Hypnotiseurin und Heilpraktikerin Ulrike Milner gibt Tipps für die Krise
Zeit für die Inventur des Körpers

Bad Oeynhausen (WB). Die National Guild of Hypnotists (NGH) ist die größte Hypnose-Vereinigung weltweit. Jährlich treffen sich tausende Hypnotiseure auf Einladung der NGH, um über neue Methoden, Techniken und Wege der Hypnose zu konferieren. Die Bad Oeynhausenerin Ulrike Milner ist eine von wenigen Deutschen, die regelmäßig als Rednerin und Gast teilnimmt.

Sonntag, 03.05.2020, 06:38 Uhr aktualisiert: 03.05.2020, 06:40 Uhr
Die Corona-Krise ist, laut Ulrike Milner, ein guter Zeitpunkt, um eine „Inventur von Körper und Seele“ durchzuführen. Viele hätten nun mehr Zeit, um zu hinterfragen, was einen glücklich mache. Bei ihr ist es derzeit ein Spaziergang mit dem Hund.

Eine andere Hypnose-Vereinigung ist HypnoBiz. Die diesjährige Women Hypnotists Conference in Los Angeles wurde mit HypnoBiz New York und HypnoBiz Europe vereinigt und findet als eine virtuelle Konferenz statt. Ulrike Milner wurde eingeladen, eine Rede zu halten – wegen des Coronavirus jedoch virtuell, anstatt vor zahlreichen Hypnotiseuren. Thema ist die Corona-Krise, wie man diese managen kann oder sogar Positives in der Krise erkennt.

„Jeder Mensch ist ein Krisenmanager“, sagt Ulrike Milner. Neben ihrer Heilpraktiker-Praxis „Ulrike Milner Schönheit und Gesundheit“ in Volmerdingsen, in der sie Hypnose und Gesprächstherapie anbietet, arbeitet sie hauptsächlich als Friseurmeisterin im Salon im selben Haus.

Jeder ist ein Krisenmanager

viele Krisen bewältigt, sei es eine Krankheitsdiagnose, ein Verlust von vertrauten Personen, finanzielle Engpässe oder Stress in der Partnerschaft“, sagt Ulrike Milner. Wichtig sei es, eine Akzeptanz für die Situation zu schaffen und anschließend zu lernen, damit umzugehen.

„Die Zeit mit dem Coronavirus ist nicht unüberwindbar, wenn wir lernen, unseren Geist vor schlechten Gedanken zu schützen.“ Denn schlechte Gedanken würden sich wie ein Virus auf den Körper auswirken. Als Beispiel nennt die Hypnotiseurin, die Schuld an einer Misere bei anderen zu suchen.

„Wir können – durch unsere Einstellung zu den Dingen – selbst über unser Wohlbefinden entscheiden“, sagt Ulrike Milner. Sie selbst habe durch die Schließung des Friseursalons einen herben Rückschlag erlebt. „Nach einem Tag der schlechten Gedanken habe ich gemerkt, was für Chancen mir die Krise bieten kann“, sagt sie. Das Büro ist aufgeräumt worden, und bei einem Sparziergang mit dem Hund hat sie erst mal wieder so richtig wahrgenommen, wie schön die Natur ist. „Dadurch wird die finanzielle Lage nicht besser, aber das Gefühl, mit dem man aufsteht und zu Bett geht, verändert sich, wenn man anfängt, die Dinge, die man hat, wertzuschätzen und dankbar zu sein“, sagt Milner.

Aufruf zu mehr Ausgeglichenheit

Die Corona-Krise ist ihrer Ansicht nach ein guter Zeitpunkt, um eine „Inventur von Körper und Seele“ durchzuführen. Viele hätten nun mehr Zeit, um sich zu hinterfragen, wer das eigene Leben steuere und was einen glücklich mache. „Meine eigenen Gedanken bestimmen, ob ich glücklich bin. Und wenn es Probleme gibt, gibt es viele Chancen, sich Hilfe zu holen“, sagt Ulrike Milner.

Das könne bei Psychologen sein, in Online-Hilfegruppen, bei Freunden oder auch bei einem Hypnotiseur. „Viele Menschen bewegen sich wie ein Hamster in einem Rad, immer schneller und schneller und schneller, bis der Akku leer ist“, sagt Ulrike Milner. Zudem sei es derzeit wichtig, keine Egotrips zu fahren, sondern um so dankbarer für die Dinge zu sein, die man hat. „Denn mit Blick in andere Regionen geht es uns in Deutschland verhältnismäßig sehr gut.“

Als Übung zu mehr Ausgeglichenheit in Zeiten einer Krise empfiehlt sie: „Jeder kann zu Hause einen Anker setzen.“ Dafür sollen der Daumen und der Zeigefinger aneinandergedrückt werden. Währenddessen soll man sich eine Situation, so lebendig wie möglich, vorstellen, die einen voll und ganz glücklich macht. „Wenn man diese Übung oft genug wiederholt, bringt sie einen in den stressigsten Zeiten auf gute Gedanken“, sagt Ulrike Milner.

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