„OWL-InterkulTour“ macht Station in der Druckerei – Live-Mitschnitt ist im TV zu sehen Ein Konzert – viele Kulturen

Bad Oeynhausen (WB). Drei musikalische Acts haben am Samstagabend die Bühne der Druckerei bespielt. Wer nicht dabei sein konnte, braucht sich nicht zu ärgern: Der „Kanal 21“ aus Bielefeld hat das Konzert aufgezeichnet, damit es bald im Fernsehen ausgestrahlt werden kann.

Von Lydia Böhne
Das Duo „Danni & Manni“ alias Daniel Farrokh (links) und Manfred Olke spielt Musik von den 1960er Jahren bis in die heutige Zeit.
Das Duo „Danni & Manni“ alias Daniel Farrokh (links) und Manfred Olke spielt Musik von den 1960er Jahren bis in die heutige Zeit. Foto: Lydia Böhne

Das Projekt des offenen Kanals läuft unter dem Titel „OWL-InterkulTour“ und wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Ziel ist es, Künstler mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen in einem Format zusammenzubringen und musikalische Diversität zu präsentieren.

Ausgestrahlt werden die Aufnahmen über den Sender „NRWision“ voraussichtlich im März. Der Sender überträgt in etwa vier Millionen Hausalte in NRW, die an das Kabelnetz der Unitymedia angeschlossen sind oder über Magenta TV verfügen.

Fünf Kameras nehmen das Konzert aus verschiedenen Winkeln auf

Über 20 Bewerbungen von Künstlern haben die Organisatoren erhalten. Zwölf wurden ausgewählt. Aufgezeichnet wurde nicht nur in der Druckerei, sondern auch live im Studio sowie bei einem weiteren Konzert in Lemgo.

„Kanal 21“-Geschäftsführer Dirk Rehlmeyer kommt aus Bad Oeynhausen. Seit 38 Jahren ist er Mitglied im Verein Begegnungszen­trum Druckerei, obwohl er inzwischen in Bielefeld wohnt.

„Die Bands treten heute ohne Gage auf, dafür erhalten sie den professionell aufgezeichneten Mitschnitt ihres Auftritts für ihr Portfolio“, erläutert Rehlmeyer. Fünf Kameras nehmen das Konzert aus verschiedenen Winkeln auf. Drei Stunden hat der Aufbau des technischen Equipments gedauert.

Sargis Araqelyan präsentiert sein erstes Lied auf Deutsch

Maximilian Kampf leitet im Nebenraum des Saals die Bildregie. Auf drei Bildschirmen kann er alle Kameraeinstellungen sehen und entscheiden, welches Bild wann für den Live-Mitschnitt ausgewählt wird. Insgesamt sind fünf Auszubildende und fünf Praktikanten sowie Maurice Lubina als Aufnahmeleitung im Einsatz. Außerdem hat das Team Backstageinterviews der Künstler aufgenommen, die in die Sendung geschnitten werden.

Den Auftakt macht am Samstag Sargis Araqelyan. Der Solokünstler ist in Armenien geboren und lebt seit einigen Jahren in Bad Oeynhausen. Der Popsänger und Komponist hat sich für seinen Auftritt unter anderem ein armenisches Volkslied ausgesucht. Außerdem präsentiert Sargis Araqelyan sein erstes Lied, das er auf Deutsch gesungen hat: das Vaterunser, für das er eine sanfte Melodie geschrieben hat.

Persischen Klängen, osteuropäischen Volksliedern und Irish Folk

Ebenfalls ein Heimspiel war der Auftritt in der Druckerei für das Duo „Danni & Manni“. Daniel Farrokh und Manfred Olke spielten beispielsweise „Rocketman“ von Elton John oder die Ballade „If tomorrow never comes“ von Brooks und Kent Blazy. Ihren gefühlvollen Gesang begleiteten beide lediglich mit zwei akustischen Gitarren.

Kosmopolitismus hauchten „Grupo Maloka“ dem Druckerei-Konzert ein. Die Gruppe hat sich in Frankfurt gegründet und verbindet lateinamerikanische Musik mit persischen Klängen, osteuropäischen Volksliedern und Irish Folk. Die Gruppe vereint Instrumente, die üblicherweise nicht zusammen gespielt werden und erzeugt einen spannenden Klang, der bei den mehr als 40 Besuchern sehr gut ankam.

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