„Dienstagsleser“ servieren am Museumshof Bad Oeynhausen Auszüge aus drei Werken
Ein Vorgeschmack auf die Poetischen Quellen

Bad Oeynhausen(WB). Nach einer viermonatigen Pause legen die „Dienstagsleser“ wieder los – nicht in der Stadtbücherei Bad Oeynhausen, sondern auf dem Museumshof. In petto haben die Vorleser Auszüge aus Werken der Autoren, die auch beim diesjährigen Internationalen Literaturfest Poetischen Quellen zu Gast sind. Bei der Veranstaltung „Dienstagsleser begegnen den Poetischen Quellen“ am Dienstag, 18. August, wird es von 19 Uhr eine kleinen Vorgeschmack auf das etablierte Literaturfest geben.

Donnerstag, 06.08.2020, 06:22 Uhr aktualisiert: 06.08.2020, 06:30 Uhr
Sie machen aus der Not eine Tugend und veranstalten eine Preview zu den Poetischen Quellen (vordere Reihe, von links): Walter Eberle, Ulrich Eickmeyer, Klaus Spitczok von Brisinski (alles „Dienstagsleser“) gemeinsam mit (von links) Fred Volker Eyl (erster Vorsitzender des Fördervereins), Michael Scholz (Leiter der Poetischen Quellen) und Mareike Skibba (Leiterin der Stadtbücherei). Foto: Louis Ruthe

„Das ist das erste Mal, das es solch eine Preview gibt“, sagt Michael Scholz, Künstlerischer Leiter des Internationalen Literaturfestes Poetischen Quellen. Sechs Werke von sechs Autoren werden an dem Abend vorgestellt. Aus drei Büchern wird gelesen. „Der Abend steht unter dem Motto ‚Literatur und Widerstand‘“, berichtet Mareike Skibba, Leiterin der Stadtbücherei. Gemeinsam mit dem Förderverein der Stadtbücherei sowie der Buchhandlung Scherer ist die Idee zum Vorleseabend zur coronabedingt umstrukturierten Sonderausgabe der Poetischen Quellen entstanden.

Die „Dienstagsleser“ Walter Eberle, Ulrich Eickmeyer sowie Klaus Spitczok von Brisinski werden aus den Werken „Das Haus der Miserablen“ von Abbas Khider, „Ein Haus für die Müden“ von Dzevad Karahasan und „Herr Klee und Herr Feld“ von Michael Bergmann lesen. „Wer die Werke liest oder Auszüge daraus hört an dem Abend, wird merken, wie vielfältig der Widerstand ist“, sagt Klaus Spitczok von Brisinski. Eine Geschichte soll jeweils aus den Werken gelesen werden. Die Vorstellung der Bücher übernimmt Anette Gohlke von der Buchhandlung Scherer.

Idee mit Zukunft

„Dabei greifen wir nicht den Poetischen Quellen vor“, betont Fred Volker Eyl, Vorsitzender des Fördervereins der Stadtbücherei Bad Oeynhausen. Die Veranstaltung solle viel mehr die Kulturschaffenden in Bad Oeynhausen zusammenführen und Interessierten einen Mehrwert geben. „Diese Idee hat Zukunftscharakter“, sagt Michael Scholz.

Eine Kooperation zwischen den Poetischen Quellen sowie der Stadtbücherei und der Buchhandlung Scherer halte er für zukunftsweisend, gerade nach den für den kulturellen Bereich coronabedingten schweren Einschnitten der vergangenen Wochen und Monate. Er wird an dem Abend zudem einen kleinen Ausblick auf das diesjährige Programm der Poetischen Quellen geben.

„Für uns war es in diesem Jahr klar, dass ein Verkauf von alten Büchern zu solchen Veranstaltungen wie den Poetischen Quellen nicht mehr zeitgemäß ist“, sagt Fred Volker Eyl. Also habe man die Köpfe zusammengesteckt und eine Alternative entwickelt. Zudem dankt der Vorsitzende den Städtischen Museen, die die Veranstaltung auf dem Museumshof durch ihre Zusage erst ermöglicht haben. „Ein Risiko bleibt“, sagt Mareike Skibba. Bei schlechtem Wetter muss die Veranstaltung abgesagt werden. „Wenn dieser Fall eintritt, werden wir die Gäste rechtzeitig informieren“, sagt sie.

Registrierung nötig

Für 100 Zuhörer sei an dem Abend Platz. Der Eintritt ist frei, jedoch sind Tickets notwendig, da der Zutritt nur nach der Registrierung mit Anschrift und Telefonnummer in einer Liste erfolgt. Dies ist ab sofort in der Stadtbücherei möglich. Zudem weisen die Veranstalter daraufhin, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verpflichtend ist und die üblichen Abstandsregeln vor Ort gelten.

Einlass ist von 18.30 Uhr an. Alle bei der Veranstaltung vorgestellten Bücher sind ab sofort in der Stadtbücherei entleihbar.

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