Risse an Verbindungsrohr abgedichtet – Pause bei Sielwehr-Absenkung
Wasser marsch am Jordansprudel

Bad Oeynhausen (WB). Dirk Henschel ist erleichtert. Zumindest für den Moment. Der Grund für einen lange rätselhaften Wasserverlust am Jordansprudel nahe der Bali-Therme scheint gefunden. Und der Schaden ist seit Wochenbeginn behoben.

Donnerstag, 03.09.2020, 05:00 Uhr
Nachdem Risse an einem Verbindungsrohr in der Anlage des Jordansprudels geschlossen werden konnten, soll die Anlage mit Wasser befüllt werden und das Wahrzeichen noch in dieser Woche seinen Betrieb wieder aufnehmen. Foto: Malte Samtenschnieder

Der Leiter des Eigenbetriebes Staatsbad hofft, dass dies der einzige Grund für den massiven Wasserverlust ist, der im April beim Befüllen der Anlage, die etwa 100 Kubikmeter Wasser fasst, aufgetreten war. Seinerzeit wurde der Saisonstart des Jordansprudels, auch angesichts der Corona-Krise und aller zunächst still gelegten Quellen des Staatsbades, ad acta gelegt.

Von Mitarbeitern der Bielefelder Kanalsanierungsfirma Bachler und der Firma Bodenbender aus Biedenkopf in Hessen sind die undichten Stellen in dem Verbindungsrohr am Boden des Bassins nun behoben worden. Der Schaden an dieser Stelle hatte sich vor dem Hintergrund des Wasserverlustes bei einer anschließenden Prüfung der Anlage herausgestellt.

Mit Hilfe eines mit Epoxid-Harz getränkten Schlauches sind die Risse im Rohr inzwischen geschlossen worden. Das Harz musste noch aushärten. Dirk Henschel erklärte am Mittwochnachmittag, dass mit dem Befüllen der Anlage mit Werrewasser bereits begonnen worden sei, „und der Jordansprudel mit seiner Fontäne am Donnerstag im Probebetrieb laufen wird, wenn dies der Wasserstand schon zulässt“.

Nur ein Mal im Jahr genutzt

Das defekte Verbindungsrohr am Bassinboden wird im Prinzip nur ein Mal im Jahr genutzt, wenn im Spätherbst das Wasser aus der Anlage abgelassen wird, um sie winterfest zu machen. Es wird dann über ein Rohrnetz in Richtung Kokturkanal geleitet. Dirk Henschel: „Im Frühjahr hat sich das Wasser offenbar beim Befüllen des Bassins seinen Weg über dieses Rohr gesucht und ist auf diesem Weg abgeflossen.“ Innerhalb eines Tages war die gesamte Wassermenge verschwunden.

Von langer Dauer wird das nun in Kürze wieder mögliche Schauspiel eines der Wahrzeichen der Stadt allerdings zunächst nicht sein. Der Leiter des Eigenbetriebes: „Wenn das Sielwehr für die anstehende Sicherheitsprüfung vom 12. September an abgesenkt wird, steht uns für die Dauer dieser Arbeiten nicht genug Werrewasser am Jordansprudel zur Verfügung, um die Fontäne in die Höhe schnellen lassen zu können.“ Der Jordansprudel werde dann noch einmal eine ungewollte Pause einlegen müssen. Etwa vom 22. September bis in den Spätherbst soll er dann noch einmal den Betrieb aufnehmen.

Reparatur für 10.000 Euro

Die Kosten für die jüngsten Reparaturarbeiten beziffert Dirk Henschel auf knapp 10.000 Euro. Die Ausgabe sei durch einen regulären Posten im Haushalt des Staatsbades abgedeckt, über den Unterhaltungsmaßnahmen solcher Art finanziert seien.

Sollte sich wieder Erwarten noch herausstellen, dass die jetzt an dem Verbindungsrohr festgestellten Risse nicht der einzige Grund für den Wasserverlust seien, müsse man der Sache noch eingehender auf den Grund gehen. Dirk Henschel: „Einen geringen Wasserverlust können wir in Kauf nehmen, nicht aber einen kompletten, wie es im Frühjahr der Fall gewesen ist.“

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