Arbeitskreis „Quartiersentwicklung“ plant Befragung in Bad Oeynhausen
Neue Impulse für die Nachbarschaft

Bad Oeynhausen  (WB).  Nach dem coronabedingten Lockdown soll die Quartiersentwicklung der Johanniter-Unfall-Hilfe rund um das Mehrgenerationenhaus an der Weserstraße erneut an Fahrt aufnehmen. Dazu möchte Jennifer Hufen mit den Bürgern ins Gespräch kommen.

Dienstag, 06.10.2020, 05:00 Uhr
Wollen die Quartiersentwicklung rund um das Mehrgenerationenhaus an der Weserstraße mit einer ausführlichen Bürgerbefragung an fünf Terminen weiter vorantreiben (von links): Deborah Kreimeier, Andre Siegmund, Ina Rohleder, Cristin Kehl, Jennifer Hufen, Ann-Christin Soll und Marina Freese. Foto: Malte Samtenschnieder

Unterstützt wird die Quartiersmanagerin von Vertretern der Stadt, des evangelischen Kreiskirchenamts, der Wichernkirchengemeinde und des Kinderschutzbundes, die sich im extra zu diesem Zweck gebildeten Arbeitskreis „Quartiersentwicklung“ zusammengeschlossen haben.

Bereits seit der Eröffnung ihres Mehrgenerationenhauses Anfang 2019 spielt das Thema „Quartiersentwicklung“ für die Johanniter eine wichtige Rolle. Erste Stadien habe das Projekt bereits hinter sich, erläuterte Christian Rehberg, Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe Minden-Ravensberg.

Ein entsprechender Förderantrag an die Stiftung Deutsches Hilfswerk sei positiv beschieden worden: Für Personalkosten rund um die Quartiersentwicklung ständen bis Ende 2021 etwa 35.000 Euro zur Verfügung. Seit Januar 2020 trägt Jennifer Hufen die Verantwortung für das Projekt.

Auf die Theorie folgt die Praxis

„Wichtig ist, dass wir nach einer theoretischen Bestandsaufnahme jetzt praktisch herausfinden, was sich die Bürger wünschen, um die Nachbarschaft in ihrem Quartier weiter zu beleben“, sagte Jennifer Hufen.

Als Quartier wird das Gebiet in einem 500-Meter-Radius rund ums Mehrgenerationenhaus an der Weserstraße betrachtet. Jennifer Hufen: „Es wird auf der einen Seite von Detmolder Straße und Kurpark und auf der anderen Seite von Hermann-Löns-Straße und Triftenstraße begrenzt.“

Um mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen, soll es an fünf Standorten zu festen Terminen Befragungen geben. „Dabei wollen wir herausfinden, was die Bürger auf dem Herzen haben. Wir möchten gerne erfahren, was aus ihrer Sicht in ihrem Quartier bereits gut läuft und was nicht. Ergänzend kann uns natürlich jeder auch seine eigenen Verbesserungsvorschläge mitteilen“, betonte Jennifer Hufen.

Viele Angebote sind vorhanden

„Bei der Bestandsaufnahme hat sich herausgestellt, dass es in diesem relativ verdichteten sozialen Raum bereits viele Angebote gibt“, sagte Marina Freese von der Stadt Bad Oeynhausen.

„Theoretisch haben wir bereits viel erreicht“, meinte auch Ina Rohleder vom Kirchenkreis Vlotho. Jennifer Hufen: „Uns geht es nun darum, Wege zu finden, um das Vorhandene weiterzuentwickeln.“

Um ihre eigenen Ideen einzubringen, können die Bürger ihre Anregungen auf Karteikarten notieren. „Darüber hinaus können sich die Menschen auch an der Gestaltung unserer Quartiersbank beteiligen“, sagte Ina Rohleder.

Auf dem derzeit noch schlicht weißen Sitzmöbel, das bei allen fünf Bürgerbefragungen in den nächsten Wochen dabei sein soll, können dazu eigene Wünsche notiert werden.

Weiterentwicklung ist möglich

„Vielleicht vermisst ja jemand bestimmte Kreativangebote in der Nachbarschaft. Oder es finden sich Sportbegeisterte zusammen, die gemeinsam walken wollen. Oder Pflanzenfreunde, die gemeinsam gärtnern wollen, tun sich zusammen“, sagte Marina Freese. Der Arbeitskreis biete unverbindliche Hilfestellung bei der Umsetzung dieser oder ähnlicher Ideen an.

„Wenn die Angebote langfristig ohne uns laufen, ist das auch ok. Dann ziehen wir uns, wenn wir nicht mehr benötigt werden, eben wieder zurück“, sagte Jennifer Hufen. Die Quartiersmanagerin betonte, dass zur Befragung alle Altersgruppen und Nationalitäten willkommen sind.

Ablauf der Befragung

An diesen Terminen und Standorten ist die Bürgerbefragung geplant:

Samstag, 10. Oktober, 10 bis 12 Uhr – Gneisenaustraße

Freitag, 16. Oktober, 16 bis 18 Uhr – Ecke Dr.-Neuhäußer-Straße/Heinrichstraße

Samstag, 17. Oktober, 10 bis 12 Uhr – Ecke Wilhelm-Rottwilm-Straße/Rüdigerweg

Freitag, 23. Oktober, 16 bis 18 Uhr – Ecke Uhlandstraße/Schubertstraße

Samstag, 24. Oktober, 10 bis 12 Uhr – Ecke Wiesenstraße/Hindenburgstraße.

Weitere Informationen gibt es bei Jennifer Hufen (Quartiersentwicklung – Johanniter-Mehrgenerationenhaus) unter Telefon 05731/5599342.

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