Geschäftsleute wechseln Standort Es tut sicht etwas in der Stadt

Bad Oeynhausen (WB). Es tut sich etwas in der Bad Oeynhau­sener Innenstadt: einige Dienstleister stehen vor ihrem Einzug, einige Geschäftsleute haben die Corona-Pause für einen Umzug oder Renovierungsarbeiten genutzt, andere werden aus dem Stadtbild verschwinden.

Von Lydia Böhne
„Das Teehaus“ von Stefanie Gresförder ist umgezogen. Es hat vom Standort im City-Center an der Herforder Straße an die Klosterstraße gewechselt.
„Das Teehaus“ von Stefanie Gresförder ist umgezogen. Es hat vom Standort im City-Center an der Herforder Straße an die Klosterstraße gewechselt. Foto: Lydia Böhne

Umzug auf die andere Straßenseite

Der Hörgeräteakustiker „Allen & Gerland Hörgeräte“ hat Glück gehabt: Kurz vor den Kontaktbeschränkungen konnte der Umzug vom City-Center ins Lenné-Karree wie geplant realisiert werden. Die Eröffnung hat Inhaberin Melanie Allen sich trotzdem anders vorgestellt: „Wir hatten die Kunden für eine Feier eingeladen. Sogar die Getränke standen schon bereit.“ Wegen Corona ist die Eröffnungsfeier auf unbestimmte Zeit abgesagt. „Vielleicht holen wir sie in Verbindung mit einer Feier zum Einjährigen nach“, sagt sie. Auch die Räumlichkeiten sind bisher noch provisorisch, aber zweckmäßig eingerichtet. Die Lederstühle der Warteecke wurden gegen zwei normale Stühle eingetauscht, weil diese laut Melanie Allen besser zu desinfizieren sind. Der Betrieb nimmt nach dem anfänglichen Zwei-Stunden-Notdienst inzwischen wieder normalere Formen an: Von 9 bis 16 Uhr bietet der Hörgeräteakustiker seinen normalen Service an. Von 16 bis 18 Uhr nur nach Vereinbarung.

Terrasse vor dem „New Orleans“ renoviert

Ebenso wie Melanie Allen musste auch Stefanie Gresförder mit ihrem Geschäft „Das Teehaus“ aus dem City-Center ausziehen. Allen Mietern wurde im Zuge des Verkaufes der Immobilie zum 3. Dezember 2020 gekündigt (diese Zeitung berichtete). Ihr Umzug fiel bereits in den Zeitraum der Kontaktbeschränkungen, so dass die Helfer nur zu Zweit draußen agieren konnten. „Es war eine Herausforderung. Trotzdem haben wir sehr viel Spaß gehabt“, sagt sie. Zweieinhalb Wochen dauerte es, die Sachen vom City-Center nach und nach zum neuen Standort an der Klosterstraße zu befördern. Als letztes sollte das große Teeregal umziehen, dass Stefanie Gresförder aus dem alten Geschäft mitnimmt. Auch sie musste die geplante Feier zur Neueröffnung absagen. Voraussichtlicher Nachholtermin: im September – zum zehnjährigen Bestehen.

Fleißig waren auch die „New Orleans“-Geschäftsführer Florent Tafilaj und Egson Bersha. „Wir haben die Zeit genutzt, um die Terrasse zu renovieren“, erläutert Florent Tafilaj. Draußen wurden kleine Stolperkanten angeglichen, im Restaurant einige Stühle und Sitzbänke erneuert, alles mit Blick auf den zukünftigen Betrieb.

„Boutique Isabella“ an der Portastraße

Seit dem 22. April empfängt Swetlana Wegner ihre Kunden an der Portastraße 2. Wegen der Veränderungen am Standort City-Center musste auch sie mit ihrer „Boutique Isabella“ dort ausziehen. Zunächst nahm die Inhaberin nur ihre Ware und die Kasse aus dem alten Geschäft mit, um den Verkauf aufzunehmen. Von zuvor 50 Quadratmetern hat sie sich auf 80 vergrößert. „Ich bin hier gut für die Kunden erreichbar und habe das Gefühl, dass der Standort etwas belebter ist“, sagt sie.

Unter anderem rückläufige Laufkundschaft sei der Grund für die Geschäftsaufgabe, erklärt Dirk Röckemann. Der Ausverkauf in seinem Deko- und Geschenkartikel-Geschäft „Casa Mobile“ im Lenné-Karree läuft.

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