Städtische Mittel können seit 1. Juli abgerufen werden – maximal 20 Prozent der Investitionssumme
Förderprogramm zur energetischen Sanierung

Bad Oeynhausen (WB). In seiner jüngsten Sitzung hat der Rat der Stadt Bad Oeynhausen ein Förderprogramm zur energetischen Sanierung von Gebäuden, die vor dem 1. Januar 1980 erbaut wurden, beschlossen. Dazu erklärt Bürgermeister Achim Wilmsmeier: „Ich freue mich, dass wir damit unsere Bürgerinnen und Bürgern dabei unterstützen können, ihre Häuser effizienter zu machen und Energiekosten zu sparen.“

Freitag, 03.07.2020, 07:23 Uhr aktualisiert: 03.07.2020, 07:30 Uhr
Das Förderprogramm steht seit dem 1. Juli zur Verfügung. Für Ein- und Zweifamilienhäuser können bis zu 1500 Euro, maximal 20 Prozent der Investitionssumme abgerufen werden. Foto: dpa

Das Förderprogramm steht seit dem 1. Juli zur Verfügung. Für Ein- und Zweifamilienhäuser können bis zu 1500 Euro, maximal 20 Prozent der Investitionssumme abgerufen werden. Auch Mehrfamilienhäuser erhalten einen Zuschuss zu energetischen Sanierungsmaßnahmen. Dieser liegt bei 500 Euro je Wohneinheit. Auch Eigentümer von einzelnen Wohnungen sind antragsberechtigt.

„Wir haben jetzt ein flexibles Förderinstrument, das sowohl für selbst genutzte Gebäude als auch den Mietwohnungsbau Anreize liefert“, sagt Achim Wilmsmeier. Damit schaffe man bewusst keine Konkurrenz zu Förderprogrammen des Bundes und des Landes. Das Programm lasse sich damit kombinieren, was den Vorteil für Hausbesitzer erhöhe.

Zuschuss von 35 Prozent möglich

Gleichzeitig leiste die Stadt so ihren Beitrag, um dem Handwerk in Zeiten der Corona-Pandemie zu helfen. Das Förderprogramm sei mit 150.000 Euro ausgestattet. In Verbindung mit den anderen Programmen sei der wirtschaftliche Effekt aber um ein Mehrfaches höher, betont Achim Wilmsmeier. Die Informationen zum Förderprogramm stehen auf der Internetseite der Stadt bereit.

„Wir fördern die Dämmung von Dach, Fassade und Kellerdecke, neue Fenster sowie erneuerbare Energien im Heizungsbereich“, erläutert Andreas Witt, Klimaschutzmanager der Stadt und Ansprechpartner für das Programm. „Es ist so konzipiert, dass es auf bestehende Förderprogramme aufsetzt. Zum Beispiel fördert der Bund neue Gasheizungen mit einem Zuschuss von 35 Prozent, wenn dies mit erneuerbaren Energien kombiniert wird. Das wird in der Regel eine Solarwärmeanlage sein. Die Stadt legt hier noch bis zu 1500 Euro oben drauf, so dass die Solaranlage leichter finanzierbar ist.“

Bundesmittel kommen hinzu

Die Förderlandschaft sei inzwischen durchaus vielgestaltet. Andreas Witt: „Ohne Beratung findet man sich in diesem Förderdschungel kaum zurecht.“ Daher sei ein wichtiger Bestandteil des kommunalen Programms auch die Förderung der Beratung. Nimmt ein Hauseigentümer das Beratungsangebot der Verbraucherzentrale in Anspruch, so liegt der Zuschuss bei 100 Prozent.

„Sehr empfehlenswert ist auch das Beratungsprogramm des Bundes, das wesentlich detaillierter ist und einen genauen Sanierungsfahrplan liefert“, betont Andreas Witt. Hier liege der Zuschuss des Bundes bei 80 Prozent und die Stadt steuere weitere zehn Prozent bei. Eine Beratung ist aber immer obligatorisch, wenn ein Zuschuss zu einer Maßnahme beantragt werden soll.

„Auf keinen Fall sollte man vergessen, den Antrag vor einer Beratung oder einer Sanierungsmaßnahme zu stellen“, rät Andreas Witt. „Denn sonst können wir keinen Zuschuss gewähren“. Die Fördermittel würden in der Abfolge des Antragseingangs vergeben. Einen Rechtsanspruch auf die Mittel gebe es nicht.

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