Krisenstab der Klinik in Bad Oeynhausen bewertet Situation tagesaktuell und reagiert Schwere Lungenerkrankungen: HDZ bereitet Behandlung vor

Bad Oeynhausen (WB/cb). Das Herz- und Diabeteszentrum (HDZ) Nordrhein-Westfalen (NRW) ist in Sachen Coronavirus auf eine zunehmende Versorgung von Patienten mit schweren Lungenerkrankungen vorbereitet. Das hat die Sprecherin der Klinik, Anna Reiss, auf Anfrage erklärt.

Das Herz- und Diabeteszentrum NRW: In der Klinik gilt ein generelles Besuchsverbot. Das Haus richtet sich darauf ein, das der Zugang nur noch über den Haupteingang möglich ist und nur Besucher mit entsprechender Erlaubnis ins Klinikum dürfen. Dies gilt als Ausnahmeregelung für Einzelpersonen für den Besuch von Kindern unter 14 Jahren sowie im Falle schwer erkrankter Angehöriger.
Das Herz- und Diabeteszentrum NRW: In der Klinik gilt ein generelles Besuchsverbot. Das Haus richtet sich darauf ein, das der Zugang nur noch über den Haupteingang möglich ist und nur Besucher mit entsprechender Erlaubnis ins Klinikum dürfen. Dies gilt als Ausnahmeregelung für Einzelpersonen für den Besuch von Kindern unter 14 Jahren sowie im Falle schwer erkrankter Angehöriger. Foto: Marcel Mompour

Das Herz- und Diabeteszentrum sei als Hochspezialversorger mit 100 Intensivbetten von insgesamt 500 Planbetten Garant für die Versorgung schwerstkranker Herz-Kreislauf-Patienten in Ostwestfalen-Lippe und weit darüber hinaus.

Innerhalb dieses Versorgungsbereiches sei auch die Behandlung von Patienten mit akutem Lungenversagen (auch: Akutes Atemnotsyndrom, ARDS) mit extrakorporalen Lungenunterstützungs-Systemen (ECMO) sichergestellt. Diese Systeme reichern das Blut der Patienten mit Sauerstoff an und entfernen Kohlendioxid aus dem Blut.

Es gibt 20 Spezialgeräte

Insgesamt stehen nach Angaben der Sprecherin mehr als 20 ECMO-Geräte im HDZ zur Verfügung. „In Zeiten der sich ausbreitenden Sars-CoV2-Infektionen auch in Richtung OWL müssen wir dafür Sorge tragen, einerseits unsere schwer herzkranken Patienten weiter zu behandeln, andererseits in einem höheren Ausmaß als sonst Patienten mit einem schweren Lungenversagen zu übernehmen“, sagt in diesem Zusammenhang Dr. Karin Overlack, Geschäftsführerin des HDZ NRW.

„Unsere Ärzte und Pflegekräfte sind – unterstützt durch ein mehrköpfiges Hygiene-Team – routiniert im Umgang mit infektiösen Patienten, so dass der Schutz vor potenzieller Übertragung bekannter Infektionen Standard ist und uns im Hinblick sowohl der Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten als auch unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter keine Sorgen bereitet.“

In der aktuellen Situation könne es jedoch auch zu Übertragungen durch Menschen kommen, bei denen eine Infektion durch das Coronavirus zwar besteht, aber bisher nicht bekannt ist. Das HDZ habe daher vielfältige zusätzliche Maßnahmen getroffen, um sowohl die Patienten als auch die Mitarbeiter vor Infektionen zu schützen:

Veranstaltungen abgesagt

  • Angehörige werden darum gebeten, Klinikbesuche auf das Notwendigste zu beschränken.
  • Öffentliche Veranstaltungen (Klinikrundgang, Arzt-Patienten-Seminare, Myjob-Messe, Boys’-and-Girls’-Day) wurden schweren Herzens abgesagt.
  • Dienstreisen erfolgen aktuell nur in Ausnahmefällen.
  • Wo dies möglich ist, werden Homeoffice-Regelungen für Mitarbeiter getroffen.

Ferner hat das HDZ, wie andere Häuser, einen Krisenstab gebildet, der die Situation tagesaktuell beurteilt und entsprechende Maßnahmen verabschiedet. Am Dienstag war kein Patient mit einer Corona-Infektion im HDZ aufgenommen und auch nicht bekannt, dass Mitarbeitende von einer Infektion betroffen sind.

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