Angebot soll im Frühjahr 2021 noch ausgeweitet werden
Mit dem „Oeynrad“ unterwegs

Bad Oeynhausen (WB). Von sofort an können an vier Stationen in der Stadt E-Bikes und Fahrräder ausgeliehen werden. Am Freitag ist das Fahrradverleihsystem „Oeynrad“ offiziell an den Start gegangen. Spätestens im Frühjahr sollen weitere Verleih-Standorte folgen und der Radbestand erweitert werden, um das Netz auf das gesamte Stadtgebiet auszuweiten.

Samstag, 05.09.2020, 09:00 Uhr aktualisiert: 05.09.2020, 13:26 Uhr
Andreas Schwarze (von links, Vorstand der Stadtwerke Bad Oeynhausen), Bürgermeister Achim Wilmsmeier, Philipp Kleinschnittger („Nextbike”), Thomas Koch (Geschäftsführer Handwerks-Service) und Patrick Zahn (Wirtschaftsförderer) eröffnen das Fahrradverleihsystem „Oeynrad”. Umweltfreundlich können Nutzer jetzt durch Bad Oeynhausen radeln, bezahlt wird über eine Handy-App. Foto: Lydia Böhne

Als Ergänzung für den Nordbahnhof, die „Drehscheibe für umweltfreundliche Mobilität“, sieht Bürgermeister Achim Wilmsmeier das Fahrradverleihsystem. Die Räder seien in seinen Augen besonders für Kurzstrecken gut geeignet. Bad Oeynhausen nehme mit diesem Projekt laut Wilmsmeier eine „Vorreiterrolle“ ein. Lange hat die Stadt an der Umsetzung der Idee eines Fahrradverleihsystems getüftelt.

Reparaturen im Nordbahnhof

Nachdem gewerbliche Fahrradhändler der Stadt auf ihre Anfrage nach einer Zusammenarbeit laut Wirtschaftsförderer Patrick Zahn allesamt eine Absage erteilt hätten, habe man sich an das Unternehmen „Nextbike“ gewandt – ein weltweit agierender Bikesharing-Anbieter mit Sitz in Leipzig. In mehr als 200 Städten ist das Unternehmen aktiv. Normalerweise stellt „Nextbike“ vor Ort die Hard- und Software zur Verfügung, kümmert sich um den Transport sowie den Service.

In Bad Oeynhausen sind diese Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt: Der Bikesharing-Anbieter stellt auch hier die Hard- und Software, um den Transport sowie die Umverteilung und die Kontrolle der Verleihstationen aber kümmern sich die Stadtwerke Bad Oeynhausen (SBO). Eventuelle Reparaturen übernimmt der Handwerks-Service in der Radstation im Nordbahnhof. Das für die Kur­stadt angepasste System ist nach Vorschlägen von Bürgern nach einem Gewinnspiel auf den Namen „Oeynrad” getauft worden.

Klimaschonend von A nach B

Ob Kurgäste, Pendler, Touristen oder Einheimische – jeder mit einem internetfähigen Handy kann das System über die App „Nextbike“ nutzen, um klimaschonend von A nach B zu kommen. Zur Auswahl stehen 70 Räder in der Tretvariante sowie zehn E-Bikes, um Touren mit Steigung bequem zu bewältigen. Die E-Bikes bringen es auf eine maximale Geschwindigkeit von 25 Stundenkilometern und werden an den Stationen induktiv geladen. Die bisherigen vier Stationen befinden sich vor dem Rathaus I, am Hauptbahnhof, am Südbahnhof sowie an der „Weserhütte“. Angedacht sind laut SBO-Vorstand Andreas Schwarze 13 oder 14 Stationen im gesamten Stadtgebiet, um das Fahrrad flächendeckend nutzen zu können.

100 Räder sind das Ziel

„Im September werden wir mit der Planung beginnen, die im Frühjahr umgesetzt werden soll“, erläutert Andreas Schwarze. 100 Räder sind nach Auskunft des Vorstandes das Ziel. Ergänzt werden soll das Angebot durch Lastenräder. Auf einer Infotafel an den Stationen wird die Nutzung schrittweise erklärt sowie über die Tarife aufgeklärt: Bei einem Standardrad wird pro 30 Minuten ein Euro berechnet. Der Tagessatz beträgt neun Euro. Eine halbe Stunde mit dem E-Bike kostet 2 Euro, der Tagessatz für 24 Stunden 18 Euro. Abgerechnet wird über ein in der App hinterlegtes Zahlungsmittel. Zurückgegeben werden können die Räder beliebig an einer der vier Stationen.

Sobald der Nutzer in der App eingeloggt, der QR-Code am Rad gescannt und die Fahrt bezahlt ist, springt das Schloss am Rahmen selbstständig auf – und die Fahrt kann beginnen.

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