Gästebegrenzung macht Show-Start nicht rentabel – Künstler sind bestellt gewesen und Auflagen umgesetzt
Vorerst kein GOP-Varieté bis Juli

Bad Oeynhausen (WB). Mit Euphorie ist Christoph Meyer, Direktor des GOP-Varietés im Kaiserpalais Bad Oeynhausen, in das vergangene Wochenende gestartet, bis diese am Samstag in große Ernüchterung umschlug. Bis zum Juli wird es vorerst keine Varieté-Show im Kaiserpalais geben.

Mittwoch, 13.05.2020, 11:31 Uhr aktualisiert: 13.05.2020, 11:34 Uhr
Vorerst bleiben die Tische im Varieté-Saal leer. Direktor Christoph Meyer hofft auf einen Show-Neustart im Juli. Foto: Louis Ruthe

„Nach den Ankündigungen von Ministerpräsident Laschet am Mittwoch haben wir voller Tatendrang ein Konzept für unseren Varieté-Saal erarbeitet“, berichtet Christoph Meyer. Tische seien gerückt, Wegführungen markiert und Plexiglasscheiben bestellt worden, so dass Platz für etwa 250 Gäste unter der Erfüllung aller Auflagen des neuen Hygienekonzeptes geschaffen wurde.

„Doch das Schreiben des Landes gibt nun vor, das Theater oder Ähnliches höchstens 100 Gäste pro Show begrüßen dürfen“, sagt Christoph Meyer. Nur durch die Genehmigung der örtliche Behörden sei eine Aufstockung möglich. „Dadurch, dass das Varieté eine Gastronomie mit Showbühne ist, ist es jedoch extrem schwierig, eine Sonderregelung zu bekommen“, sagt Christoph Meyer.

Open-Air-Show im Gespräch

Selbst die Künstler der neuen Show „Funky Town“ hatte der Direktor am Freitag schon für einen baldigen Show-Start zusammen getrommelt. „Wir hätten binnen weniger Tage loslegen können“, sagt er. Am vergangenen Donnerstag hätte „Funky Town“ Premiere in Bad Oeynhausen gefeiert.

Dass das GOP-Varieté nicht einfach eine Show für 100 Gäste anbietet, liegt laut Christoph Meyer daran, dass es nicht wirtschaftlich ist. „Dafür können wir nicht ein Mal die Scheinwerfer anstellen“, sagt er. 180 Mitarbeiter – davon 90 Festangestellte– sorgen sonst für das „perfekte Erlebnis aus Gastronomie und Show“. „Das Varieté lebt von vielen begeisterten Besuchern, da können 100 Gäste – auch wenn sie noch so euphorisch sind – nicht 354 Gäste ersetzen“, sagt er.

Derzeit arbeiten Christoph Meyer und sein Team an der Idee eines Open-Air-Varietés in Form einer Moderationsshow. „Auch da wird die Frage sein, ob es die Schutzverordnungen zulassen, eine solche Show zu initiieren“, sagt der Direktor. Immerhin könne am Wochenende wieder das Leander öffnen und etwas Leben würde ins Kaiserpalais zurückkehren.

Spätesten mit der Show „Camping“ (Premiere am 24. Juli) soll dann auch das Varieté wieder im Kaiserpalais Einzug erhalten. „Vielleicht können wir auch schon Anfang Juli eine eigene Moderationsshow anbieten“, sagt Christoph Meyer. Ticketinhaber, die aufgrund der Corona-Pandemie in den vergangenen Wochen nicht ins Varieté konnten, sollen nun ihre Tickets gegen Gutscheine für das Varieté oder das Leander einlösen können.

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