Vogelfuttermix verwandelt Bad Oeynhausener Garten in Dschungel
Plötzlich sprießen 150 Sonnenblumen

Bad Oeynhausen (WB). Eigentlich wollte Familie Gerkensmeier aus Eidinghausen nur die Vögel füttern. Was aus den auf dem Boden verteilten Kernen und Samen werden sollte, die die Vögel übrig ließen, hätte sich die Familie nicht träumen lassen: Mehr als 150 Sonnenblumenpflanzen sprießen in ihrem Garten. „Es ist wie im Dschungel“, sagt Kerstin Gerkensmeier.

Dienstag, 11.08.2020, 03:10 Uhr aktualisiert: 11.08.2020, 09:36 Uhr
Der Garten von Kira (19, von links), Burkhard und Kerstin Gerkensmeier hat sich in einen wilden Dschungel verwandelt. Mehr als 150 Sonnenblumenpflanzen sprießen im Garten aus den Boden. Der Grund dafür: ein herkömmliches Winterstreufutter für Vögel. Foto: Lydia Böhne

„Wir haben eigentlich ein Futterhäuschen für die Vögel. Damit sie das Suchen nicht verlernen, haben wir aber auch Futter auf dem Boden verteilt“, berichtet Burkhard Gerkensmeier. Dass aus den Körnern eventuell etwas wachsen könnte, hatte die Familie zwar einkalkuliert, doch was daraus erwachsen ist, macht die Hobbygärtner sprachlos.

Als die Eidinghausener aus dem Urlaub wiederkamen, konnte sie ihren Augen kaum trauen: Überall sprießten Sonnenblumen aus dem Boden und warfen damit die eigentliche Gartenplanung komplett über den Haufen. Seit vier Jahren kümmert sich die Familie in Eigenregie um die Umgestaltung des hauseigenen Gartens.

„Die Beete waren fertig bepflanzt. Dass die paar Samen vom Vogelfutter so aufgehen würden, damit haben wir nicht gerechnet“, sagt Burkhard Gerkensmeier. Neben den Sonnenblumenkernen waren anscheinend auch noch andere Samen im Vogelfutter mit dem Namen „Winterstreufutter Spezial“ enthalten.

Sonnenblume „Spezial“

„Plötzlich wuchs sogar 2,60 Meter hoher Hanf in unserem Garten“, staunt Kerstin Gerkensmeier. „Eine Internetrecherche ergab, dass dieser Industriehanf komplett illegal ist. Deshalb haben wir ihn sofort entfernt“, ergänzt Burkhard Gerkensmeier mit einem Lachen. Die Sonnenblumen sollen bleiben, solange sie blühen.

Während ein Teil der Sonnenblumen bereits in voller Pracht steht, sind andere Knospen noch geschlossen. „Wir werden daher länger etwas von ihnen haben“, sagt Kerstin Gerkensmeier. „Auch die Tiere und Wildbienen haben etwas davon. Wir sind absolute Gegner von Steingärten“, ergänzt Burkhard Gerkensmeier.

Und noch eine weitere Überraschung hat die Ergänzung „Spezial“ in der Bezeichnung des Vogelfutters für die Eidinghausener bereitgehalten: Im Gegensatz zu üblichen Sonnenblumen, bei denen eine Pflanze über eine Blüte verfügt, stechen die Pflanzen im Garten der Gerkensmeiers durch mehrere Knospen und damit durch mehrere Blütenkörbe an einem Stängel hervor. „So eine Sorte habe ich in dieser Art noch nie gehabt“, sagt Burkhard Gerkensmeier fasziniert.

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