Stadtverwaltung präsentiert im Fachausschuss neue Pläne für das Sportzentrum Süd
Halle wandert von West nach Ost

Bad Oeynhausen (WB). Einigen Mitgliedern des Sportausschusses hat es am Dienstagabend überhaupt nicht geschmeckt, als ein neuer Beschluss für die Sanierung und Umgestaltung der Außensportanlage im Schulzen­trum Süd vonnöten war.

Donnerstag, 08.10.2020, 05:00 Uhr
So soll die neue Sportanlage am Schulzentrum Süd künftig aussehen. Foto: Stadt Bad Oeynhausen

Schon im Mai 2019 war von den Mitgliedern ein Konzept beschlossen worden. Doch nach Angaben des Beigeordneten Stefan Tödtmann musste man die Pläne seitens der Stadtverwaltung nach der fehlenden Zusage von Fördermitteln verwerfen.

Das neue Konzept „bringt gravierende Veränderungen“ mit sich, sagt Landschaftsarchitekt Dirk Nagel, der den neuen Plan präsentiert hat. Dementsprechend knapp ist das Votum im Fachausschuss für die neuen Pläne ausgefallen. In zwei Bauabschnitten sollen in den Jahren 2021, 2022, 2023 etwa sieben Millionen Euro in den Umbau und die Sanierung investiert werden.

„Im August diesen Jahres ist der Projektaufruf für das Bundesprogramm ‚Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur‘ erfolgt“, berichtet Stefan Tödtmann. Die Fördergelder aus diesem „Pott peilt die Stadt nun an“.

Dafür sei jedoch die Überarbeitung der gesamten Machbarkeitsstudie für die Anlage im Schulzentrum Süd nötig gewesen. Damit das neue Konzept zudem auch den Anforderungen an einen Paralympics-Trainingsstützpunkt auf Landesebene entspreche, sei eine bedarfsorientierte Anpassung bei den Planungen mit den Schwerpunkt Wurf erfolgt.

Neuer Standort für Freilufthalle

Deshalb wurden in den ursprünglichen Entwürfen der Kunstrasenplatz sowie das separate Werferfeld gestrichen. Dafür soll als Ersatz ein Winterrasenplatz dienen, der multifunktional genutzt werden kann.

Die geplante Freilufthalle, die unter anderem künftig vom RRC Lohe genutzt werden soll, wird nach dem neuen Beschluss nicht mehr westlich des Stadions gebaut, sondern soll nun östlich des neuen Winterrasenplatzes entstehen, wo im Mai 2019 noch das Werferfeld platziert war.

Laut Stefan Tödtmann hofft die Stadt bei den neuen Plänen auf eine Bundesförderung in Höhe von 45 Prozent, maximal jedoch drei Millionen Euro. „Voraussetzung ist, dass heute Sie und am Mittwoch der Stadtrat den Beschluss fasst, so dass wir rechtzeitig den Antrag stellen können.“

Geteiltes Echo auf neue Pläne

„Wir sind uns alle sicher, dass an dieser Stelle etwas passieren muss“ betont Ausschussvorsitzender Oliver Thamm (CDU) zu Beginn der politischen Debatte. Den Verzicht auf einen Kunstrasenplatz sehe er äußerst skeptisch, da vor allem der Platz in der Sparkassen-Arena dringend entlastet werden müsse und dafür der neue Platz auf der Lohe nicht ausreiche.

„Nach unseren Planungen ist der Bedarf an Kunstrasenplätzen in der Stadt mit dem Sportplatz Lohe und künftig mit dem neuen Platz am Schulzentrum Süd gedeckt“, widerspricht Tödtmann. Ganz andere Einwände hat Dirk Büssing, der für die CDU-Fraktion das Wort ergreift: „Wir haben hier einen Entwurf, dessen Details wir nicht kennen. Unsere Aufgabe ist es, im Fachausschuss über Details zu diskutieren. Die Gelegenheit fehlt uns jedoch, und morgen soll der Rat endgültig beschließen. Wir stimmen gegen den neuen Beschlussvorschlag.“

Bedenken äußert auch Michael Körtner, der für die SPD spricht: „Es ist nicht optimal, eine solche Entscheidung in Kürze treffen zu müssen. Dennoch stimmen wir für den Vorschlag der Stadtverwaltung, da es sich hier um einen Entwurf handelt und dieser Beschluss für den Fördermittelantrag notwendig ist.“

Rainer Müller-Held (BBO) hinterfragt derweil das Vorgehen der Stadt: „Wie sicher ist denn eine Zusage von Fördermitteln für den neuen Entwurf? Beim damaligen Entwurf hat es ja auch nicht geklappt.“ Letztlich wurde der Vorschlag mit einer Kostenschätzung von 6.925.000 Euro mit neun Ja-Stimmen, bei einer Enthaltung und fünf Nein-Stimmen beschlossen.

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