Weniger Gästeankünfte und Übernachtungen in Bad Oeynhausen führen zu sinkenden Einnahmen
Staatsbad zieht Corona-Zwischenbilanz

Bad Oeynhausen  (WB). Wegen der Corona-Krise ist im ersten Quartal 2020 sowohl die Anzahl der Gästeankünfte als auch die Anzahl der Übernachtungen in Bad Oeynhausen eingebrochen. Mit den Details befasst sich der Betriebsausschuss Staatsbad bei seiner Sitzung am Mittwoch, 10. Juni, 18 Uhr, in der Wandelhalle.

Donnerstag, 04.06.2020, 06:30 Uhr
In Folge der Corona-Krise ist die Zahl der Gästeankünfte und der Übernachtungen in Bad Oeynhausen gesunken. Das führt etwa zu geringeren Kurbeiträgen. Foto: Malte Samtenschnieder

„Im ersten Quartal 2020 ist die Zahl der Gästeankünfte in Bad Oeynhausen auf 24.637 Ankünfte gesunken. Das entspricht einem Rückgang um 17,2 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres“, schreibt Dirk Henschel, Leiter Eigenbetrieb Staatsbad, in einer Beschlussvorlage für den Betriebsausschuss Staatsbad.

Der Rückgang der Übernachtungen im ersten Quartal 2020 falle mit 219.215 Übernachtungen gegenüber 227.486 Übernachtungen im Vergleichszeitraum des Vorjahres moderater aus. Es ergebe sich ein Rückgang um 3,6 Prozent.

Übernachtungen

„Dabei profitiert Bad Oeynhausen von dem überproportional hohen Anteil an Übernachtungen in Vorsorge- und Rehakliniken“, führt Dirk Henschel weiter aus. Diese machten immerhin etwa 85 Prozent der Übernachtungen in den Bad Oeynhausener Beherbergungsbetrieben aus.

Es sei aber zu erwarten, dass sich Belegungsrückgänge in den Kliniken stärker in den Beherbergungsstatistiken für die Folgemonate widerspiegelten. Zahlen für April und Mai lägen jedoch noch nicht vor. Dirk Henschel: „Eine Stabilisierung der Belegungszahlen der Kliniken wird voraussichtlich erst im zweiten Halbjahr 2020 erfolgen.“

Zu Jahresbeginn hatte es zunächst eine positive Entwicklung gegeben. So verzeichneten die Beherbergungsbetriebe in Bad Oeynhausen laut Dirk Henschel im Januar und Februar 149.981 Übernachtungen. Das entspricht einer Steigerung um 3,1 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Auch die Anzahl der Gästeankünfte habe sich leicht erhöht auf 18.992 Ankünfte. Das entspricht einem Zuwachs um ein Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Kurbeiträge

„Die Erlöse aus Kurbeiträgen haben sich vom 1. Januar bis 31. März um 12.992 Euro auf 223.926 Euro erhöht. Das entspricht einer Steigerung um etwa 6,2 Prozent“, ist weiter in der Beschlussvorlage für den Betriebsausschuss zu lesen. Ein deutlicher Rückgang sei im April zu verzeichnen gewesen. Hier konnten Einnahmen von 62.007 Euro (Vorjahr: 87.911 Euro) erzielt werden. Das Minus beträgt somit etwa 29,5 Prozent.

Für den Betrachtungszeitraum Januar bis April 2020 beläuft sich der Rückgang laut Dirk Henschel auf etwa 4,3 Prozent. Erlösen aus Kurbeiträgen von 285.933 Euro in diesem Jahr ständen Erlöse von 298.854 Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres gegenüber. Dirk Henschel: „Es ist derzeit davon auszugehen, dass zumindest auch in den Monaten Mai und Juni 2020 das Vorjahresniveau der Erlöse aus Kurbeiträgen nicht wieder erreicht werden kann.“

Parkeinnahmen

Gravierende Auswirkungen auf die Höhe der Einnahmen aus den Parkgebühren der Tiefgarage Morsbachallee haben nach Angaben des Betriebsleiters die coronabedingten Schließungen des Varietébetriebes im GOP-Kaiserpalais, der dazugehörigen Gastronomie und des Tanzclubs sowie der Bali-Therme und des Hotels Vienna House Easy im März.

„Die Einnahmen in den Monaten März 2020 (-71,5 Prozent) und April 2020 (-99,5 Prozent) lagen sehr deutlich unter den Vergleichsmonaten des Vorjahres“, heißt es in der Beschlussvorlage. So belaufen sich die Parkerlöse für Januar bis April 2020 auf 28.344 Euro. Sie liegen damit um 14.493 Euro unter den Vorjahreseinnahmen. Es ergibt sich ein Minus von 33,8 Prozent.

Theatersaison

Auch der coronabedingte vorzeitige Abbruch der Theatersaison 2019/2020 am 6. März belastet die Finanzen des Staatsbades. „Durch in diesem Zusammenhang bedingte Absagen von Veranstaltungen werden bis Anfang September 2020 voraussichtlich Einnahmeausfälle in Höhe von etwa 6000 Euro entstehen“, teilt Dirk Henschel mit.

Die weitere Entwicklung werde davon abhängig sein, ob der Theaterbetrieb der Saison 2020/2021 ab Mitte September 2020 planmäßig aufgenommen werden könne. Das Programm hat die Staatsbad GmbH bereits vorgelegt.

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