Insekten haben neues Heim auf dem Museumshof Bad Oeynhausen
Eine Heimat für die Hummeln

Bad Oeynhausen (WB/jil). Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft (AG) Natur Erwin Mattegiet und Wolfgang Heper haben im Garten des Museumshofes eine Hummelbox aufgebaut. Die besondere Konstruktion eines Hummelhauses hat sich der Naturschutzbund (Nabu) als Reaktion auf den dramatischen Rückgang der Fluginsekten ausgedacht; denn zwölf von den in Deutschland 36 lebenden Hummelarten sind vom Aussterben bedroht.

Mittwoch, 03.06.2020, 09:54 Uhr aktualisiert: 03.06.2020, 10:00 Uhr
Erwin Mattegiet (links) und Wolfgang Heper, Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Natur, stehen neben dem selbstgebauten Hummelkasten am Museumshof. Foto: Jil Bierend

„Ich hatte den Bauplan in einer Nabu-Broschüre entdeckt, und bei unserem Mitglied und Sponsor Gernot Grübbel fünf Zuschnitte in Auftrag gegeben. Den Zusammenbau der Hummelhäuser hat das Berufsbildungswerk des Wittekindshofes übernommen. Die Zusammenarbeit zwischen der AG-Natur und der Firma Grübbel und dem BBW Wittekindshof funktioniert schon seit Jahren hervorragend und ist ein wichtiger Faktor für den Naturschutz unserer Stadt“, sagt Erwin Mattegiet.

Die Fertigmontage mit den Details im Hummelhaus habe dann „unser Experte Wolfgang Heper übernommen“, erklärt Erwin Mattegiet und macht zudem darauf aufmerksam, dass auch ein bereits zur Hälfte eingebuddelter Blumentopf im eigenen Garten ausreichend als Hummelhaus diene und viel bewirken könne.

Fledermaus, Hummel und Co.

Museumsleiterin Dr. Hanna Dose und ihr Team begrüßen es sehr, dass der Bauerngarten als erster Standort in Bad Oeynhausen für den Hummelkasten ausgewählt wurde. Denn auf die wichtige Bedeutung des Naturschutzes aufmerksam zu machen, ist auch ein wichtiges Thema für den Museumshof, wie die Museumsleiterin betont.

Dr. Hanna Dose ist dankbar für die gute und langjährige Zusammenarbeit mit der AG Natur, die sich seit vielen Jahren auch um die Nistkästen für Eulen und Falken auf dem Museumshof kümmert.

Seit einigen Jahren laden die Städtischen Museen auch im Spätsommer zu einer Fledermaus-Exkursion mit der Expertin Sandra Meier ein, bei der meist mehrere Fledermausarten beo­bachtet werden können. Nachdem dem Freundeskreis Museumshof ein Fledermauskasten gespendet worden war, steuerte die AG Natur noch zwei weitere Unterschlüpfe bei, die jetzt alle an geeigneten Bäumen auf dem Museumshofgelände angebracht wurden.

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