Neuer Leseclub an der Grundschule Altstadt begeistert die Schüler
Hunderte Bücher für die Schulbibliothek

Bad Oeynhausen(WB). Von Enid Blyton über Astrid Lindgren bis „Was ist Was“: Was wäre eine Kindheit ohne Bücher? Der Leseclub an der Grundschule Altstadt hilft Kindern dabei, ohne Druck Freude am Lesen zu entwickeln.

Samstag, 08.02.2020, 18:00 Uhr
Der neue Leseclub der Grundschule Altstadt: Acht Ehrenamtliche betreuen jede Woche 18 Kinder in drei Gruppen, hier mit Daniel Borcherding (hintere Reihe, Dritter von links), Lehrerin Susanne Lönne (Zweite von rechts) und Schulleiterin Simone Günther (rechts). Foto: Jenny Karpe

Gemeinsam spielen, Geschichten als Theaterstück aufführen, etwas basteln und natürlich lesen: Seit November 2019 gibt es an der Grundschule Altstadt drei Kindergruppen, die zum sogenannten Leseclub gehören. Die Initiative „Leseclubs: Mit Freu(n)den lesen“ wird bundesweit von der Stiftung Lesen gefördert. In Bad Oeynhausen ist die Grundschule Altstadt die erste, die mitmacht.

Viele Ehrenamtliche bringen sich ein

Dafür hat die Einrichtung Zeitschriften-Abonnements, Bastelmaterial, hunderte Bücher und einen Tablet-PC zur Unterstützung erhalten. Ebenso wichtig wie die Bücher sind für den Leseclub die Ehrenamtlichen, die wöchentlich an drei verschiedenen Tagen für eine Stunde an die Schule kommen und den Kindern ihre Zeit schenken.

Die Ehrenamtlichen sind dank einer Kooperation hinzugekommen: Für den Leseclub arbeitet die Grundschule mit dem Kinderschutzbund und der Stadtbibliothek Bad Oeynhausen zusammen. »Als die Grundschule Altstadt auf uns zukam, haben wir direkt zugesagt«, sagt Daniel Borcherding, Hauptamtlicher beim Kinderschutzbund, im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT. „Unsere Ehrenamtlichen waren sofort Feuer und Flamme. Natürlich freuen wir uns auch über weitere Interessierte, die den Leseclub unterstützen wollen.“

Drei Gruppen waren schnell voll

Vor etwa einem Jahr wurde das Projekt in die Wege geleitet. „Unsere drei Gruppen waren schnell voll: 18 Schülerinnen und Schüler sind derzeit dabei, oft auch aus Familien, in denen Bücher nicht mehr zum Alltag gehören“, sagt Schulleiterin Simone Günther. „Nach den Osterferien wechseln wir die Schüler aus, ich habe einen ganzen Ordner voll mit Anmeldungen von Kindern, die mitmachen wollen.“

Auch im Schulalltag ist der Leseclub spürbar. „Nach der kurzen Zeit kann ich noch nicht einschätzen, ob die Schüler besser lesen oder nicht – aber die Begeisterung für Bücher ist viel stärker geworden“, sagt Lehrerin Susanne Lönne. Die Beteiligten sind sich einig: Das komme daher, dass die Schüler ganz ohne Druck lesen dürfen.

Rojina (8) begeistern Prinzessinnen-Geschichten

„Bei den jungen Schülern lesen wir noch vor, die Älteren greifen selbst gern zum Buch und lesen ihren Freunden Abschnitte vor“, sagt die Ehrenamtliche Christine Millé. „Manchmal kommen wir mit einem ausgetüftelten Plan in den Leseclub und merken, dass die Schüler Lust auf etwas Anderes haben. Dann machen wir das natürlich, der Leseclub soll schließlich Spaß machen.“

Schülerin Rojina (8) begeistert sich vor allem für Prinzessinnen-Geschichten. „Wenn ich die lese, kann ich besser träumen“, sagt sie. Derzeit stehen in der Schulbücherei viele Kisten mit hunderten neuen Büchern, die von der Stiftung Lesen bereitgestellt wurden. »Der Raum wird bald zu klein, darum wollen wir bald einen eigenen Leseraum in der Schule einrichten«, sagt Simone Günther.

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