Grundstein für den Ersatzneubau der Kita Sternschnuppe ist gelegt – Eröffnung 2021
„Eine Insel der Akzeptanz“

Bad Oeynhausen (WB). Bereits im Kindergarten wird das Fundament für eine gelingende Lebensbiografie gelegt – dafür braucht es nicht nur ein pädagogisches Konzept, sondern auch die passenden Räume. Der Grundstein für den Ersatzneubau der Kindertagesstätte Sternschnuppe ist nun gelegt: Voraussichtlich zum Beginn des neuen Kindergartenjahrs 2021 sollen die Kleinen dort einziehen können (diese Zeitung berichtete).

Samstag, 03.10.2020, 20:33 Uhr aktualisiert: 03.10.2020, 20:36 Uhr
Den Ersatzbau für die Kita Sternschnuppe sehnen herbei (von links): Marco Mohrmann (kaufmännischer Vorstand Stiftung Wittekindshof), Jörg M. Henke (Architekt und Projektleiter), Katrin Miegel (Diakonin und Kita-Leiterin), Anja Helen Bierski (Volmerdingsener Gemeindepfarrerin), Prof. Dr. Dierk Starnitzke (Vorstandssprecher Stiftung Wittekindshof), Gabi Butenuth (Leitung Kita Spatzennest), Ute Röhling (Vorsitzende Eltern-Selbsthilfe-Gruppe), Elke Ruthenkolk (Ressortleitung Arbeit, Bildung und Gesundheit des Wittekindshofs), Helke Nolte-Ernsting (stellvertretende Bürgermeisterin) und Reiner Breder (Vorgänger von Elke Ruthenkolk).

Nachdem die Feier des ersten Spatenstichs wegen Corona abgesagt werden musste, hatten sich die Diakonische Stiftung Wittekindshof als Bauherr sowie der Verein Eltern-Selbsthilfe-Gruppe (ESG) Bad Oeynhausen als künftiger Träger entschieden, im Gegenzug die Grundsteinlegung im kleinen Kreis zu zelebrieren. Auch die Hauptpersonen, die von dem neuen Bauwerk profitieren sollen, waren anwesend. Mit Gesangseinlagen gestalteten die Mädchen und Jungen der Kita Sternschnuppe die Feierlichkeit mit.

ESG übernimmt Trägerschaft

Vertreter aus der Kirchengemeinde Volmerdingsen-Wittekindshof waren ebenfalls anwesend. Sie wird die Trägerschaft künftig an die ESG abgeben. Damit wird die Kita Sternschnuppe zur Schwestereinrichtung der Kita Spatzennest, die ebenfalls von der Elterninitiative betrieben wird.

„Empathie, Respekt für andere, Teilnahme an der Gesellschaft, das Ausleben von Kreativität – dafür brauchen die Kinder die passenden Räume“, sagte Elke Ruthenkolk, die als Ressortleiterin für den Bereich Arbeit, Bildung und Gesundheit für den Wittekindshof in den Kreisen Minden-Lübbecke und Herford verantwortlich ist.

Eingehen auf Bedürfnisse

Das Eingehen auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Mädchen und Jungen sei bei der Planung des Neubaus ein wichtiger Gedanke gewesen, berichtet Vorstandssprecher Prof. Dr. Dierk Starnitzke: „Von Menschen gemachte Behinderungen sollen abgebaut und die Kinder angenommen werden, wie sie sind.“ Seine Position festigte Dierk Starnitzke mit einem Zitat aus dem Markus-Evangelium, in dem Jesus mit den Worten „Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solchen gehört das Reich Gottes“, bewusst die Kinder segnet. „Im Haus soll gelten, was Jesus vormacht. Die Kita soll eine Insel der Akzeptanz sein, die in die Gesellschaft ausstrahlt, denn dann ist das Himmelreich spürbar, von dem Jesus spricht“, fügte der Vorstandssprecher hinzu.

Drei große Gruppenräume

Um auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder eingehen zu können, wird der Neubau über mehr Platz verfügen. Drei große Gruppenräume mit je einem Nebenraum, Schlafraum und Sanitärraum stehen den 65 Kindern im Alter zwischen zwei und sechs Jahren sowie den zwölf Mitarbeitenden zur Verfügung. „Besonders schön finde ich den Differenzierungsraum“, hob die stellvertretende Bürgermeisterin Helke Nolte-Ernsting hervor. Er soll für gruppenübergreifende Angebote zur Verfügung stehen und kann etwa als Malatelier, Musikraum oder Bibliothek genutzt werden. Hinzu kommt ein Kinderrestaurant. Als weitere Besonderheiten soll die Kita in Holzrahmenbauweise mit einer Photovoltaikanlage sowie einer Dachbegrünung ausgestattet werden. Gesamtkosten: etwa zwei Millionen Euro.

Grundstück 2018 gekauft

Wie lange der Weg von der ersten Idee bis zum Beginn des Neubaus war, umriss der Wittekindshofer Architekt Jörg M. Henke: Eine Bewertung der Kita, die seit fast 50 Jahren besteht, hatte vor etwa sieben Jahren ergeben, dass ein Neubau her muss. „2015 hat der Stiftungsrat beschlossen, das gegenüberliegende Grundstück zu kaufen. 2016 sind erste Entwürfe und ein Nutzungskonzept entstanden. 2018 ist der Kauf dann vollzogen worden, so dass 2019 mit der eigentlichen Bauplanung begonnen werden konnte“, erläuterte Jörg M. Henke.

Alte Kita wird später abgerissen

Die Fertigstellung der neuen Einrichtung ist für den Beginn des neuen Kindergartenjahrs im Sommer 2021 vorgesehen. Nach dem Einzug soll die alte Kita abgerissen und die Fläche in das Außengelände, das dann über eine Fläche von 2500 Quadratmetern, statt vormals 1600 Quadratmetern verfügt, integriert werden. Die Vorbereitung zur Zertifizierung als Bewegungskita läuft bereits.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7615499?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516044%2F
Hakenkreuz-Christbaumkugel in Chat-Gruppe der Polizei
Im Dritten Reich gab es Christbaumkugeln mit Hakenkreuz. Dieses Bild entstand in einer Ausstellung über historischen Weihnachtsschmuck. Das Gesetz erlaubt das Zeigen eines solchen Fotos in Berichten über zeitgeschichtliche Vorgänge. Foto: dpa
Nachrichten-Ticker