Sparkasse Bad Oeynhausen-Porta Westfalica legt Bilanz für das Geschäftsjahr 2019 vor
„Die Kunden sehnen sich nach Sicherheit“

Bad Oeynhausen/Porta Westfalica (WB). „Trotz schwieriger Rahmenbedingungen haben wir 2019 ein ordentliches Geschäftsergebnis erzielt.“ Zu diesem Ergebnis kommt Vorstandssprecher Rainer Janke für die Sparkasse Bad Oeynhausen-Porta Westfalica.

Freitag, 10.04.2020, 06:30 Uhr aktualisiert: 10.04.2020, 07:00 Uhr
Vorstandssprecher Rainer Janke (rechts) und Vorstandsmitglied Matthias Paschke sind mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2019 für die Sparkasse Bad Oeynhausen-Porta Westfalica zufrieden.

Die erste Herausforderung sei die andauernde Niedrigzinsphase gewesen, die zweite Herausforderung eine merkliche Konjunkturabkühlung in der zweiten Jahreshälfte. Rainer Janke: „Es gab weniger Kreditnachfragen seitens heimischer Unternehmen.“

Corona-Krise überschattet Vorjahresergebnis

Das gute Ergebnis des Vorjahres wird laut Rainer Janke von der aktuellen Corona-Krise überschattet. „Noch kennt niemand die Auswirkungen für die Gesamtwirtschaft, geschweige denn für unsere Sparkasse und unsere Kunden“, sagt Rainer Janke. Das Geldinstitut sei aber gut für die Krise gerüstet.

„Wir haben Vorsorge getroffen, indem wir alle Abteilungen auf verschiedene Standorte aufgeteilt haben“, erläutert Rainer Janke. Falls sich an einem Standort jemand mit dem Coronavirus infiziere, gebe es somit einen Kollegen an einem anderen Standort, der für ihn weitermachen könne.

Um die räumliche Aufteilung hinzubekommen, werde auch auf derzeit für den Kundenbetrieb geschlossene Standorte zurückgegriffen. „Wir nutzen dafür beispielsweise unsere Filialen in Volmerdingsen und Wulferdingsen“, betont der Sparkassenvorstand.

Präsenzberatung nur, wenn sie nötig ist

„In einer derartigen Situation sehnen sich unsere Kunden nach Sicherheit“, sagt Matthias Paschke. Er ist seit Jahresbeginn Mitglied des Vorstands der Sparkasse Bad Oeynhausen-Porta Westfalica. Viele Privatkunden, die sonst zur Abwicklung ihrer Geldgeschäfte in die Filialen gekommen seien, benötigten nun Hilfe bei der Nutzung des Online-Bankings.

Matthias Paschke: „Wir bitten alle Kunden darum, in der aktuellen Lage nur eine Präsenzberatung in Anspruch zu nehmen, wenn diese wirklich erforderlich ist.“

Reger Austausch mit Unternehmenskunden

Einen regen Austausch gebe es auch mit den Unternehmenskunden. „Hier mussten wir in den vergangenen Tagen viel Aufklärungsarbeit leisten. Insbesondere dazu, dass wir uns auch bei der Vergabe von Krediten aus den staatlichen Hilfspaketen an die üblichen gesetzlichen Vorgaben halten müssen“, sagt Matthias Paschke.

Mehr als 300 Unternehmenskunden habe die Sparkasse schon einen Tilgungsaufschub für ihre Kredite gewährt. Matthias Paschke: „Dadurch haben die Unternehmen finanziell wieder Luft zum Atmen.“

Sparkasse plant weitere Investitionen

Trotz der Unwägbarkeiten durch die Corona-Krise will die Sparkasse auch 2020 weiter in ihr Filialnetz investieren – allerdings nicht auf dem Niveau des Vorjahres. 2019 waren 1,5 Millionen Euro in die Renovierung und Modernisierung des Standortes Hausberge geflossen. „In diesem Jahr wollen wir die Filiale in Eisbergen sanieren und renovieren“, sagt Vorstandssprecher Rainer Janke.

Ob alle Sparkassenstandorte – derzeit gibt es neun Beratungszentren und elf Filialen – auf Dauer bestehen bleiben, müsse immer wieder neu abgewogen werden. Auch vor dem Hintergrund der Corona-Krise. „Wir beobachten derzeit, dass das Online- und Mobile-Banking einen regelrechten Schub erlebt“, sagt Matthias Paschke. Auch das Bezahlen per Karte – und hier insbesondere kontaktlose Transaktionen – erfreue sich wachsender Beliebtheit.

Online-Bereich soll ausgebaut werden

Um weiter zukunftsfähig zu bleiben, will die Sparkasse laut Matthias Paschke den Online-Bereich weiter ausbauen. Es solle beispielsweise möglich werden, mehr Produkte als bisher online abzuschließen.

„Außerdem testen wir neue Kommunikationswege, etwa eine Kontaktaufnahme per WhatsApp“, betont Matthias Paschke. Parallel dazu werde es entsprechende Fortbildungsangebote für die Mitarbeiter geben.

Wichtige Zahlen im Überblick

Die Bilanzsumme der Sparkasse Bad Oeynhausen-Porta Westfalica zum 31. Dezember 2019 betrug 1,382 Milliarden Euro (2018: 1,326 Milliarden Euro). Die Kundeneinlagen beliefen sich auf 1,114 Milliarden Euro (2018: 1,059 Milliarden Euro). Die Kundenkredite umfassten 870,6 Millionen Euro (2018: 873,0 Millionen Euro).

Im Jahr 2019 wurden 4238 Geschäfts- und 41.655 Privatgirokonten bei der Sparkasse geführt. Die 251 Mitarbeiter (darunter 21 Azubis) waren in neun Beratungszentren und elf Filialen für die Kunden im Einsatz.

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