Antrag auf Teilabriss für ehemaliges Lager und Sanierung des Gebäudes in Bad Oeynhausen ist gestellt
Tiwa-Komplex steht vor neuer Nutzung

Bad Oeynhausen (WB). Nicht heute und nicht morgen, aber in absehbarer Zeit wird sich auf dem Gelände des seit zwei Jahren leer stehenden Tiwa-Marktes am Alten Rehmer Weg etwas tun. In einem ersten Schritt soll eine Fachfirma einen Teil des Gebäudes, zu Zeiten des Tiwa-Marktes als Lagerfläche genutzt, abreißen.

Montag, 09.03.2020, 06:30 Uhr
Sie hoffen, dass noch in diesem Jahr mit der Bautätigkeit begonnen werden kann: Architekt Marco Rinne (rechts) aus Rehme und Immobilienmakler Florian Brückner aus Dissen stehen vor dem ehemaligen Tiwa-Markt am Alten Rehmer Weg. Foto: Claus Brand

Einen genauen Termin kann Architekt Marco Rinne aus Rehme, der die Maßnahme für den Eigentümer begleitet, noch nicht nennen. Er sagt: „Sowohl der Antrag für den Abriss dieses Gebäudeteiles als auch für die Sanierung des Gebäudes mit der ehemaligen Verkaufsfläche des Tiwa-Marktes sind beim Bauamt der Stadtverwaltung gestellt.“ Die Genehmigungen stehen jeweils noch aus.

Der ehemalige Tiwa-Markt hat eine Verkaufsfläche von etwa 1100 Quadratmetern, plus 200 Quadratmeter Lagerfläche. Auf etwa 800 Quadratmetern soll sich auch nach der Sanierung eine Verkaufsfläche für Einzelhandel befinden. Der verbleibende Teil ist bei der neuen Nutzung als Lagerbereich vorgesehen.

Dazu, worum es sich bei der Nutzung handelt, machen weder der Architekt noch Immobilienmakler Florian Brückner aus Dissen derzeit Angaben. Brückner kümmert sich für den Bad Oeynhausener Eigentümer der Immobilie auch um die Vermarktung einer weiteren Freifläche am Westende des Grundstückes.

Weitere Gewerbefläche steht zur Verfügung

„Dort stehen noch etwa 2000 Quadratmeter Gewerbefläche zur Verfügung“, erklärt er. Mit Blick auf die Nutzung kommt dort sowohl der Bau eines Gebäudes, das man für verschiedene Nutzungen unterteilen könne, als auch die Errichtung mehrerer kleinerer Einheiten in Frage. Brückner: „Es gibt durchaus den ein oder anderen Interessenten.“

Traum und Wunsch sei es, an dieser Stelle einen großen Fahrradhändler anzusiedeln. „Das würde auch ausgezeichnet zu den Plänen für den Radschnellweg passen, der hier im Zuge der Umgestaltung der Mindener Straße und der Kanalstraße entstehen und verlaufen soll“, ergänzt Marco Rinne.

Mit Blick auf den Bauantrag führt der Architekt weiter aus: „Die Stellungnahme des Brandschutz-Sachverständigen steht noch aus.“ Die Planung sei aber so weit ausgereift, dass man innerhalb kurzer Zeit mit der Bautätigkeit beginnen könne beziehungsweise im ersten Schritt mit dem Abriss von etwa einem Fünftel der auf dem Grundstück bestehenden Gebäudesubstanz starten könne.

Eine vorherige Analyse habe ergeben, dass bei dem Teilabriss lediglich darauf zu achten sei, „verbaute Dämmstoffe mit der dabei notwendigen Vorsicht zu entsorgen“. Dabei sei aber nichts Außergewöhnliches zu erwarten, ergänzte der Planer. In den vergangenen Wochen sei aus dem ehemaligen Tiwa-Markt noch vorhandenes Ladeninventar ausgeräumt worden.

Rinne kann sich durchaus vorstellen, dass noch in diesem Jahr das Projekt auf dem Grundstück angegangen wird. Dabei spiele auch der Gedanke eine Rolle, eventuell das Weihnachtsgeschäft dann noch mitnehmen zu können.

Gespräche über Rad- und Fußwegverbindung

Am Westende des Grundstückes, im Einmündungsbereich Alter Rehmer Weg/Mindener Straße, sind die Stadtverwaltung und der Eigentümer nach Rinnes Beschreibung zudem über eine etwa 600 Meter große Teilfläche des Grundstückes im Gespräch. Dabei gehe es darum, dort im Rahmen der Umsetzung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (kurz ISEK) eine „vernünftige Rad- und Fußwegverbindung entstehen zu lassen“, erklärt der Architekt.

Marco Rinne und der Immobilienmakler haben für den Eigentümer im vergangen Jahr auch die Ansiedlung von „FitGym24“ im ehemaligen Lingemann-Ladenlokal in unmittelbarer Nachbarschaft begleitet.

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