Dokumentarfilm „Autobahn“ feiert Premiere – Kinobesucher sind begeistert
„So ist Bad Oeynhausen“

Bad Oeynhausen (WB). Dass der Bau der Nordumgehung in Bad Oeynhausen über Jahre hinweg eins der bestimmenden Themen war, ist am Donnerstagabend in der UCI-Kinowelt deutlich geworden. Hunderte Bad Oeynhausener kamen zur Premiere des Dokumentarfilms „Autobahn“ von Regisseur Daniel Abma – und sie wurden nicht enttäuscht.

Samstag, 01.02.2020, 10:11 Uhr aktualisiert: 01.02.2020, 10:20 Uhr
Eine der letzten Szenen im Film: Bei der Eröffnung der Nordumgehung kommen Lokal- und Landespolitiker zusammen, um das obligatorische Band zu zerschneiden. Für Hauptdarstellerin Karin Braun, ehemalige Inhaberin des Handarbeitsgeschäftes an der Mindener Straße, ein Treffen mit immer denselben Menschen. Foto: Louis Ruthe

„Es könnte ein Film über etwa zehn Jahre meiner Arbeit sein“, sagte Sven Johanning, Sprecher der Regionalniederlassung OWL des Landesbetriebes Straßen NRW, dem Bauträger der Nordumgehung. Wenn es demnächst den Film irgendwo zu kaufen gebe, werde er sich ein Exemplar sichern. „Der könnte sogar in der Vitrine landen“, sagte Sven Johanning. Auch das Ehepaar Petra und Norbert Held zeigte sich vom Film beeindruckt, obwohl das Elternhaus von Petra Held dem Neubau weichen musste.

„Es ist nun mal Realität jetzt, was soll ich mich darüber täglich ärgern“

„Es ist den Machern sehr gut gelungen, die unterschiedlichsten Sichtweisen auf die Nordumgehung neutral wiederzugeben“, sagte Norbert Held. Seine Frau Petra ergänzte: „Mit dem Film endet ein jahrelanges Streitthema in der Stadt.“ Sie werde ihren Bekannten und Freunden den Film ans Herz legen, da dieser so ehrlich die vergangenen neun Jahre wiedergebe.

Ingrid und Wilfried Weihe sind wohl das meist gefragte Ehepaar beim Premierenabend des Dokumentarfilms gewesen.

Ingrid und Wilfried Weihe sind wohl das meist gefragte Ehepaar beim Premierenabend des Dokumentarfilms gewesen. Foto: Louis Ruthe

Sympathien sammelte das Ehepaar Ingrid und Wilfried Weihe beim Premierenpublikum. „Ich muss ein großes Lob an das Ehepaar Weihe aussprechen. Ich bin überwältigt von seiner Gelassenheit“, sagte eine Besucherin bei der folgenden Diskussionsrunde.

Den obwohl die Nordumgehung mittlerweile direkt vor der Haustür verläuft, war das Ehepaar nie auf Streit aus, sondern suchte den Kontakt zu Bauarbeitern. „Es ist nun mal Realität jetzt, was soll ich mich darüber täglich ärgern“, sagte Wilfried Weihe. Bei der Nachfrage, wie sehr der Verkehr nun das Leben der beiden beeinflusse, wurde jedoch ersichtlich auf was das Ehepaar verzichtet.

Die Stars in dem Film sind die Menschen der Stadt

„Im Sommer ist es draußen schon echt laut zwischendurch, dann gehen wir halt ins Haus“, sagte Ingrid Weihe. Im Winter müssten die beiden ja nicht draußen sein.

Die Protagonisten Anja Hiller (links) und Stephan Höckenschnieder haben im Saal 8 der UCI Kinowelt Platz genommen.

Die Protagonisten Anja Hiller (links) und Stephan Höckenschnieder haben im Saal 8 der UCI Kinowelt Platz genommen. Foto: Louis Ruthe

Neben dem Ehepaar bestachen zudem Stephan Höckenschnieder und Karin Braun – die bei der Premiere leider nicht vor Ort sein konnte – durch ihre Rollen. „Alle Hauptrollen sind einfach klasse“, sagte Sven Johanning. In zahlreichen Szenen habe er die Kurstadt wiedererkannt: „So ist Bad Oeynhausen“.

Sichtlich erleichtert war Regisseur Daniel Abma nach der Premiere. „Sie haben an genau den richtigen Stellen gelacht, aber auch an genau den richtigen Stellen geschwiegen. Danke für alles Bad Oeynhausen“, sagte er.

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