Businesscoach Felix Thönnessen spricht bei Marketing-Tag in Bad Oeynhausen Aus der „Höhle der Löwen“ ins Wasserschloss

Bad Oeynhausen (WB). Als Keynote-Speaker Felix Thönnessen seinen einstündigen Vortrag hält, hängen die etwa 100 Teilnehmer des zweiten Marketing-Tags im Schloss Ovelgönne an seinen Lippen. Denn was der Unternehmer und Businesscoach erzählt, ist zugleich unterhaltsam und informativ. Genauso, wie es Fans der TV-Show „Höhle der Löwen“, die den 39-Jährigen einem breiten Publikum bekannt gemacht hat, von ihm kennen – und erwarten.

Von Malte Samtenschnieder
Unternehmer und Businesscoach Felix Thönnessen hat vor etwa 100 Teilnehmern eines Marketing-Tags im Schloss Ovelgönne aus dem Nähkästchen geplaudert.
Unternehmer und Businesscoach Felix Thönnessen hat vor etwa 100 Teilnehmern eines Marketing-Tags im Schloss Ovelgönne aus dem Nähkästchen geplaudert. Foto: Malte Samtenschnieder

Mit der Resonanz auf den Marketing-Tag ist Schlossmanager Johannes Schweer sehr zufrieden. Als Mitveranstalter sind die Creditreform Herford & Minden sowie TMC – The Marketing Company mit im Boot. „Unsere Besucher heute kommen aus dem Großraum OWL“, sagt Johannes Schweer. Für ihn ein weiteres Indiz dafür, dass sich das Schloss Ovelgönne zunehmender Beliebtheit erfreut. Der Schlossmanager: „Im Jahr 2019 hatten wir 244 Veranstaltungen mit 11.000 Gästen.“

Dating-App, Kondome und Co.

Zurück zu Felix Thönnessen. Zu Beginn seines Vortrags arbeitet sich der Businesscoach an einer Dating-App für das Smartphone ab. Deren Prinzip beruhe darauf, dass der Nutzer Fotos von potenziellen Partnern angezeigt bekomme. Dann müsse er durch ein Wischen nach links oder nach rechts entscheiden, ob er jemanden treffen wolle oder nicht. „Dabei gilt die Devise, was weg ist, ist weg“, sagt Felix Thönnessen.

Ein einmal weggewischtes Foto könne nicht zurückgeholt werden. Zumindest in der Basisversion. „Wer auf den Rückhol-Button drückt, wird gefragt, ob er ein kostenpflichtiges Premium-Abo abschließen will“, erläutert Felix Thönnessen. Eine lukrative Geschäftsidee. Der Speaker: „Von vier Millionen Nutzern in Deutschland nutzen immerhin zehn Prozent diese Funktion.“

Dann berichtet der Business­coach über ein Startup für Kondome. Die beteiligten Jungunternehmer seien direkt in der Anfangsphase wegen angeblich falscher Produktversprechungen von einem Schwergewicht der Branche verklagt worden. Rückblickend hätte ihnen nichts Besseres passieren können.

„Sie haben darauf hin eine Demo organisiert und diese maximal in den sozialen Netzwerken ausgeschlachtet“, sagt Felix Thönnessen. Das habe dazu geführt, dass sogar Deutschlands größte Boulevardzeitung berichtet habe. Der Referent: „Mehr Aufmerksamkeit für ihr Startup hätten sich die Jungunternehmer wohl kaum wünschen können.“

Unkonventionelle Tricks und Kniffe

Weitere Tricks und Kniffe macht Felix Thönnessen an einem Online-Buchungsportals für Hotelzimmer deutlich. Dass hier mit Sonderpreisen hantiert werde, die noch dazu Zusätze wie „tolles Schnäppchen“ und „sehr gefragt“ tragen, sei normal. Durch das Einblenden von Kundenbewertungen und Angaben wie „acht Personen sehen sich dieses Angebot gerade an“ werde ein weiterer Kaufdruck aufgebaut. Der Coach: „Hier zählt die Botschaft. Das Design einer solchen Seite spielt keine Rolle.“

Welche ungewöhnlichen Wege einige Unternehmen gehen, um ihre Produkte an den Mann oder die Frau zu bringen, macht Felix Thönnessen am Beispiel eines Erotikversands deutlich. Der Anbieter hatte damit zu kämpfen, dass viele Kunden den Bestellprozess kurz vor dem Ende abgebrochen haben. Ihre Sorge: Wie reagiert mein Umfeld, wenn es mitbekommt, bei wem ich da etwas bestellt habe? Felix Thönnessen: „Mittlerweile kann man bei dem Erotikversand nicht nur die Empfänger-, sondern auch die Absenderadresse selbst auswählen.“

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