Scheidender Bürgermeister blickt auf Amtszeit in Bad Oeynhausen zurück
Zeit des Abschieds im „alten“ Stadtrat

Bad Oeynhausen (WB). Zur letzten Sitzung in der Wahlperiode 2014 bis 2020 ist am Mittwochabend der „alte“ Stadtrat in der Wandelhalle zusammengetreten. Dabei wurden nicht nur 14 bisherige Ratsmitglieder verabschiedet, die dem am 13. September neu gewählten Gremium künftig nicht mehr angehören.

Freitag, 09.10.2020, 05:00 Uhr
Die Entlassungsurkunde hat Bürgermeister Achim Wilmsmeier aus den Händen seiner Stellvertreterin Helke Nolte-Ernsting entgegengenommen. Offiziell endet Wilmsmeiers Amtszeit am 31. Oktober. Foto: Malte Samtenschnieder

Auch Achim Wilmsmeier (SPD), der bei der Stichwahl am 27. September seinem Herausforderer Lars Bökenkröger (CDU) unterlag, nahm seine Entlassungsurkunde entgegen. Offiziell enden die Amtszeit des amtierenden Bürgermeisters und des „alten“ Rates am 31. Oktober.

„Im Namen aller Mitglieder des Rates möchte ich Ihnen für die Arbeit, die Sie für Bad Oeynhausen geleistet haben, danken. Für Ihre persönliche und berufliche Zukunft wünsche ich Ihnen alles Gute“, mit diesen Worte wandte sich Helke Nolte-Ernsting (CDU), erste stellvertretende Bürgermeisterin, an Achim Wilmsmeier (SPD), bevor sie dem amtierenden Bürgermeister offiziell seine Entlassungsurkunde überreichte.

Rückblick auf „fünf intensive Jahre“

In der folgenden kurzen Rede blickte Achim Wilmsmeier auf seine Amtszeit zurück. „Die vergangenen fünf Jahre waren für mich sehr intensiv“, bekannte der 51-Jährige. Aus seiner Sicht sei es gelungen, viele Dinge auf den Weg zu bringen. „Was genau ich meine, wissen Sie selbst am besten – Sie waren ja mit daran beteiligt“, rief der scheidende Bürgermeister den Ratsmitgliedern zu.

Während seiner Amtszeit sei es sein erstes Ziel gewesen, die Finanzen der Stadt auf ein solides Fundament zu stellen und für ausgeglichene Haushalte zu sorgen. Zudem habe er immer wieder das Gespräch mit den Bürgern gesucht.

„Anschließend ist es wichtig, die Nöte und Ängste der Menschen mit in die Verwaltung zu nehmen, um dort Lösungen anzustoßen“, sagte Achim Wilmsmeier. An der Spitze der Verwaltung sei der Bürgermeister dafür verantwortlich, „dass der Laden läuft“.

„Ich danke allen, die in den vergangenen fünf Jahren geholfen haben, Bad Oeynhausen lebenswerter zu machen“, betonte Achim Wilmsmeier. Sowohl dem künftigen Rat als auch seinem Nachfolger Lars Bökenkröger wünsche er „eine glückliche Hand zum Wohle der Bürger in Bad Oeynhausen“.

Dankesworte aus der SPD-Fraktion

Im Namen der SPD-Fraktion sprach Olaf Winkelmann dem scheidenden Bürgermeister seinen Dank aus. Achim Wilmsmeier sei vor fünf Jahren angetreten, um die Stadt neu zu ordnen. „Das war nicht einfach und sehr arbeitsreich“, betonte Olaf Winkelmann.

Dabei habe er stets parteiübergreifend gehandelt. (Zur Erinnerung: Bei der Bürgermeisterwahl 2015 standen als Fünfer-Bündnis SPD, Grüne, BBO, Linke und UW hinter Achim Wilmsmeier. Vor einem Jahr beendeten die Grünen die Zusammenarbeit.)

Nicht nur die Sanierung der Finanzen sei Achim Wilmsmeier gelungen. Auch die Personalentwicklung in der Verwaltung habe er vorangetrieben. Zudem habe er viele Investitionen auf den Weg gebracht.

Leider werde er nicht mehr selbst im Amt sein, wenn schon bald weitere Früchte dieser Arbeit geerntet werden könnten. „Unser Dank gilt auch deiner Familie, die in der Vergangenheit oft auf dich verzichten musste. Für die Zukunft wünschen wir dir alles Gute“, sagte Olaf Winkelmann.

Kurz und knackig fielen die Dankesworte des Ersten Beigeordneten Georg Busse aus. „Die nächsten fünf Jahre werden mindestens so gut wie die zurückliegenden“, versprach er Achim Wilmsmeier, bevor er im Namen des Verwaltungsvorstandes ein Präsent überreichte.

Würdigung von 14 Ratsmitgliedern

In seinen Dank für die geleistete Arbeit schloss Kurt Nagel, Vorsitzender der CDU-Fraktion, außer dem scheidenden Bürgermeister Achim Wilmsmeier auch die verabschiedeten 14 Ratsmitglieder ein.

Es sind Hans-Jürgen Daniel, Michael Grützkowski, Gisela Kaase, Matthias Köhler, Dieter Langenbruch, Rainer Müller-Held, Irmgard Müller-Dietz, Wilhelm Ober-Sundermeyer, Friedhelm Schäfer, Friedrich Schiermeyer, Lutz Schröter, Ursula Sieker, Uwe Wehmeier und Karl-Heinz Weigelt.

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