Stadtverwaltung soll mit gewerblichen Anliegern zusammenarbeiten Mindener Straße: IHK fordert mehr Beteiligung

Bad Oeynhausen (WB). „Die gewerblichen Anlieger müssen eingehender beteiligt werden, bevor im Frühjahr ein Abschnitt der Mindener Straße in Bad Oeynhausen von vier auf zwei Fahrspuren reduziert wird.“ Das fordert die Zweigstelle Minden der Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostwestfalen zu Bielefeld.

Die IHK möchte Stadt und gewerbliche Anlieger sensibilisieren, sich im Vorfeld abzustimmen bei den Baumaßnahmen an der Mindener Straße abzustimmen.
Die IHK möchte Stadt und gewerbliche Anlieger sensibilisieren, sich im Vorfeld abzustimmen bei den Baumaßnahmen an der Mindener Straße abzustimmen. Foto: Claus Brand/Archiv

Lediglich „im Vorfeld die Anlieger der Mindener Straße durch eine schriftliche Information“ (Ratsbeschluss vom 19. Februar) einzubeziehen, „um erste Hinweise für den beginnenden Planungsprozess zu erhalten“, reiche nicht aus.

Die IHK möchte Stadt und gewerbliche Anlieger sensibilisieren, sich im Vorfeld abzustimmen. Das könne auch dazu führen, mit dem Frühjahrs-Rückbau zu warten, um die anliegerbezogene Verkehrsentwicklung nach Aufhebung der aktuellen, teilweise massiven coronabedingten Einschränkungen zu beobachten und in dieser Erholungsphase die Erreichbarkeit der Anlieger nicht durch eine Baustelle zu beeinträchtigen.

Kundenfrequenz und Erreichbarkeit sind Thema

Der Mindener IHK-Zweigstellenleiter Karl-Ernst Hunting: „Bei Veränderungen und Rückbauten ist Augenmaß gefordert. Alle berechtigten Interessen müssen berücksichtigt und in die Maßnahmenplanungen eingebracht werden.“ Die vielen gewerblichen Anlieger wie Tankstellen, Restaurants, Einzelhändler und Dienstleister, aber auch Produktionsbetriebe seien auf Kundenfrequenz und Erreichbarkeit angewiesen.

Geklärt und diskutiert werden müsse auch, ob und in welcher Höhe die Anlieger an den Kosten beteiligt würden. Positiv sei die Flexibilität, also die mit geringem Aufwand durchführbaren Korrekturmöglichkeiten. Die kurzfristigen städtischen Maßnahmen sollten einem gewissen Gestaltungsniveau entsprechen. Es müsse auf den Eindruck geachtet werden, der bei Besuchern, Touristen und auswärtigen Kunden von der Stadt entstehe.

Viele Grundstücke quasi „im Wartestand“

An anderer Stelle achte die Kurstadt auf Gestaltungsstandards im öffentlichen Raum. Darüber hinaus müssten die Anlieger an der anstehenden Gesamtplanung für den umfassenden Umbau beteiligt werden. Dabei gehe es inhaltlich nicht mehr um einen Teilabschnitt, sondern um den Rückbau der gesamten ehemaligen B61 im Stadtgebiet. Auch stehe eine zügige bauplanungsrechtliche Klärung, welche Nutzungen beidseitig der Mindener Straße zukünftig zulässig sein sollen, an.

Das sei eine abgesicherte Grundlage für die Immobilieneigentümer zur weiteren Entwicklung ihrer Grundstücke. Derzeit befinden sich offenbar viele Grundstücke quasi „im Wartestand“ und bieten kein positives Erscheinungsbild. Sie müssten entsprechend der prinzipiell guten und exponierten Lage positiv entwickelt werden. „Wir brauchen hier eine seit vielen Jahren überfällige Aufbruchsstimmung“, sagt Hunting. Hier würde nennenswertes Entwicklungspotenzial für Bad Oeynhausen brachliegen.

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