Seniorenzentrum schafft Tabletts an: Skypen mit Angehörigen Gegen die Isolation

Bad Oeynhausen (WB). Die Corona-Krise verlangt in allen Bereichen des Lebens und der Wirtschaft vieles ab. „Gerade die alten Menschen sind besonders gefährdet und Senioreneinrichtungen sind gefordert, die Bewohnerinnen und Bewohner zu schützen. Die Konsequenzen sind von der Bundesregierung verhängte Besuchsverbote und Ausgeheinschränkungen. Diese notwendigen Maßnahmen schaffen Distanz und vielleicht auch manchmal das Gefühl der Isolation. Wir haben überlegt, wie wir die Distanz ein wenig verringern können“, berichtet Joachim Knollmann, Hauptgeschäftsführer des Seniorenzentrums Bethel Bad Oeynhausen.

Hildegard Sunderbrink (91), Bewohnerin im Seniorenzentrum Bethel, skypt mit Ihrem Sohn aus Hamburg.
Hildegard Sunderbrink (91), Bewohnerin im Seniorenzentrum Bethel, skypt mit Ihrem Sohn aus Hamburg.

Digitales Angebot wird genutzt

„Was von vielen jungen Menschen heute genutzt wird, kann auch durchaus Sinn für andere Altersgruppen machen – wie das Skypen zwischen Bewohnern und den Angehörigen“, führt Knollmann weiter aus. Es folgte ein Test. Der Ansatz habe sich bewährt, erklärte Knollmann weiter. Deshalb habe die Einrichtung zahlreiche Tabletts angeschafft und die Bewohner und Angehörigen über die Idee der neuen Kontaktmöglichkeit informiert. Zwischenzeitlich nutzten schon einige Angehörige und Ehepartner diese digitale Möglichkeit, um mit den Liebsten in Kontakt zu bleiben.

Spaziergänge im Sinnesgarten

Der Hauptgeschäftsführer: „Das ersetzt nicht die persönliche Nähe, die insbesondere für die ältere Generation so wichtig ist.“ Doch die derzeitige Situation erfordere ein komplettes Besuchsverbot. „Auch wenn das Verlassen der Einrichtung möglichst vermieden werden soll, um den Kontakt zu anderen zu verhindern, so bietet doch der Garten unserer Einrichtung großzügige Bewegungsmöglichkeiten für Spaziergänge und Aktivitäten im Freien – um dennoch den Frühling intensiv mitzuerleben“, erklärt in diesem Zusammenhang Cornelia Möller. Sie ist Geschäftsführerin und Pflegedienstleiterin. Die Bewohnerinnen und Bewohner könnten den Bibel- und Sinnesgarten mit Sitzgelegenheiten und zwei Wasserspielen in Anspruch nehmen oder würden gerne im Fitness-Parcours oder auf einem Bewegungspfad aktiv, erklärt Cornelia Möller.

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