechsstrophige Gedicht „Keine Krone“ von Finja Reger, in dem sie mehrmals mit „Wärst du nur ansatzweise der Krone würdig“ die Existenz des Virus scharf kritisiert, überzeugte. Schülerin Marie Marks lebt in „Eine Kurzgeschichte“ ein traumhaftes Leben, bis sie plötzlich „eingesperrt in einer düsteren Welt“ aufwacht und damit den Alltag zu Beginn des Lockdowns symbolisiert. Mirjam Kortenbusch erinnert in ihrem „Corona Poetry-Slam“ an die Flüchtlingskrise, die aufgrund der Pandemie in den Hintergrund gerückt ist.

In der Kategorie Literatur erreichten den ersten Platz Lisa Flottmann mit ihrer Briefsammlung „Mit Abstand betrachtet…“, Finja Reger mit der Geschichte „Im Bann des Mundschutzes“ und Dominika Foremny mit „Corona – das (Mini-)Musical“.

Auch in der Kategorie Kunst kamen drei Schüler auf Platz 1. Fabienne Wählen beeindruckte mit dem Bild „Zum Schutz der Familien“. Hannah Läufer bastelte den Fernseher „Übernimmt Corona auch die Medien?“. Nisrin Al Khal gestaltete ein Gemälde auf Leinwand, das wegen des fehlenden Titels viel Interpretationsspielraum bietet.

Zwei Klavier-Kompositionen

In der Kategorie Musik gab es zwei erste Plätze für komponierte Klavierstücke. Finja Reger überzeugte mit „(Gem)Einsam“ und Johannes Mathias Markus mit einem Stück, dem er bewusst keinen Titel gab.

In die Kategorie Sonstiges fielen beispielsweise Filme oder Tanzbeiträge. Auch hier gab es nur zwei erste Plätze: Finja Reger mit ihrem Film „Hamstern im Supermarkt“ und Simeon Hofs mit der Kurzdokumentation „Artical Upcycling“, in dem er Musik aus der Romantik mit Elementen heutiger Musik kombiniert. Vier Monate habe er für den Film gebraucht. „Wenn Corona uns so viel Zeit gibt, dann muss man etwas Neues ausprobieren“, sagte er.

Kurz vor dem Lockdown war der Kulturpreis ins Leben gerufen worden. Lehrer Manuel Doormann meinte: „Durch die Schließung gibt es in den kreativen Fächern Lücken.“ Daher solle die Kreativität trotz des fehlenden Präsenzunterrichts nicht zu kurz kommen. Dies habe der Kulturpreis kompensiert. „Er ist auf große Resonanz gestoßen“, freute sich Schulleiter Dr. Tom van de Loo.

Ein Teil der Werke kann auf der Homepage des Gymnasiums eingesehen werden. Die Preise mit einem Gesamtwert von 600 Euro wurden von der Volksbank und dem Förderverein gesponsert. Manuel Doormann hofft, in den kommenden Jahren erneut den Kulturpreis verleihen zu können. „Wenn er ein Anreiz war kreativ zu sein, haben wir alles erreicht.“

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