Tribute-Band begeistert Publikum mit Konzert im Theater im Park in Bad Oeynhausen
„Night Fever“ lässt Bee-Gees-Fans tanzen

Bad Oeynhausen  (WB). Da wurden Erinnerungen lebendig: In einem fast zweistündigen Akustik-Konzert hat die Cover-Band „Night Fever“ aus Leipzig am Freitagabend die legendäre Geschwister-Popgruppe Bee Gees auferstehen lassen.

Montag, 21.09.2020, 05:00 Uhr
Nach der Pause verstärkt Sängerin Tertia Botha die Bee-Gees-Coverband „Night Fever“. Das Publikum genießt das besondere Konzert im unter Corona-Bedingungen ausverkauften Theater im Park. Dieses markiert zugleich den Anfang der neuen Spielzeit. Foto: Gabriela Peschke

In einer „Unplugged“-Version ihrer eigentlichen Show nahm sie die Besucher im ausverkauften Theater im Park mit auf eine musikalische Zeitreise durch die späten 1960er und 1970er Jahre, als das Disco-Fieber mit Gelhaaren und Glitzerklamotten eine ganze Generation erfasst hatte. Diese Generation saß am Freitagabend genüsslich in ihren Theatersesseln und feierte „per Sitzparty“ den Retro-Sound: klatschend, wippend und mit leuchtenden Taschenlampen.

Schon nach dem ersten Song stand fest: Das Trio um Band-Gründer Michael Zai setzt alles daran, an das Lebensgefühl einer Epoche anzuknüpfen, die noch nichts wusste von Staccato-Rap und Dirty Talk in der Pop-Musik. Schon das Outfit erinnerte eins zu eins an die britisch-australischen Gebrüder, die mit mehr als 200 Millionen verkauften Tonträgern Musikgeschichte geschrieben haben.

Keyboarder Uwe Haselsteiner erschien, wie einst Maurice Gibb, als Mann mit Hut, Franco Leon alias Robin Gibb mit legendärer blauer Brille und Michael Zai erinnerte mit seiner Haartracht sichtbar an Bruder Barry. „Als ich als Junge in unserem Schwarzweiß-Fernseher zum ersten Mal die Bee Gees sah, habe ich mir geschworen: Wenn ich groß bin, spiele ich ihre Songs – in Bad Oeynhausen!“, rief er den Zuschauern entgegen.

Erster Auftritt bei den Parklichtern 2019

Bereits bei den Parklichtern im Vorjahr ein Stimmungs-Booster, überzeugte die Band auch beim Bühnenkonzert vor allem mit einem originalgetreuen Remake des Gibbschen Falsett-Gesangs. Wer kannte nicht die eindringlich hohe Kopfstimme von Robin Gibb, ungewöhnlich für den damaligen musikalischen Standard, aber faszinierend und wegbereitend für das künftige Musikgeschäft.

Mit mehreren Oktaven Stimmumfang begeisterte Franco Leon in Schmelzern wie „More than a woman“ oder „Massachusetts“ genauso wie bei den unvergessenen Soundtracks des Musikfilms „Saturday Night Fever“. So hautnah am Original, so treffsicher im Ton, dass das Publikum immer wieder mit spontanem Beifall, Jubelrufen und Pfiffen klarstellen musste: Ihr seid großartig!

In einem weiten Bogen ging es durch das Repertoire der Gebrüder, teils sogar mit eigenen Arrangements wie bei „Staying alive“, wo das klassische Kontrabass und Bongo-Drums dem Song eine ganz individuelle Färbung gaben.

„If I can’t have you“, sangen die Bee Gees Ende der 1970er Jahre im Film „Saturday Night Fever“, und während seinerzeit John Travolta mit einer Tanzshow begeisterte, fühlten sich einige Zuschauer im Theater im Park ermuntert, sich von ihren Randplätzen zu erheben und im Gang zu tanzen – mit Sicherheitsabstand.

Besucher lassen sich von Musik mitreißen

Auch die Bad Oeynhausenerin Beate Baron und ihre Freundin Jutta Höner aus Bünde waren begeistert von dem Konzert. „Vieles erinnert uns an die Zeit, als wir damals gemeinsam ins ‚Rodeo‘ gingen oder auf ‚Wegeners Tenne‘ in Gohfeld gefeiert haben“, berichteten sie in der kurzen Pause.

Im zweiten Teil des Abends bereicherte die Sängerin Tertia Botha das Ensemble und überzeugte mit ihrer klaren Stimme unter anderem bei „Guilty“ und „Chain reaction“. Bevor die Band sich verabschiedete, ließ es sich Franco Leon nicht nehmen, angesichts der für Künstler derzeit schwierigen Umstände der Veranstaltungsleitung im Theater im Park ausdrücklich zu danken – und kündigte zugleich ein Wiedersehen für 2021 an.

Bei einem abschließenden Medley, unter anderem mit „Juliet“ und „Nights on Broadway“, kochte die Stimmung noch einmal kräftig auf, bis dann in geordnetem Fluss der Besucherstrom das Theater verließ.

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