Volkshochschule startet Kursbetrieb frühestens am 18. Mai – viele Vorbereitungen zu treffen VHS: Schritt für Schritt mehr Bildungsalltag

Bad Oeynhausen(WB). Frühestens am Montag, 18. Mai, wird die Volkshochschule (VHS) Minden/Bad Oeynhausen ihren Kursbetrieb für einige Angebote öffnen können. „Von der Entscheidung des Landes NRW am 1. Mai sind wir und auch die gesamte Weiterbildungslandschaft überrascht worden“, sagt VHS-Direktor Marco Düsterwald.

Frühestens am Montag, 18. Mai, wird die Volkshochschule (VHS) Minden/Bad Oeynhausen ihren Kursbetrieb für einige Angebote öffnen können.
Frühestens am Montag, 18. Mai, wird die Volkshochschule (VHS) Minden/Bad Oeynhausen ihren Kursbetrieb für einige Angebote öffnen können. Foto: Louis Ruthe

Auf der einen Seite freue ihn das, da gerade im Bereich gesellschaftlich relevanter Angebote eine Wiederaufnahme möglich und sinnvoll sei, auf der anderen Seite müsse genau geplant werden, wie ein Infektionsschutz wirksam und effizient umgesetzt werden kann. „Die Gesundheit der Menschen in und um die VHS und ihren Standorten hat oberste Priorität.“ Hier sei gerade ein Hygienekonzept in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Kreises entworfen worden.

Auch könne die VHS nicht alle Räumlichkeiten nutzen. In vielen Einrichtungen, wo bisher Kursangebote stattgefunden hätten, würden noch Betretungsverbote gelten. Auch Sportkurse dürften erst später wieder stattfinden. Die Kursräume an den Standorten Bad Oeynhausen und Minden dürften genutzt werden, jedoch nur mit deutlich verminderter Teilnehmendenzahl und unter Berücksichtigung des Mindestabstands von eineinhalb Metern.

Das „Kleine Theater am Weingarten“ in Minden dürfe seinen Betrieb zwar vom 30. Mai an wieder aufnehmen, jedoch müssten die Bedingungen klar sein und die Konzepte funktionieren. „Wir gehen Schritt für Schritt vor und prüfen aktuell, welche Kurse und Angebote stattfinden können.

Dazu sprechen wir intensiv mit den Kursleitenden und den verantwortlichen Stellen in den Kommunen und informieren Teilnehmende“, sagt Düsterwald und ergänzt, „Veränderungen zur aktuellen Lage können in dieser Zeit sehr schnell passieren. Damit können wir umgehen, planen aber sorgfältig und überstürzen nichts.“

Neues VHS-Angebotsportfolio

Die Zeit des Veranstaltungsverbots habe die VHS indes gut genutzt. Es galt, die Kursunterbrechungen zu managen, unter schwierigsten Bedingungen das Herbstsemester zu planen und die digitale Entwicklung innovativ voran zu bringen. In der VHS ist man sich sicher: Die Krise beinhaltet ein großes Potential für die Zukunft. Die Hemmschwelle, digitale Techniken zu nutzen, sei spürbar gesunken. „Wir wollen“, sagt Düsterwald „Angebote schaffen, die diese Krise überstehen und zu einem neuen VHS-Angebotsportfolio werden.“

Dabei sei nicht daran gedacht, analoge Angebote direkt online zu übersetzen, denn dort würden andere Regeln gelten als im klassischen Kursraum. Digitaler Unterricht brauche eine digitale Didaktik, heißt es seitens des Deutschen Volkshochschulverbandes im Manifest zur „Digitalen Bildung“. Zentral für die Entwicklung sei die Nutzung der vhs.cloud, die für die VHS in Deutschland entwickelt worden sei, um Kommunikation und Lernen zu verbinden.

„Das können wir. Das schaffen wir gemeinsam mit den Dozierenden, den Teilnehmenden, den Mitarbeitenden und der bundesweiten Volkshochschulfamilie“, meint Düsterwald. Allerdings brauche diese Entwicklung Zeit, Geduld und noch mehr Ideen, damit am Ende Kursangebote entstünden, die das Qualitätsmerkmal VHS verdient hätten.

Über alle Entwicklungen informiert die VHS auch regelmäßig auf Youtube, Facebook, Instagram, Twitter und über die Homepage.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7400155?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516044%2F