Belag an den Seiten der Schützenbrücke soll 2021 ausgetauscht werden
Kunststoff statt Holz

Bad Oeynhausen (WB). Bauarbeiten hat es an der Schützenbrücke schon viele gegeben. Jetzt soll 2021 der Holzbohlenbelag ausgetauscht werden. Das sieht ein Vorschlag der Verwaltung an den Ausschusses für Stadtentwicklung vor. Er tagt am Mittwoch, 17. Juni, 18 Uhr, in der Aula im Schulzenrum Süd.

Dienstag, 09.06.2020, 07:55 Uhr aktualisiert: 09.06.2020, 08:00 Uhr
Immer wieder sind in der Vergangenheit einzelne Holzbohlen ausgetauscht worden. Das Bild aus dem Januar 2017 zeigt die wiederholt auftretenden Schäden. Foto: Rajkumar Mukherjee/Archiv

Stadt schätzt Kosten auf 350.000 Euro

Die Kosten beziffert die Stadt auf 350.000 Euro. Die Gelder sollen im Haushalt 2021 eingestellt werden. Die Brücke besteht aus drei Einzelbauwerken. Neben dem Stahlbetonbauwerk für den Autoverkehr befinden sich auf beiden Seiten Aufweitungen für den Fuß- und Radverkehr. Diese Bereiche bestehen jeweils aus einer Stahlunterkonstruktion und einem Belag aus Holzbohlen. Die Aufweitungen wurden im Vorfeld der Landesgartenschau 1999 gebaut. Es stellten sich durch Verschmutzung und Witterungseinflüsse relativ schnell Probleme aufgrund der mangelnden Rutschfestigkeit ein, so dass 2010 eine Beschichtung des Holzbohlenbelags mit Epoxidharz erforderlich wurde. Durch diese Maßnahme wurde nach Angaben der Stadt zwar die Rutschgefahr deutlich gemindert, der Verwitterungsprozess jedoch nicht aufgehalten, da weiter Feuchtigkeit von unten in das Holz eindringen könne.

Weite Teile massiv beschädigt

So seien inzwischen weite Teile der etwa 800 Quadratmeter großen Fläche massiv beschädigt. Einzelne Holzbohlen habe man aufgrund der Durchbruchgefahr bereits austauschen müssen. Da der gesamte Belag jedoch abgängig sei, sei ein vollständiger Austausch „zwingend erforderlich“. Ein weiterer Ersatz einzelner Bohlen ist laut Stadt „extrem unwirtschaftlich“ und im Bereich oberhalb der Bahnlinie außerhalb von Sperrungen der Strecke nicht zulässig. Um die genannten Probleme in Zukunft auszuschließen wird ein Ersatz des Holzbohlenbelags mittels Glasfaserverstärkten Kunststoffprofilen (GFK) angestrebt. Diese Bohlen seien witterungsbeständig und hätten eine rutschhemmenden Deckschicht.

Laut Stadt hätten zwei Firmen erforderliche Zulassungen für den Einsatz im Brückenbau, so dass mit einer öffentliche Ausschreibung eine wirtschaftliche Vergabe sichergestellt sei.

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